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US Open: Ehemalige Sieger greifen erneut nach dem Titel

Vier Jahre nach Martin Kaymers Triumph bei der US Open will der Deutsche erneut angreifen und hofft auf den Titel. Doch die Konkurrenz aus aller Welt schläft nie.

Die TaylorMade Staff Spieler gehen bei der US Open einmal mehr als große Favoriten ins Rennen. (Foto: Shinnecock Hills)
Die TaylorMade Staff Spieler gehen bei der US Open einmal mehr als große Favoriten ins Rennen. (Foto: Shinnecock Hills)

Die 118. US Open steht im Großraum New York an. Für die Spieler heißt das: voller Fokus auf das Turnier. Bei den Equipment-Herstellern ist so eine riesige Plattform natürlich sehr beliebt, weswegen die Ausrüster Ihre besten Spieler medienwirksam ins Rennen schicken. Doch zunächst werfen wir einen Blick zurück.

Fußball WM und US Open bei Martin Kaymer ein gutes Pflaster

2014 sicherten sich die Deutschen bekanntlich die Weltmeisterschaft im Fußball. Martin Kaymer gab 2016 zu, dass er die Wartezeiten bei Gewitterunterbrechungen in den Clubhäusern gerne mit dem Verfolgen der Nationalmannschaft oder anderen Spielen verbracht hatte. Der Fußballfan, der sonst mit dem 1. FC Köln sympathisiert, postete im Jahr 2016 mehrfach während der US Open, dass er die EM verfolge. 2014? Klingelt da etwas bei Ihnen? In diesem Jahr schlug Kaymer eindrucksvoll zurück und gewann sowohl die Players Championship als auch sein zweites Major mit der US Open. Gegen einen Doppelerfolg von Kaymer und "der Mannschaft" haben wir auf jeden Fall nichts einzuwenden.


Loyalität zum Hersteller - das Erfolgsrezept?

Während in den letzten Monaten beziehungsweise Jahren bekannte Namen im Golfsport, die man mit Herstellern verbunden hat, ihre langfristigen Partnerschaften beendeten, blieb Kaymer seinem Ausrüster treu. Sowohl 2014 bei seinen Siegen als auch in diesem Jahr stammt ein Großteil der Hardware von TaylorMade. Eine beeindruckende Randnotiz bei dieser Geschichte ist, dass Martin Kaymer als Free Agent agiert, was bedeutet, dass er keine Werbe-Einnahmen mit dem Spielen der TaylorMade-Schläger generiert. Durch diese Freiheit ist er nicht an einen Hersteller gebunden und kann sein Bag mit allen Schlägern mischen, die sein Spiel am weitesten nach vorne bringen.

Diverse Hersteller verpflichten ihre Golfer dazu die neuesten Schläger zu benutzen, um den Werbeeffekt auszunutzen. Selbstverständlich sind andere Ausrüster tabu - nicht aber für Kaymer, der sich bewusst für den Schritt als Free Agent entschieden hat. Die Angebote waren sicherlich da. Dadurch rutscht zum Beispiel ein Putter von Ping in sein Bag und des Weiteren spielt er ein älteres TaylorMade M2 Holz aus der vergangenen Saison.

Angriff auf Major-Titel Nummer drei

Eine Top-Ten Platzierung und eine zwischenzeitliche Führung bei der Italian Open ließen die Fans Kaymers höher schlagen. Der ehemalige Weltranglisten-Erste präsentierte sich in herausragender Form. Selbstverständlich gehört er nicht zu den Top-Favoriten, aber einen Außenseitersieg, wie 2014 gönnen wir ihm doch alle. Ein großes Wörtchen mitzusprechen haben da noch ganz viele andere große Namen in der Golfwelt. Die Liste ist lang: Tiger Woods, Dustin Johnson, Rory McIlroy und Justin Rose wollen alle die Trophäe nach dem Turnier in die Höhe recken. Dies wird übrigens dieses Jahr auf jeden Fall am Sonntag sein, weil eine 18-Loch Play-Off-Runde, wie es für die US-Open als Stechen üblich war, nicht mehr geben wird.

Neben dem Siegeshunger haben die vier genannten Stars noch weitere Gemeinsamkeiten. Alle haben bereits mindestens einen US-Open Titel und sicherlich nichts dagegen, einen weiteren Pokal hinzuzufügen. Die zweite Parallele ist der gemeinsame Ausrüster mit dem die Werbemaschine kräftig angekurbelt wird.

Werbekrieg und Nebenschauplatz Golfplatz

Aggressive Werbungen, die auch Mal die Konkurrenz auf's Korn nehmen und ein großer Social-Media-Auftritt zeigen TaylorMade in einem starken Licht. Der richtige Fight auf dem Golfplatz ist natürlich, nicht zu vergessen. Aber das US-amerikanische Unternehmen kann es sich auch erlauben, denn die Erfolge, Platzierungen und Statistiken der Stars sprechen eine deutliche Sprache, weswegen das Equipment sicherlich seinen Teil dazu beiträgt.

Tiger Woods und sein Equipment - diese Geschichte ist lang. Nachdem Nike aus dem Hardware-Bereich ausgestiegen ist, musste sich die Großkatze einen neuen Ausrüster suchen. Die Wahl fiel letztlich auf TaylorMade bei Schlägern und Bridgestone stattet Tiger mit Golfbällen aus. In den letzten Wochen rotierten immer mehr Schläger ins Bag des 14-maligen Major-Champions. Zunächst waren es nur Hölzer und Driver von TaylorMade, vor wenigen Wochen kamen die neuen Eisen hinzu, jetzt sind es Wedges von TaylorMade, die das Bag fast komplettieren. Die Form steigt, das Equipment passt - Tiger mit Major-Sieg Nummer 15?

Noch 72 Loch vor uns

Trotz aller Rechnereien, Prognosen und Vorhersagen liegen immer noch 72 Löcher Golf vor uns. Was trotz aller Vorbereitungen, perfekt abgestimmtem Equipment und super Form eines Spielers alles schief laufen kann, ist uns allen bekannt. Wir blicken gespannt über den großen Teich und erwarten einen offenen Schlagabtausch zwischen den größten Stars unter den Golfern.

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