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Masters Playoff Sieger

07. Apr 2014
Bubba Watson während der Playoffs beim US Masters 2012. (Foto: Getty)
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Bis heute hat das Masters bereits einige Male mit Playoffs geendet. Wir zeigen, wo und wann war ein Stechen nötig war.

1935 – Sieger Gene Sarazen

Bereits das zweite Masters endete mit einem Stechen. 1935 besiegte Gene Sarazen (71-73–144) seinen Konkurrenten Craig Wood (75-74–149). Das erste Stechen in der Masters-Geschichte war gleichzeitig auch das einzige 36-Loch-Playoff. Das war ein Stechen, von dem die meisten Fans vermutlich nicht einmal realisiert haben, dass es existierte, weil es das Turnier war, in dem Gene Sarazen seinen berühmten „Schlag, der auf der ganzen Welt gehört wurde“ schlug. Eine geläufige falsche Annahme ist jedoch, dass ihm dieses Albatros am sechzehnten Loch den Sieg brachte, es verhalf ihm lediglich zum eben genannten Playoff. Der Sieg machte ihn nicht nur zum ersten Masters Playoff Sieger, sondern auch zu einem der wenigen Golfer, die jemals einen Grand Slam geschafft haben, also alle vier Majors gewannen. Sein Gegner hingegen war der Erste, der alle vier Majors in Playoffs verloren hat (obgleich er später noch zwei von ihnen gewann, einschließlich des Masters 1941).


1942 – Byron Nelson schlägt Ben Hogan

Beim Masters 1942 schlug Byron Nelson (Score im Stechen: 69) Ben Hogan (Score im Stechen: 70), gegen den er bereits fünfzehn Jahr früher schon einmal ein Turnier gewonnen hatte, als die beiden erst fünfzehn Jahre alt waren. Der Gewinn beim Playoff 1942 war Nelsons zweiter Sieg bei einem Major durch ein Playoff. Bei Hogan war es hingegen das erste von zwei Malen, dass er ein Masters-Playoff verlor.

1954 – Sam Snead besiegt Ben Hogan

Im Jahr 1954 gewann Sam Snead (70) ebenfalls gegen Ben Hogan (71). Dies war Hogans zweite verpasste Chance auf den Sieg durch das Verlieren eines Playoffs bei den Masters. Er ist bis heute der einzige Golfer, der zweimal ein Masters-Playoff verlor, im Gegensatz zu Sam Snead, der sich mit dem Playoff-Sieg seinen dritten Masters-Titel sicherte.

1962 – Arnold Palmer schlägt Gary Player und Dow Finsterwald

Das erste 3-Mann-Playoff der Turniergeschichte fand beim Masters 1962 statt, als Arnold Palmer (68) sowohl Gary Player (71) als auch Dow Finsterwald (77) besiegte. Arnold Palmer holte im Zuge dieses Playoffs zum dritten Mal den Titel. Es war eine Art Rache von Palmer an Player, der ihm ein Jahr zuvor den Titel verwehrte, indem er ihn während des Turniers erst ein- und später überholte.

1966 – Jack Nicklaus besiegt Tommy Jacobs und Gay Brewer

Das nächste Playoff 1966 war ebenfalls wieder ein 3-Mann-Playoff. Es war der zweite Masters-Sieg in Folge für Jack Nicklaus (70), der Tommy Jacobs (72) und Gay Brewer (78) schlug und damit als erster Golfer in die Masters-Geschichte einging, der das Turnier zwei Jahre hintereinander gewann. Brewer gewann die Masters nur ein Jahr später.

1970 – Das letzte 18-Loch-Playoff – Billy Casper siegt

1970  fand das letzte 18-Loch-Playoff statt, bevor auf das KO-System umgestellt wurde. Es traten zwei Spieler gegeneinander an, die in San Diego gemeinsam aufgewachsen waren: Billy Casper (69) und Gene Littler (74). Es war der zweite von Billy Caspers zwei Siegen in einem der Majors via Playoff und sein dritter von drei Major-Siegen. Für Gene Littler war es das erste von insgesamt zwei Mal, dass er eines der Majors im Playoff verlor.

1979 – Fuzzy Zoeller gewinnt gegen Ed Sneed

Das erste Playoff nach KO-System gewann Fuzzy Zoeller (4-3) im Jahr 1979. Er setzte sich gegen Ed Sneed (4-4) und Tom Watson (4-4) durch. Ed Sneed führte mit noch drei zu spielenden Löchern, spielte aber alle über Par. Zoeller gewann mit einem Birdie am zweiten Extraloch, als sowohl Sneed als auch Watson nicht unter Par spielten.

1982 – Craig Stadler schlägt Dan Pohl

1982 besiegte Craig Stadler (4) seinen Konkurrenten Dan Pohl (5) bereits am ersten Extraloch. Stadler war nur deshalb im Playoff, weil er eine 6-Schläge-Führung mit noch neun zu spielenden Löchern verpasste.

1987 – Larry Mize besiegt Greg Normann und Seve Ballesteros

Larry Mize (4-3) gewann auf spektakuläre Weise das Playoff 1987 gegen Greg Norman (4-4) und Seve Ballesteros (5). Ballesteros verlor bereits am ersten Extraloch, am zweiten sicherte Mize sich den Sieg mit einem berühmten 140-Fuß-Chip, der als Birdie ins Loch ging.

1989 – Nick Faldo gewinnt gegen Scott Hotch

Im Jahr 1989 sicherte sich Nick Faldo (5-3) den Playoff-Sieg gegen Scott Hotch (5-4) mit einem Birdie am zweiten Playoff-Loch und damit den ersten seiner drei Masters-Siege. Beinahe hätte Scott Hotch am ersten Loch das Rennen gemacht, aber er verpasste einen kurzen Birdie-Putt.

1990 – Nick Faldo besiegt Raymond Floyd

Nick Faldo (4-4) wurde im Folgejahr 1990 schon wieder Masters-Sieger im Playoff, diesmal gegen Raymond Floyd (4-5). Der Sieg für Faldo kam am zweiten Playoff-Loch, als Floyd über Par spielte. Im Alter von 48 Jahren hatte Floyd versucht, der älteste Sieger der Masters zu werden, doch Faldos Aufholen machte ein Stechen notwendig.

2003 – Mike Weir gewinnt gegen Len Mattice

2003 spielte Mike Weir (5) nach einer komplett Bogey-freien Finalrunde am ersten Playoff-Loch über Par, gewann aber trotzdem gegen Len Mattice (6), also dieser zwei Bogeys spielte. Weir wurde somit der erste Linkshänder und ebenso der erste Kanadier, der das Masters gewann.

2005 – Tiger Woods schlägt Chris DiMarco

Tiger Woods (3) musste trotz einem spektakulären Chip 2005 gegen Chris DiMarco (4) im Playoff antreten. Welcher legendäre Chip? In der Finalrunde schlug Woods einen Chip weg vom Loch und die Steigung trug den Ball zurück zum Loch, wo er auf der Kante hängen blieb, bevor er schließlich hineinfiel. Nach diesem Chip führte Woods, spielte aber die letzten beiden Löcher über Par und ließ damit Chris DiMarco aufholen. Das Playoff gewann Woods mit einem Birdie am ersten Extraloch.

2009 – Angel Cabrera besiegt Kenny Perry und Chad Campbell

Ähnlich wie Woods 2005 erging es Kenny Perry (4-5) beim Masters 2009. Eigentlich hätte er das Turnier regulär gewonnen, spielte aber zwei Löcher über Par und ging ins Playoff gegen Angel Cabrera (4-4) und Chad Campbell (5). Campbell flog schon am ersten Extraloch heraus und Cabrera setzte sich gegen Perry am zweiten Playoff-Loch durch, als dieser über Par spielte.

2012 – Bubba Watson gewinnt gegen Louis Oosthuizen

Beim Playoff des Masters 2012 bekam Bubba Watson das Green Jacket nach einem spektakulären Wedge Shot am zweiten Playoff-Loch aus dem Wald heraus bis etwa 15 Fuß vor die Fahne. Das verhalf ihm zum Sieg, da Oosthuizen über Par spielte.

2013 – Adam Scott triumphiert über Angel Cabrera

Bei der Austragung 2013 beendeten Scott und Cabrera das Turnier beide mit einem Birdie und lagen somit bei neun Schlägen unter Par und 279 gleichauf. Beide spielten am ersten Playoff-Loch Par, am zweiten Extraloch gelang beiden eine großartige Annäherung und ein toller Putt. Cabrera war zuerst an der Reihe und verfehlte das Loch um ein winziges Stück, Scott zog nach und lochte das Birdie, um den Sieg mit nach Hause zu nehmen.

(Anmerkung: Die Ergebnisse sind in Klammern hinter den Namen der Spieler aufgeführt. Bei den ersten Masters-Austragungen erforderte ein Stechen noch 36 Löcher, später waren es 18 Löcher. Seit 1976 wird beim Masters jedes Playoff nach KO-System ausgetragen.)

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Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

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