Martin Kaymer

Martin Kaymer ist Deutschlands bester Golfer. Er ist zweifacher Major-Sieger, lochte beim Ryder Cup 2012 den entscheidenden Putt für das europäische Team und war nach Bernhard Langer der zweite Deutsche, der jemals auf den ersten Platz der Golf-Weltrangliste gelangte.

Martin Kaymer
Spieler Profil

Martin Kaymer

  • Deutschland
  • Swings: R
  • Pro seit: 2005
  • Geburtstag 28.12.1984
  • Geburtsort Mettmann, GER
  • Größe 1,84 M
  • Weltranglistenposition 21
  • Preisgeld EUROPEAN TOUR 17.672.657€, PGA TOUR $8.687.498
  • Letztes Turnier Wyndham Championship
  • Aktuelles Turnier
  • Nächstes Turnier KLM Open

Ergebnisse Martin Kaymer in 2015

Ergebnisse Martin Kaymer

Saison Datum Tour Turnier Pos To Par R1 R2 R3 R4 Total
2015 6.11 - 9.11 European Tour WGC HSBC Champions T6 -8 69 72 66 73 280
2015 4.12 - 7.12 European Tour Nedbank Golf Challenge T21 4 74 75 71 72 292
2015 15.1 - 18.1 European Tour Abu Dhabi Golf Championship 3 -17 64 67 65 75 271
2015 29.1 - 1.2 European Tour Omega Dubai Desert Classic T4 -15 67 69 73 64 273
2015 26.2 - 1.3 PGA Tour The Honda Classic T44 5 68 75 72 70 285
2015 5.3 - 8.3 World Golf Championship WGC - Cadillac Championship T31 3 71 76 71 73 291
2015 5.3 - 8.3 World Golf Championship WGC - Cadillac Championship T31 3 71 76 71 73 291
2015 26.3 - 29.3 PGA Tour Valero Texas Open - 18 82 80 -- -- 162
2015 2.4 - 5.4 PGA Tour Shell Houston Open - 0 70 74 -- -- 144
2015 9.4 - 12.4 Major The Masters - 0 - - - - 0
2015 9.4 - 12.4 Major Masters Tournament MC 7 76 75 -- -- 151
2015 7.5 - 10.5 PGA Tour THE PLAYERS Championship T56 0 69 72 71 76 288
2015 21.5 - 24.5 European Tour BMW PGA CHAMPIONSHIP T18 -6 72 71 69 70 282
2015 28.5 - 31.5 European Tour Irish Open T69 6 79 69 - 148
2015 18.6 - 21.6 Major US Open Golf 2015 - 6 72 74 -- -- 146
2015 25.6 - 28.6 European Tour BMW International Open T78 -1 72 71 - 143
2015 2.7 - 5.7 European Tour Alstom Open de France 4 -7 69 69 69 70 277
2015 16.7 - 19.7 Major 144th OPEN CHAMPIONSHIP T1 0 - - 0
2015 16.7 - 20.7 Major The Open Championship T12 -9 71 70 70 68 279
2015 6.8 - 9.8 European Tour / WGC WGC – Bridgestone Invitational T45 5 70 71 71 73 285
2015 6.8 - 9.8 World Golf Championship WGC - Bridgestone Invitational T45 5 70 71 71 73 285
2015 13.8 - 16.8 Major US PGA CHAMPIONSHIP - 0 - - - - 0
2015 13.8 - 16.8 Major PGA Championship T12 -10 70 70 65 73 278
2015 20.8 - 23.8 PGA Tour Wyndham Championship T14 -12 64 68 70 66 268

 

Beinahe wäre der am 28. Dezember 1984 geborene Martin Kaymer Fußballprofi geworden. Bereits mit sechs Jahren kickte er leidenschaftlich gegen die Lederkugel und das nicht schlecht: Als 14-Jähriger spielte das Sportass bei Fortuna Düsseldorf und in der Niederrheinauswahl. Doch – zum Glück – hat er sich für das Spiel mit dem kleinen weißen Ball entschieden. Er gehört zu den besten Golfern der Welt und ist bekannt dafür, trotz des großen Erfolgs stets am Boden geblieben zu sein.

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Martin Kaymer – Der Fade ist sein Schlag

Martin Kaymers besondere Stärke ist der “Power-Fade”. Ein Fade zeichnet sich durch eine Links-Rechts-Kurve aus, Martin Kaymer beherrscht diesen Schlag wie kaum ein anderer. Er zählt darüber hinaus zu den konstantesten Ball-Strikern der globalen Golfszene, weshalb man ihn in den USA auch unter dem Spitznamen “german machine” kennt. Der schwächste Teil seines Spiels ist das kurze Spiel rund um das Grün, speziell das Chippen. Er selbst bezeichnete sich bei der Players Championship 2014 als “Softegg”, zu deutsch “Weichei”, als er einen Ball vor dem Grün puttete und nicht zum Wedge griff.

Kaymer lochte den entscheidenden Putt von Medinah

In Gleneagles hat Martin Kaymer 2014 Europa zum dritten Mal beim Ryder Cup vertreten. Seine Gesamtbilanz macht mit 4-4-2 (G-V-U) und insgesamt 5,5 Punkten für Europa einen soliden Eindruck. Doch werden Martin Kaymer und der Ryder Cup auch noch in vielen Jahren mit einem ganz bestimmten Schlag aus dem Jahr 2012 verknüpft sein: Der Putt, der Europa nach einer historischen Aufholjagd am Finaltag das “Miracle of Medinah” bescherte. Es war ein Putt von knapp zwei Metern, leicht bergauf und mit einem Mini-Break nach links. 1991 hatte Bernhard Langer in einer ähnlichen Situation den Sieg für Europa verschenkt. Ein echter Zitter-Schlag also, für jeden Golfer, auch für einen Profi. Doch Kaymer hielt dem Druck stand, verwandelte sicher und drückte Europas einzigartiger Aufholjagd seinen Stempel auf.

Das Talent liegt in der Familie

Sein Talent legten Martin Kaymers Eltern ihrem Sohn in die Wiege. Die ganze Familie ist dem Golfvirus verfallen: Papa Horst (Hcp. -4) brachte Bruder Philip (Hcp. +1; Manager seines Bruders) und Martin (+4,8) mit zehn Jahren zum Golfen. Mit 15 musste sich das sportliche Multitalent entscheiden: Golf oder Fußball. Martin Kaymer entschied sich für die Einzelsportart Golf, er alleine wollte Schmied seines Erfolgs und “nicht mehr von den Leistungen der Mitspieler abhängig“ sein.

Martin Kaymers schneller Aufstieg in die Weltspitze

In seiner Amateurzeit verbuchte Martin Kaymer zahlreiche Teilnahmen an renommierten Turnieren, dazu zählen unter anderem die St. Andrews Trophy und die als Team-Weltmeisterschaft geltende Eisenhower Trophy. Auch gewann er 2004 nicht nur die Deutsche Meisterschaft der Herren, sondern auch ein Jahr zuvor die Internationalen Amateurmeisterschaften von Österreich.

Ende 2005 wechselte der Deutsche mit Winter-Trainingsresidenz in Scottsdale, Arizona, ins Profilager. Das Ausnahmetalent erregte schnell die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, spätestens als er während seines Durchmarschs auf der Challenge Tour dem exklusiven 59er-Club beitrat – bis heute ist es die beste Runde eines deutschen Profis. Er stieg innerhalb eines Jahres von der EPD- über die Challenge- in die European-Tour auf. 2008 folgte der erste Sieg bei der Abu Dhabi Golf Championship, 2010 holte er sich mit der PGA-Championship sein erstes Major, 2014 kam mit der US Open das zweite hinzu.

Weitere große Erfolge holte der gebürtige Mettmanner im Team: Beim Ryder-Cup-Erfolg 2010 steuerte er 2,5 Punkte zum europäischen Sieg bei, 2012 lochte er den entscheidenden Putt in Medinah, auch 2014 verhalf er Team Europa zum Sieg in Gleneagles. Deutschlands Golf-Elite kürte den Star zudem bereits sechsmal zum „Player of the Year“, 2010 gewann er zudem das Race to Dubai und wurde zum “Golfer of the Year” der European Tour gewählt.

2014 war mit drei großen Siegen insgesamt ein sehr erfolgreiches Jahr für Martin Kaymer. Anfang Mai glänzte er auf dem schwierigen Stadium Course des TPC Sawgrass mit einer starken Leistung und einem Gesamtscore von -13. Diesen großen Sieg bei der Players Championship überbot Kaymer im Juli mit seinem beeindruckenden Triumphzug bei der US Open in Pinehurst – Kaymer deklassierte die versammelte Weltelite und gewann mit acht Schlägen Vorsprung, womit er sich für weitere zehn Jahre für die US Open qualifizierte.

Ein weiteres Highlight 2014 folgte, als Martin Kaymer mit seinen europäischen Teamkollegen in Gleneagles den dritten Ryder-Cup-Sieg in Folge feiern konnte. Vor allem am Finaltag packte der deutsche Pro sein bestes Golf aus und schlug Bubba Watson mit 4 & 2. Einen krönenden Abschluss fand das Golfjahr 2014 für Martin Kaymer mit seinem Sieg beim PGA Grand Slam of Golf. Hierbei schlug er die anderen Major-Sieger des Jahres.

Nach dem erfolgreichen Jahr 2014 ging es für Kaymer 2015 zunächst gut weiter. Mit zwei Top 5-Platzierungen Anfang des Jahres bei der European Tour, gelang ihm ein guter Jahreseinstieg. Doch die Ernüchterung folgte wenig später. Mit drei verpassten Cuts bei der Valero Texas Open, der Shell Houston Open und dem Masters, einem T56. Rang bei der Players Championship, an Stelle einer Titelverteidigung und einem ebenfalls verpassten Cut bei der BMW International Open in München, steckt Martin Kaymer in einem Formtief. Bei der PGA Championship 2015 kehrte er an die Stätte seines ersten Majorsieges zurück. Bei seiner Rückkehr nach Whistling Straits kam er nicht über ein geteilten zwölften Platz hinaus.

Als Düsseldorfer hat Martin Kaymer den 1. FC Köln im Herzen

Martin Kaymer erarbeitet sich ruhig und fast stoisch seinen Erfolg. Ein alltägliches Training beinhaltet zuerst eine 18er-Auftaktrunde, ehe er zwei Stunden an den „Problemschlägen“ arbeitet. Danach geht es ab in den Kraftraum, ehe er den Tag auf der Driving Range ausklingen lässt. Seine Hobbies sind Kartfahren, Fußball, Joggen und Basketball.

Coach Günter Kessler, der Kaymer seit seinem 13. Lebensjahr betreut, beschreibt seinen Schützling  als ruhig und höflich – auf und neben dem Platz. Er sei ein Gentleman und verliere nie ein böses Wort gegen sich oder seine Mitspieler. Seinen Talisman hat der 20-fache Turniersieger immer dabei: ein Handtuch mit dem Vereins-Emblem vom 1. FC Köln. Als Glücksritual wischt der große Fan des Geißbock-Klubs vor jedem Schlag damit seine Schläger trocken.

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