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PGA Championship Playoff-Format: Sieg nach drei Löchern

13 Mal wurde die PGA Championship im Stroke Play Modus durch ein Stechen entschieden. Doch wie funktioniert das Playoff beim letzten Major des Jahres?

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10. Aug 2017
Martin Kaymer gewann mit der PGA Championship 2010 auch sein erstes Major. Entschieden wurde das Turnier erst durch ein Playoff. (Foto: Getty)


Die PGA Championship hat, wie alle Majorturniere, ein Playoff-Format. Es unterscheidet sich jedoch von dem des Masters, der U.S. Open und dem der Open Championship. Seit 1958 wird die PGA Championship im Stroke Play bzw. Zählspiel Modus ausgetragen, damit hat sich auch das Playoff-Prozedere verändert.

Wenn bei der PGA Championship zwei oder mehr Golfer nach 72 gespielten Löchern gleichauf liegen, spielen sie ein Playoff über drei Löcher. Derjenige, dessen Score niedriger ist, gewinnt das Playoff.

Sollten zwei oder mehr Golfer auch nach dem Playoff über drei Löcher gleichauf liegen, spielen sie in einem sogenannten "Sudden-Death-Playoff" weiter. Dabei gewinnt sofort derjenige, der an einem Loch weniger Schläge braucht als die Konkurrenz.

Für die PGA Championship 2017 wird das einfache Playoff über die Löcher 16, 17 und 18 gespielt, das Sudden-Death-Playoff fängt am 18. Loch an und geht über das 16., das 17. und wieder zurück zum 18. Sollte nach dem Sudden-Death-Playoff immer noch kein Gewinner feststehen, wird die Abfolge wiederholt, bis jemand einen Fehler macht. Derjenige, der zuerst den niedrigeren Score am gespielten Loch hat, gewinnt.


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Die PGA Championship 2017 Playoff-Löcher

Über diese drei Löcher wird das Playoff gespielt werden, sollte es bei der PGA Championship 2017 in Quail Hollow, North Carolina, dazu kommen:

  • Loch 16: Par 4 und 463 Meter (506 Yards) lang.
  • Loch 17: Par 3 und 204 Meter (223 Yards) lang.
  • Loch 18: Par 4 und 452 Meter (494 Yards) lang.

Bubba Watson und Martin Kaymer im PGA Championship Playoff

Zu einem spannenden Playoff kam es 2010, als Martin Kaymer bei der PGA Championship seinen ersten Majortitel erstreiten konnte. Damals, auf dem Whistling Straits Golf Course in Wisconsin, geriet Kaymer in ein Playoff mit Bubba Watson. Watson schlug den Ball vom rechten Rough erst ins Wasser, dann über das Green hinaus in den Bunker. Sein Befreiungsschlag beförderte den Ball gegen die Pinflag und so lochte der Amerikaner mit einem double Bogey ein.

Der damals 25-jährige Deutsche Martin Kaymer lochte mit dem Eisen 7 viereinhalb Meter weit zum Bogey ein und lag damit plötzlich einen Schlag unter Watson im Playoff. Dies bedeutete den Sieg für Martin Kaymer, der sich dadurch seinen ersten Majortitel in die Tasche stecken konnte:


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Jaime Tollens

Jaime Tollens - Autor bei Golf Post

Jaime Tollens unterstützt Golf Post seit April 2017. Im 5. Semester an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, studiert er Journalismus und Unternehmenskommunikation und ist bereits in Genuss wie auch Frust des Golfspiels gekommen. Zu den kommenden Herausforderungen gehört es auch, den kleinen weißen Ball nicht im großen grünen Meer aus den Augen zu verlieren.

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