Bernd Wiesberger: „Solange man den Willen hat, das zu tun, was einem Spaß macht, kann einen niemand davon abhalten.“

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Wiesberger
Geburtstag: 08.10.1985
Geburtsort: Wien
Land: Österreich
Schwung: R
Pro seit: 2006
Größe: 1,88 m
Weltranglistenposition: 41
Preisgeld: ET: 6.060.267 €, PGA: $ 405.883
Letztes Turnier: World Cup of Golf
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Ergebnisse Bernd Wiesberger 2016

Ergebnisse

Saison Datum Tour Turnier Pos To Par R1 R2 R3 R4 Total

Bernd Wiesberger ist zur Zeit Österreichs größte Hoffnung im Golfgeschäft. Nach und nach hat sich der gebürtige Wiener von der Challenge über die European bis hin zur PGA Tour gespielt und 2015 die Qualifikation für alle Majors geschafft. Obwohl er im Golfsport immer erfolgreicher wird, sagt Wiesberger, er genieße es, mit seinen Freunden Basketball zu spielen oder skizufahren. Daneben sei er sehr heimatverbunden und stolz auf die sportlichen Erfolge seiner Landsmänner wie Hermann Maier oder Marcel Hirscher.

2016 stehen für den Burgenländer als Highlights wohl die Majors sowie die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro auf dem Kalender. Wiesberger rangiert seit gut einem Jahr unter den Top 50 der weltbesten Golfer und wird in dieser Saison versuchen, sich auch dort weiter nach vorne zu spielen.

Basketball, Skifahren, Golf – Sportbegeisterung grenzenlos

Bernd Wiesberger wurde am 8. Oktober 1985 in Wien, Österreich, geboren und entstammt einer sportbegeisterten Familie. Schon früh probierte er sich in vielerlei Sportarten wie Basket- oder Fußball aus und fuhr – wie von einem waschechten Österreicher nicht anders zu erwarten – im Winter gerne Ski. Stets mit dabei war auch Wiesbergers jüngerer Bruder Niki, gegen den es nicht selten zu richtigen Wettkämpfen unter Geschwistern kam. Von seinen vielen Aktivitäten hat er ein Hobby aber zum Beruf gemacht: Das Golfen. Bernd Wiesberger sagt nämlich selber: „Golf ist nicht mein Beruf, Golf ist meine Leidenschaft“.

Um die Welt mit „Entourage“ und „Suits“

Der Job als professioneller Golfer beinhaltet nicht nur Putten, Pitchen und PGA-Tour-Turniere, sondern auch lange und teilweise kräftezehrende Reisen um die ganze Welt, die einen normalen Tagesablauf sichtlich erschweren. Dies stört Bernd Wiesberger jedoch weniger: „Neue Länder zu besuchen, Leute zu treffen und Kulturen kennenzulernen hat mir immer schon viel Spaß gemacht. Dies ist ein großer Vorteil meines Lebens als Golf Professional.“ Anstrengende Langstreckenflüge verkürzt sich der österreichische Golfer darüber hinaus mithilfe eines seiner Hobbys. Wiesberger begeistert sich für Filme und Serien und schaut sich im Flieger oftmals die US-Sendungen „Entourage“ und „Suits“ an. Ein guter Ausgleich zum Golfzirkus, denn bei den Serien geht es um aufstrebende Hollywoodstars und charismatische Anwälte.

Bernd Wiesberger – mit den Foo Fighters zum Erfolg

Im Jahre 2007 wurde Bernd Wiesberger mit einem Handicap von +3,2 vom Amateur zum Berufsgolfer, nachdem er bereits zahlreiche Amateur-Turniere wie etwa die Austrian Amateur Stroke Play Championship in drei aufeinanderfolgenden Jahren gewinnen konnte. Seine ersten beiden Profi-Jahre verbrachte Wiesberger auf der Challenge Tour. Der Österreicher qualifizierte sich dann im Jahr 2009 über die Q-School für die European Tour, spielte dort jedoch zunächst nur wenig erfolgreich, sodass es im darauffolgenden Jahr wieder auf die Challenge Tour zurückging. Dort gewann er jedoch gleich zwei Turniere, sodass 2011 erneut Turniere der European Tour auf dem Tourplan des 29-Jährigen standen.

Ab diesem Zeitpunkt lief es bei Wiesberger: Bereits 2011 fuhr er vier Top-Ten-Ergebnisse auf der European Tour ein und sicherte sich 2012 seinen ersten Tour-Sieg bei der Ballantine’s Championship. Im gleichen Jahr gewann er zudem die Lyoness Open in seiner Heimat durch eine tolle Aufholjagd gegen Thorbjörn Olesen.

„Besonders stolz bin ich darauf, wie ich meine Freunde Thorbjorn Olesen und Thomas Levet auf den letzten 9 Loch im Diamond Country Club, Atzenburugg, einholen konnte. 7 unter Par auf den letzten 10 Loch am Sonntag zu spielen – das war wohl das beste Golf meiner Karriere. Diese Leistung vor so vielen Freunden, Supportern und meiner Familie vollbracht zu haben, macht mich besonders stolz“, so Wiesberger.

Auch in den darauffolgenden Jahren war Wiesberger Dauergast auf der European Tour und konnte zahlreiche gute Resultate verbuchen. Darunter zu finden ist ein geteilter dritter Platz beim Portugal Masters 2013, der geteilter zweite Rang bei der Malaysian Open 2014 oder die dritte Position beim Qatar Masters 2015 sowie der Sieg in Frankreich im selben Jahr.

Auf seine Turniere bereitet sich Wiesberger übrigens am liebsten mit eingänglichen Rock-Hymnen vor wie etwa von den Red Hot Chili Peppers oder den Foo Fighters vor, die er vor jeder Turnierrunde hört, um sich ausreichend zu motivieren. „Es hat ja jeder Spieler seine eigene Art, sich auf eine Turnierrunde einzustimmen. Gut vorbereitet und gelaunt zu sein, wenn es Richtung erstes Tee geht, ist meine Vorbereitung – Musik hilft mir dabei“, so der österreichische Golfer.

Auf geht’s zur PGA Tour

Aufgrund guter Ergebnisse auf der European Tour – und einem Sieg auf der Asian Tour 2013 beim CIMB Niaga Indonesian Masters 2013 – kletterte Wiesberger mit den Jahren immer weiter nach oben in der Weltrangliste, so dass er nun auch bei PGA Turnieren mitspielen und sogar an einigen Majors teilnehmen konnte. Beim ISPS HANDA World Cup of Golf 2013 holte er sich beispielsweise den  geteilten zwölften Platz und wurde bei der Cadillac Championship 2015 – an der nur die besten Spieler der Welt teilnehmen dürfen –  geteilter 31ster. Die PGA-Tour-Karriere von Bernd Wiesberger steckt spätestens seit 2015 nicht mehr in den Kinderschuhen. In jenem Jahr nämlich konnte er sich unter den Top 50 der Welt als feste Größe etablieren. Um an höhere Preisgelder zu gelangen und an weiteren prestigeträchtigen Turnieren in den USA teilnehmen zu können, könnte der Österreicher jedoch in den nächsten Jahren jedoch noch den einen oder anderen Blick über den großen Teich riskieren und dort an weiteren Wettbewerben teilnehmen.

Wiesbergers großes Ziel: ein Major-Gewinn

Nur im Bereich der Majors kann Wiesberger zur Zeit noch keine großen Erfolge feiern und muss weiter auf sein erstes Top-Ten-Ergebnis hoffen. Es geht jedoch aufwärts: verpasste der Wiener bei der US Open und der Open Championship 2014 noch den Cut, konnte er bei der PGA Championship schon über einen  geteilten 15. Platz jubeln, 2015 schaffte er es beim Masters auf den geteilten 22. Rang.

Da Bernd Wiesberger sich aktuell auch weiter unter den Top 50 Spieler im OWGR befindet, werden auch in diesem Jahr wieder Teilnahmen an den Majors erfolgen, so dass es dann für den Österreicher heißen wird: neues Spiel, neues Glück – und vielleicht ein Major-Titel!

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