Martin Kaymer

Martin Kaymer ist Deutschlands bester Golfer. Er lochte beim Ryder Cup 2012 den entscheidenden Putt für das europäische Team und war nach Bernhard Langer der zweite Deutsche, der jemals auf den ersten Platz der Golf-Weltrangliste gelangte. 2014 spielt Martin Kaymer auf der PGA Tour in den USA und auf der European Tour.

Volvo World Match Play Championship - Martin Kaymer
Spieler Profil

Martin Kaymer

  • Deutschland
  • Swings: R
  • Pro seit: 2005
  • Geburtstag 28.12.1984
  • Geburtsort Mettmann, GER
  • Größe 1,84 M
  • Weltranglistenposition 12
  • Preisgeld EUROPEAN TOUR 16.972.932€, PGA TOUR $4.007.537
  • Letztes Turnier Ryder Cup
  • Aktuelles Turnier Alfred Dunhill Links Championship
  • Nächstes Turnier

Beinahe wäre der am 28. Dezember 1984 geborene Martin Kaymer Fußballprofi geworden. Bereits mit sechs Jahren kickte er leidenschaftlich gegen die Lederkugel und das nicht schlecht: Als 14-Jähriger spielte das Sportass bei Fortuna Düsseldorf und in der Niederrheinauswahl. Doch sein Herz gehörte dem kleinen Golfball.

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Der Fade ist sein Schlag

Ein Fade zeichnet sich durch ein Links-Rechts-Kurve aus. Martin Kaymer beherrscht diesen Schlag beinahe blind. Nur an schlechten Tagen ist die Kurve nicht kontrollierbar. Kaymer ist ein sehr konstanter Ball-Striker, weshalb er in den USA auch als Roboter bezeichnet wird. Dies kann auch als Kompliment für einen konstanten Schwung aufgefasst werden. Zu seinen Schwächen gehört das Chippen, weshalb er sich bei der Players Championship selbst als “Softegg” bezeichnete, als er einen Ball vor dem Grün puttete und nicht zum Wedge griff. Das ist natürlich Kritik auf hohem Niveau und im Grunde ist ganz Deutschland stolz auf Martin und seine tollen Leistungen.

Kaymer lochte den entscheidenden Putt von Medinah

In Gleneagles steht Martin Kaymer vor seiner dritten Ryder-Cup-Teilnahme für Europa. Seine Gesamtbilanz macht mit 3-2-1 (G-V-U) und insgesamt 3 1/2 Punkten für Europa einen guten Eindruck. Hoffentlich kann er diese bereits gute Bilanz in Schottland noch ein wenig ausbauen. Wenn man an Martin Kaymer und den Ryder Cup denkt, werden auch in vielen Jahren alle Fans nur von einem Schlag sprechen. Einem Putt, dem Putt, der uns den Sieg in Medinah bescherte. Etwas weniger als zwei Meter, leicht bergauf und mit einem Mini-Break nach links. Ein echter Zitterputt für jeden Golfer auch für einen Profi. Doch Kaymer verwandelte diese riesige Chance und setzte sich damit ein Denkmal für die Ewigkeit. Wahnsinn.

Das Talent liegt in der Familie

Sein Talent legten die Eltern ihrem Sohn früh in die Wiege. Die ganze Familie ist dem Golfvirus verfallen: Papa Horst (Hcp. -4) brachte Bruder Philip (Hcp. +1; war 2007 auch Caddie seines Bruders) und Martin (+4,8) mit zehn Jahren zum Golfen. Mit 15 musste sich das sportliche Multitalent entscheiden: Golf oder Fußball. Martin Kaymer entschied sich für den Golfsport mit der Begründung, dass er “nicht mehr von den Leistungen der Mitspieler abhängig sein“ wollte. Eine Entscheidung, die sich als goldrichtig entpuppte.

Schneller Aufstieg in die European Tour

In seiner Amateurzeit verbuchte Martin Kaymer zahlreiche Teilnahmen an renomierten Turnieren, dazu zählen unter anderem die St. Andrews Trophy und die als Team-Weltmeisterschaft geltende Eisenhower Trophy. Aber Kaymer konnte in seiner Amateurkarriere auch Siege einfahren. So gewann er 2004 nicht nur die Deutsche Meisterschaft der Herren, sondern auch ein Jahr zuvor die Internationalen Amateurmeisterschaften von Österreich.

2006 wechselte der in Scottsdale lebende Deutsche ins Profilager. Das Ausnahmetalent erregte schnell die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, als er auf einem Profigolfturnier eine 59er-Runde spielte – bis heute die beste Runde eines deutschen Profis. Danach stieg er innerhalb eines Jahres von der EPD- über die Challenge- in die European-Tour auf. 2008 folgte der erste Sieg, 2010 siegte er bei der PGA-Championship.

Seine größten Erfolge holte der gebürtige Mettmanner im Team: Beim Ryder-Cup-Erfolg 2010 steuerte er 2,5 Punkte zum Teamerfolg bei und 2012 lochte er den entscheidenden Putt zum Sieg der Europäer ein. Deutschlands Golf-Elite kürte den Star bereits sechsmal zum „Player of the Year“, 2010 wurde er zudem Erster beim Race to Dubai und Golfer des Jahres der European Tour.

Auch 2014 war mit bisher zwei großen Siegen ein sehr erfolgreiches Jahr für Martin Kaymer. Anfang Mai glänzte er auf dem schwierigen Stadium Course des TPC Sawgrass mit einer starken Leistung und einem Gesamtscore von -13. Diesen großen Sieg bei der Players Championship überbot Kaymer im Juli mit seinem beeindruckenden Triumphzug bei der US Open in Pinehurst.

Als Düsseldorfer hat Martin Kaymer den 1.FC Köln im Herzen

Doch die Erfolge haben Martin Kaymer nicht abheben lassen. Große Emotionen sind ihm fremd. Kaymer erarbeitet sich ruhig und fast stoisch seinen Erfolg. Er arbeitet hart an sich. Ein alltägliches Training beinhaltet zuerst eine 18er-Auftaktrunde, ehe er zwei Stunden an den „Problemschlägen“ arbeitet. Danach geht es ab in den Kraftraum, ehe er den Tag auf der Driving-Range ausklingen lässt. Seine Hobbies sind Kartfahren, Fußball, Joggen und Basketball – schwer vorstellbar, wann er dem bei seinem strammen Trainingspensum fröhnen kann.

Coach Günter Kessler, der Kaymer seit seinem 13. Lebensjahr betreut, beschreibt seinen Schützling  als ruhig und höflich – auf und neben dem Platz. Er sei ein Gentleman und verliere nie ein böses Wort gegen sich oder seine Mitspieler. Seinen Talisman hat der 20-fache Turniersieger immer dabei: ein Handtuch mit dem Vereins-Emblem vom 1. FC Köln. Als Glücksritual wischt der große Fan des Geißbock-Klubs vor jedem Schlag damit seine Schläger trocken.

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