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Walrus und Smallrus: Stadlers schreiben Masters Geschichte

13. Mrz 2014
The Walrus und the Smallrus: Die Stadlers sind eine erfolgreiche Golf-Familie. (Foto: Getty)
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Kevin und Craig Stadler bilden die erste Vater-Sohn-Kombo der Masters Tournament Geschichte. Eine historische Geschichte.

Es gibt Geschichten, die schreiben Geschichte. So auch als Bubba Watson am 18. Loch bei der Waste Management Phoenix Open Anfang Februar ein five-foot par-Putt knapp am Loch vorbeizog und dadurch einen Schlag hinter Turniersieger Kevin Stadler landete.


Kevin und Craig Stadler – erste Vater-Sohn-Kombi beim Masters

Nicht nur war es der erste PGA Tour Sieg für Stadler, er bekam dadurch noch eine Einladung zum Masters. Und dort wird der 34-Jährige Geschichte schreiben, denn erstmals wird in Augusta eine Vater-Sohn Kombination an den Start gehen.

Vor den Stadlers gab es zwar schon einige Söhne die im Augusta National Club in die Fußstapfen ihrer Väter traten. So zum Beispiel David Love Jr (1955 und 1964) und David Love III (1988 und 1991-2007) oder Jay Haas der zwischen 1976 und 2005 22 Mal teilnahm und seit 2010 von seinem Sohn Bill Haas gefolgt wurde. Und Jay und Bill waren nicht die einzigen aus der Haas Familie die in Augusta spielten. Jays Bruder Jerry, sowie Onkel Bob Goalby (der 1968 gewann) und Schwager Dillord Pruitt nahmen auch am Turnier teil.

Vater Craig – „The Walrus“ – Sieger von 1982

Die Stadlers werden aber die ersten sein die gleichzeitig spielen. Das es dazu kam ist nicht nur Watsons verpassten Putt zu verdanken, sondern auch der Tatsache, dass beim Masters – als einzige der Majors – die Gewinner eine lebenslange Spielberechtigung bekommen. Und Kevins Vater Craig, der liebevoll seiner Statur wegen „The Walrus“ (das Walross) genannt wird, gewann 1982 und ging seitdem jedes Jahr an den Start.

Sohn Kevin wurde 2002 Profi und seitdem hofft sein Vater, dass er sich für das Masters qualifizieren würde. Nun hat das lange Warten ein Ende. „Ich freue mich schon richtig drauf. Ich habe ihn schon vor einer langer Zeit nach Augusta National mitgenommen und ich glaube nicht, dass er seitdem wieder dort war. Es ist wahrscheinlich 20 Jahre her. Es wird ganz toll, eine fantastische Woche, auch wenn ich jetzt nur drei Monate Zeit habe richtig fit zu werden,“ sagte der ältere Stadler bei einer Telekonferenz.

Die beiden werden sicherlich mit sehr unterschiedlichen Erwartungen an den Start gehen. Als 60-Jähriger wird „The Walrus“ vermutlich schon zufrieden sein mit seinem Sohn im gleichen Turnier spielen zu können. Das letzte Mal schaffte er 2005 den Cut als er 50. wurde. Eine gute 71er Runde folgte noch in 2011 aber es war nicht genug um sich ins Wochenende zu retten.

„Mein letztes Masters, wenn Kevin es schafft“

Er hat schon angedeutet, dass es das letzte Mal sein wird, dass er in Augusta spielt. Kurz nachdem Kevin in Phoenix gewann, sagte Craig: „Ich habe schon immer gesagt, dass wenn Kevin es schafft, es mein letztes Masters wird.“

Das bestätigt der Sohn mit einem Lächeln: „Ja, er hat mir schon lange gesagt, dass ich gewinnen muss damit er aufhören kann beim Masters zu spielen denn der Kurs wird ihm zu lang,“ erzählte Kevin Journalisten nach seinem Sieg. „Aber während der letzten Runde habe ich die ganze Zeit daran gedacht das ich gewinnen wollte um mich fürs Masters zu qualifizieren. Es wird was ganz besonderes sein.“

Kevin – The Smallrus erst mit European Tour Berechtigung

Aber während der 1982 Masters Gewinner bemüht sein wird nicht ganz am Ende des Feldes zu landen, wird Kevin dagegen versuchen auf seinen Erfolg in Phoenix zu bauen. Schon 2006 gewann „Smallrus“ – wie Kevin in Anerkennung an seinen Vater genannt wird – in Australien das zur European Tour gehörende Johnnie Walker Classic und erwarb dadurch für zwei Jahre die European Tour Spielberechtigung. Er entschloss sich jedoch weiterhin hauptsächlich sein Glück in Amerika zu suchen und konnte noch im gleichen Jahr seine PGA Tour Berechtigung zurück gewinnen.

Kevin musste allerdings noch lange warten bis er endlich seinen ersten PGA Tour Sieg erringen konnte – erst im 239. Turnier gewann er. Auch dafür hat Vater Kevin, der immerhin 13 Siege auf der PGA Tour zu verzeichnen hat, eine Erklärung: „Der erste Sieg ist immer der schwierigste, aber nun kann er nur nach vorne schauen.“ Das hört der jüngere Stadler natürlich gerne und wenn er nun von seinem Vater einige Tips bekommt wie man in Augusta National gut spielen kann, könnte ein weiteres Kapitel in der Masters Geschichte folgen.

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Peter Auf der Heyde

Peter Auf der Heyde - Freier Autor für Golf Post

Peter kommt aus dem Land der Major-Sieger: Gary Player, Ernie Els, Retief Goosen usw. Der Journalist kam relativ spät zum Golf, aber als er 2013 am Tag nach dem Masters in Augusta auf dem 16. Loch (von den Pro Tees!) ein Birdie spielte, wähnte er sich im Golf Paradies. Seitdem geht es leider bergab, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Über Handicap spricht man nicht, das hat man.

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