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Masters: Pleiten, Pech und Pannen – Die schlimmsten Master-Scores

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05. Apr 2016
Rory McIlroy verspielte 2011 seine Führung am Finaltag des Masters durch eine 80er Runde, bei der er des öfteren aus dem "Gemüse" spielen musste. (Foto: Getty)
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Es gibt Tage an denen man besser im Bett geblieben wäre. Diese Profis erlebten diese ausgerechnet beim Masters in Augusta.

Pünktlich zum bevorstehenden Masters jährt sich in diesem Jahr auch der Tag an dem der größte Vorsprung auf einer Finalrunde aus der Hand gegeben wurde zum 20 mal. Es war 1996, als der „White Shark“ Greg Norman mit einem Polster von sechs Schlägen auf die Finalrunde ging und am Ende für einen traurigen Rekord sorgte. Der Australier spielte eine fatale 78er Runde während sein ärgster Verfolger Nick Faldo mit einer 67 ganze elf Schläge gut machte und schließlich mit fünf Schlägen Vorsprung seinen dritten und letzten Masters-Titel gewann.


Eine ähnliche Tragödie erlebte Rory McIlroy im Jahr 2011. Der damals noch sehr junge Nordire startete mit einem Gesamtscore von zwölf unter Par in den Finaltag und spielte sich dort dann jedoch um Kopf und Kragen. Mit einer 80er Runde verschlechterte sich McIlroy um ganze 14 Plätze und verlor acht Schläge. Zur Wiedergutmachung krönte sich der heute 26-Jährige einige Monate später zum U.S. Open Champion und hat nichts desto trotz noch immer eine Rechnung mit dem Augusta National offen.

80er Finalrunde beim Masters wurde noch übertroffen

Ein Trostpflaster wird es für den Nordiren wahrscheinlich nicht sein, aber er schafft es mit seiner 80er Runde am Finaltag nicht einmal in die Top-Ten der schlechtesten Finalrunden. Diese fragwürdige Ehre wird dem US-amerikanischen Amateur Charles Kunkle Jr. zu Teil, der es 1956 fertig brachte am Finaltag eine 95 zu spielen.

Dem nicht genug erzielte er mit Runden von 78, 82, 85 und besagter 95 auch noch den 72-Loch-Negativrekord und durfte ganze 340 Schläge notieren. Die Verantwortlichen veranlasste diese Leistung dazu, ab dem darauffolgenden Jahr 1957 einen Cut nach zwei gespielten Turnierrunden einzuführen und Charles Kunkle Jr. nicht mehr einzuladen.

Kunkle Jr. hält nicht alle Rekorde in Augusta

Trotz seiner zwei „beeindruckenden“ Negativrekorde schaffte es Charles Kunkle Jr. nicht auf die Bestenliste der schlechtesten Ergebnisse an einem einzelnen Loch. Die Spitzenposition in diesem Ranking teilt sich der US-Amerikaner Tom Weiskopf mit dem Japaner „Tommy“ Nakajima. Beide mussten eine 13 auf ihrer Scorekarte notieren, die allerdings auf unterschiedlichen Löchern zu Stande kam. So versenkte Weiskopf insgesamt fünf Bälle im Bach „Rea´s Creek“  des 12. Lochs und spielte auf dem Par drei insgesamt zehn über Par.

Dem Japaner mit dem amerikanischen Spitznamen „Tommy“ gelang dieses Kunststück nur ein Loch weiter auf der 13. Bahn. Auch er fand zweimal den Weg ins Wasser, aber musste sich auch noch zwei Strafschläge notieren, als er versuchte den Ball aus dem Wasser zu spielen. Zum Einen setzten er und sein Caddy den Schläger im Wasserhindernis auf, was verboten ist und zum Anderen traf der Golfball bei dem Versuch aus dem Wasser auch noch seinen Schuh, was ebenfalls mit einem Strafschlag bedacht wird. Damit spielte Nakajima auf dem Par fünf insgesamt acht über Par und wird sich bestimmt noch heute an diesen Tag erinnern.

Auch hohe Scores führen manchmal zum Sieg

Mit Runden von 77 oder 76 gehört man in Augusta normalerweise nicht zu den Titelanwärtern, sondern kämpft eher um den Cut an den ersten beiden Tagen. Das die Grüns an der Magnolia Lane aber auch immer mal wieder ihre Zähne zeigen und selbst die Besten der Besten mit „schlechten“ Runden den Sieg einfahren, haben sowohl Altmeister Sam Snead, Ritter Nick Faldo und der amtierende Open-Champion Zach Johnson bewiesen. Snead und Faldo sicherten sich 1952 bzw. 1989 den Sieg trotz einer jeweiligen 77er Runde.

Zach Johnson spielte im Jahr 2007 nicht nur eine 76er Runde am Moving Day, sondern gewann das Turnier darüber hinaus auch mit dem höchsten Gesamtscore (+1) aller Zeiten und insgesamt 289 Schlägen. Die Bedingungen in diesem Jahr waren extrem schwer und der US-Amerikaner Johnson „chippte“ sich damals mit Sicherheitsschlägen zum Titel.


Der Augusta National Golf Club

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Robin Bulitz

Robin Bulitz - Redakteur bei Golf Post

Robin ist im Alter von 22 Jahren aktiv zum Golfsport gekommen und seitdem Feuer und Flamme. Durch seine sportlichen Erfahrungen im Handball und Tennis konnte er sich schnell mit der kleinen, weißen Kugel arrangieren und kratzt inzwischen am Single-Handicap. Ab Februar 2016 zunächst als Werkstudent, mischt Robin seit August im Tagesgeschäft mit und testet besonders das umfangreiche Equipment auf Herz und Nieren.

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