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US Masters 2018: Bernhard Langer unter Par am Moving Day

Bernhard Langer trotzt beim US Masters 2018 dem Regenwetter, während Martin Kaymer strauchelt. Tiger Woods verbessert.

Bernhard Langer zeigt am Moving Day des US Masters 2018 seine bislang beste Leistung. (Foto: Getty)
Bernhard Langer zeigt am Moving Day des US Masters 2018 seine bislang beste Leistung. (Foto: Getty)


Man hätte bangen können, ob der für einen 60-Jährigen ohnehin schon lange Par-72-Kurs des US Masters bei kühlen und regnerischen Bedingungen nicht zu lang ist. Doch Bernhard Langer bewies das Gegenteil und zeigte am Moving Day im Augusta National seine bislang beste Leistung. Der Anhausener blieb auf einer unspektakulären Runde mit zwei Birdies und einem Bogey insgesamt einen Schlag unter Par. Die etwas weicheren Grüns begünstigten die langen Eisen-Schläge, die Langer üblicherweise aufgrund seiner körperlichen Defizite gegenüber den teilweise 40 Jahre jüngeren Spielern ins Grün bleiben. Mit seiner 71er Runde machte Langer einige Postionen vor dem Finaltag gut und liegt nun insgesamt bei drei über Par für das Turnier.

"Ich habe heute gut gespielt und auch gut geputtet. Es war mehrere Male ganz knapp", haderte Langer im Anschluss an die Runde ein wenig mit seinen vergebenen Chancen. Zum Beispiel auf den Löchern 10, 15, 16 oder 18 wären Schlaggewinne durchaus möglich gewesen, so der 60-Jährige. Dass er nun einen Schlag vor Tiger Woods liegt, überrascht ihn nicht: "Ich habe ihn schon einige Male geschlagen." Die Bedingungen waren für Langer trotz des Regens fair und gut spielbar: "Es war kein Matsch oder Dreck am Ball, was das Spiel immer sehr schwierig macht. Aber wenn ich hier gut abschneiden will, muss mein ganzes Spiel nahezu perfekt sein. Sonst tue ich mich schwer, denn ich bin immer weiter weg als die anderen."
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Martin Kaymer setzt Auf und Ab beim US Masters fort

Martin Kaymer notierte am dritten Tag des US Masters 2018 seine zweite 74er Runde (+2). Zwei Birdies gelangen dem Mettmanner, die vier Bogeys gegenüberstanden. Vor allem sein Plan, die Par-5-Löcher "aggressiv zu spielen", sei "ab und an nach hinten losgegangen". An keiner der vier langen Bahnen im Augusta National GC hatte Kaymer einen Eagle-Putt, stets legte er vor bzw. musste er nach verzogenen Abschlägen vorlegen. An Loch 13 dreiputtete er zudem und kassierte ein Bogey. Überhaupt hatte der 33-Jährige selbst aus kurzer Distanz Probleme, einzulochen. Zwei Schlagverluste resultierten aus verfehlten Putts aus rund einem Meter. Am letzten Loch gelang Kaymer dann doch einmal ein längerer Putt aus dem Vorgrün zum Birdie. Dennoch geht er aus dem letzten Drittel des Feldes in den Finaltag des US Masters 2018.

"Der Platz war heute machbar", gab Martin Kaymer nach der Runde zu, doch er habe sich "zu wenige Chancen gegeben". Überhaupt zeigte sich Kaymer trotz seiner erneuten über-Par-Runde sehr offen. "Wäre das hier kein Major, würde ich wohl nicht hier spielen." Zwar habe er den Platz nie "gehasst", doch dass er seine Schwierigkeiten mit den vielen Abschlägen hat, die einen Draw erfordern, ist kein Geheimnis. Die Herausforderung nehme er dennoch jedes Jahr gern an und dies könne dann sogar "Spaß" machen. Seine drei Runden von 74, 73 und 74 Schlägen beim US Masters 2018 seien "natürlich keine Super-Leistung", doch für seine Verhältnisse durchaus in Ordnung.


Tiger Woods mit seiner besten Runde des US Masters 2018

Auch wenn Tiger Woods wie am zweiten Tag des US Masters 2018 seine Eisen als größtes Problem ausgemacht hatte, blieb auch seine Fairway-Trefferquote am Moving Day im Augusta National GC schwach. Schon auf den ersten beiden Löchern verlor er zwei Schläge. Mittig auf dem Fairway lag er zum ersten Mal auf Bahn 10, trotzdem hatte er zu diesem Zeitpunkt schon zwei Birdies (Loch 6 und 8) notiert. Insgesamt war der 14-fache Majorsieger aber auf der dritten Runde zu häufig damit beschäftigt, Pars zu retten, was ihm allerdings zumeist gelang. Auf der Back Nine des Par-72-Kurses kamen nur noch ein Bogey und ein Birdie hinzu, sodass Woods folglich mit einer Par-Runde ins Clubhaus kam - seine bislang beste Runde beim US Masters 2018.



"Ich habe gekämpft", sagt er nach der Runde gegenüber Sky UK, "aber wieder schwach mit den Eisen gespielt." Mit seinem Driving war er trotz der erschreckenden Qoute "ziemlich zufrieden." Die Bedingungen schätzte Woods besser ein als erwartet: "Der Wind wechselt oft die Richtung aber die Fahnenpositionen sind fair. Man hat uns heute ein bisschen mehr Platz auf den Grüns gegeben." Sogar der Regen habe sein Gutes, so Woods: "Durch die etwas langsameren Grüns kann man heute tiefe Nummern spielen."

Phil Mickelson zwischen Genie und Wahnsinn

Phil Mickelson erlebte gleich am ersten Loch ein Debakel und bürdete sich ein Tripplebogey auf. Der 47-Jährige "feuerte" seinen Abschlag meterweit links in die Bäume. Beim Rettungsversuch touchierte er im Rückschwung einen Ast - und schlug über den Ball. Da er unfraglich den Ball angesprochen hatte, zählte der "Luftschlag" und "Lefty" konnte erst den dritten Schlag wieder aufs Fairway bringen. Auf dem Grün angekommen waren knapp zwei Meter zu viel, um das Doppelbogey zu retten. Nach einem Loch lag der dreifache Masters-Sieger drei über Par. Auf der zweiten Bahn kassierte Mickelson den nächsten Schlagverlust.

Doch der "Zauberer" zeigte spätestens auf Bahn 8, warum er auch mit fast 50 noch zu den Besten der Welt gehört. Mit dem Driver beförderte er seinen Ball vom Fairway über 247 Meter auf drei Meter an die Fahne und lochte zum ersten Eagle am dritten Tag des US Masters 2018. Aufgrund eines Bogey-Finishs stand am Ende der Runde eine 74 (+2) für Mickelson zu Buche. Damit liegt er bei insgesamt sieben über Par für das Turnier weit abgeschlagen auf einem der letzten Plätze.

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1 LESER-KOMMENTAR Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Jürgen Schumann

    Wie kann man nach so einem Abschneiden noch eine positive Bilanz aus seiner Spielweise ziehen ? Wie weit ist es mit dem deutschen Golfsport gekommen, wenn man bereits einen geschafften Cut als sehr gute Leistung sieht. Kaymers Abstieg im Weltniveau geht immer weiter und dies wird wohl so anhalten solange er nicht einsieht daß er sich in einer gewaltigen Formkrise befindet und immer nur andere Dinge heranzieht die daran schuld sind.

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