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BMW International Open: Kieffer und Ritthammer stärkste Deutsche

23. Jun 2016
Max Kieffer liegt nach einer durchwachsenen Runde beim Turnier im heimischen Rheinland im Mittelfeld. (Foto: Getty)
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Zum Auftakt der BMW International Open muss Max Kieffer ohne sein Bag ran. Bernd Wiesberger unterstreicht Titelambitionen.

Blauer Himmel und Sonne satt beim Auftakt der BMW International Open in Pulheim bei Köln. Zum dritten Mal gastiert das deutsche Traditionsturnier im Golf Club Gut Lärchenhof. Klar, dass auch aus Deutschland ein großes Aufgebot im Feld präsent ist. In Führung liegt jedoch derzeit ein Franzose: Raphael Jacquelin hat bei sieben Schlägen unter Par die Führung inne, aber reichlich Konkurrenz im Nacken. So haben beispielsweise sowohl der Österreicher Bernd Wiesberger als auch der Titelverteidiger Pablo Larrazabal nur drei Schläge Abstand zur Spitze.

Max Kieffer: „Besseren Score verdient“

Gerade erst aus den Staaten angereist – allerdings ohne seine Bag, das auf der Reise verloren ging – ist Max Kieffer. Der ließ auf seiner Runde wahrlich nichts aus: Vom Eagle bis zum Triplebogey war alles dabei. Dank eines versöhnlichen Birdiefinishs beschloss er den Turniertag aber trotz „sehr schwieriger Runde“ noch bei -1 und ist auf T40 neben Bernd Ritthammer der beste Deutsche im Feld. Golf Post verriet er aber, dass er besonders seinen samt restlichem Equipment verschwundenen Putter schmerzlich vermisst – und warum er eigentlich einen besseren Score verdient gehabt hätte:


Bernd Ritthammer bot im Vergleich zu seinem Landsmann ein Bild der Konstanz: Drei Birdies und zwei Bogeys notierte der 29-Jährige während seiner Auftaktrunde. Auch wenn die Runde, die er wegen des langsamen Spiels am ersten Tag erst spät beenden konnte, ganz anders artete als die von Kieffer, liegt er bei -1 neben ihm auf T40. Er habe „sehr sehr gut gespielt“, sagte er später, sei aber „ein klein bisschen zu doof“ gewesen, den Ball einzulochen.

Marcel Siem und Alex Cejka bauen hinten raus ab

Auf der Back Nine gestartet unterlief Marcel Siem auf dieser kein einziger Fehler. Die beiden langen Par-5-Bahnen nutzte er, um sich auf zwei unter Par zu spielen. Diesen Schwung nahm Siem dann mit auf seine zweiten Neun, auf die er mit zwei Birdies startete, mit denen er zwischenzeitlich gar an der Spitze lag. Dann ließ der Ratinger aber nach und büßte fünf Schläge innerhalb von drei Löchern ein. Mit einem Birdie auf der 7 (Video unten) fing Siem sich kurzzeitig wieder, beendete seine Runde aber letztlich mit Bogey und kehrte mit eins über Par auf T82 zurück ins Clubhaus.


„Wenn man die Drives nicht auf die Bahn bekommt, kriegt man tierische Probleme“, so Siem nach seiner Rückkehr, „und das Rough ist sehr hoch. Der Sache bin ich am Anfang gut aus dem Weg gegangen, doch am Ende hat es leider nicht mehr geklappt.“ Schließlich seien die Putts am Ende nicht mehr so gefallen, wie er sich das gewünscht habe.

Auch Alex Cejka, der als seltener Gast auf der European Tour aus den Vereinigten Staaten angereist ist, hätte sich sicher ein anderes Finish gewünscht. Aus einem Schlag unter Par wurde dank eines abschließenden Bogeys doch nur die Parrunde und der geteilte 63. Rang. Er habe „auf den zweien Neun zu viele Fairways verfehlt, vor allem an den Fünfer-Löchern“, resümierte er.

Bernd Wiesberger mit Anschluss zur Spitze

Einen vielversprechenderen Start in die BMW International Open erwischte Bernd Wiesberger. Nach einem anfänglichen Bogey spielte er sich mit sechs Schlaggewinnen auf elf Löchern nach ganz oben im Tableau. Gegen Ende seiner Runde musste er aber zwei Bogeys hinnehmen. Mit dem starken Putt auf seinem letzten Loch zum Birdie hält er bei vier Schlägen unter Par als geteilter Sechster aber trotzdem den Anschluss zur Spitze.

Bernd Wiesberger in Runde 1. (Foto: Golf Post)

Bernd Wiesberger in Runde 1. (Foto: Golf Post)

Mit dem sonnigen und heißen Wetter ist der gebürtige Wiener durchaus zufrieden. Man müsse die Bedingungen ganz einfach so nehmen, wie sie sind, sagte er nach seiner Runde. Zum Rezept für ein gutes Spiel auf dem von Jack Nicklaus designten Platz sagte er: „Man muss wirklich gut driven und dann hat man Chancen. Wenn man das Fairway trifft, dann kann man einige Birdies machen.“

Sein Landsmann Lukas Nemecz begann das Turnier weniger vielversprechend. Nach ein wenig Auf und Ab auf den hinteren Neun musste er auf den vorderen ein Doppelbogey hinnehmen und beendete seinen Auftakt mit zwei Schlägen über Par auf dem geteilten 101. Platz.

Restliche Deutsche starten durchwachsen

Die Amateur-Geschwister Paul, die mit ihrer Teilnahme an dem Turnier als erstes Zwillingspaar auf der European Tour Geschichte schreiben, können mit ihrem Auftritt zufrieden sein. Jeremy blieb bei Even Par für die Runde und rangiert auf T63, sein Zwillingsbruder Yannik liegt bei +1 auf T82. Philipp Mejow gelang dank seines konstanten Spiels ebenfalls die Parrunde. Lediglich dreimal wich er von der Platzvorgabe ab – er notierte zwei Bogeys und ein Eagle.

Sorgen um den Cut müssen sich mit jeweils zwei Schlägen über Par seine Kollegen Maximilian Röhrig und Jonas Kolbing machen. Sie liegen damit vor Runde zwei auf dem geteilten 101. Rang. Röhrig, der längere Zeit verletzt war, gab sich enttäuscht, betonte aber: „Das dauert halt Wochen und Monate, bis du dein Spiel wiederfindest. Peu à peu finde ich jetzt besser rein, aber es sind immer noch Baustellen da, die behoben werden müssen.“

Einen ganz besonders bitteren Start aber erwischte Florian Fritsch (+5 | T138). Nur ein Birdie bei sechs Schlagverlusten war einfach zu wenig. Jetzt wisse er, warum die Anlage Gut Lärchenhof heiße, meinte Fritsch nach seiner Runde – wegen des ganzen Heus zu beiden Seiten der Bahnen. „Wir haben ja nicht nur Roughs, sondern auch gleich Buschwerk, dann ist der Ball weg“, so Fritsch.

Hitze und ein Hole-in-One

Der BMW M760Li xDrive im Wert von 170.000 Euro, der auf ein Hole-in-One an der 16 stand, hat bereits in der ersten Runde einen neuen Besitzer gefunden: Der Schotte Richie Ramsay lochte mit einem Eisen 7 über 177 Meter in einem Schlag.

Und das, obwohl die Bedingungen im mit praller Sonnen und über 30 Grad den Spielern mächtig zu schaffen machten. Nordlicht Thomas Björn, der zum Pro-Am noch mit Golf-Post-Ceo Matthias Gräf abgeschlagen hatte, nahm es positiv:

Zwischenstand bei der BMW International Open

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Alexander Swan

Alexander Swan - Freier Autor für Golf Post

Nach mehreren (sport-)journalistischen Stationen ist Alexander bei Golf Post gelandet. Der gebürtige Münsterländer begeistert sich für jede Sportart, die ein rundes Spielgerät besitzt - insbesondere für den ganz kleinen und den Lederball.

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