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Livestream zum Masters – Darf ich oder nicht?

Das Masters in Augusta kostenfrei per Livestream verfolgen? Kein Problem, doch die rechtliche Lage bietet reichlich Diskussionsbedarf.

03. Apr 2017
Livestreams im Internet sind rechtlich weiterhin umstritten. (Foto: Getty)

In der zweiten Aprilwoche steht mit dem 81. Masters in Augusta der erste Höhepunkt einer spannenden Golfsaison bevor. Es ist die Frage zu klären, wer auf Vorjahres-Sieger Danny Willett folgt und sich den Titel beim mit zehn Millionen US-Dollar dotierten Turnier in Georgia sichern kann.

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Das Masters auf Sky verfolgen

Das Turniergeschehen wird live auf Sky übertragen. Für das Masters-Wochenende gibt es ein spezielles Wochenendticket ab 9,99 Euro.

Im Livestream das Masters verfolgen

Das Turniergeschehen lässt sich legal und kostenlos von Montag bis Sonntag LIVE unter folgenden Links im Livestream verfolgen:

Donnerstag, 6. April: 16:45 Uhr bis 00:00 Uhr
Freitag, 7. April: 16:45 Uhr bis 00:00 Uhr
Samstag, 8. April: 17:45 Uhr bis 00:00 Uhr
Sonntag, 9. April: 17:45 Uhr bis 00:00 Uhr

Mittwoch, 5. April: 22:00 bis 23:00 Uhr
Donnerstag, 6. April: 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Freitag, 7. April: 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Samstag, 8. April: 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Sonntag, 9. April: 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr

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Weitere Golf-Livestreams im Netz - legal oder verboten?

Freilich geben die Livestreams von der Driving Range und Amen Corner nur Ausschnitte des Geschehens in Augusta wieder. Es gibt weitere Livestreams im Netz, deren Nutzung jedoch mit einigen Risiken verbunden ist. So ist beispielsweise die rechtliche Situation im Bezug auf die Nutzung dieser Online-Livestreams weiterhin nicht vollständig geklärt.

Zwei technische Versionen von Livestreams

Der Kölner Rechtsanwalt und Fachmann im Bereich Internetrecht und IT-Recht Christian Solmecke unterscheidet dabei ganz klar zwei verschiedene technische Versionen der Livestreams.

Zum einen gibt es Portale, die ihre Streams direkt in den Browser einbinden. Dem gegenüber stehen Angebote, die vorher eine spezielle Software benötigen, um die Dienste nutzen zu können. Es handelt sich hierbei um die so genannte P2PTV-Technologie. Diese Programme machen aus dem Nutzer der Streams nicht nur einen Empfänger, sondern gleichzeitig auch einen Sender. Das Signal wird in den temporären Speicher des Computers kopiert und automatisch weiter verbreitet. Unbestritten handelt es sich in diesen Fällen um einen Urheberrechtsverstoß, bei dem man sich strafbar macht. Direkte Streams im Browser stellen hingegen keine dauerhaften Kopien auf dem Rechner her. Solmecke vertritt deshalb die Ansicht, sie seien nicht rechtswidrig.

Umstrittene Rechtslage in Deutschland

Andere Juristen vertreten jedoch die Meinung, dass auch entstehende Kopien während eines Livestreams im Arbeitsspeicher des Computers eine strafbare Handlung darstellen. Da bislang noch kein Gericht in Deutschland endgültig über diese Fälle geurteilt hat, bleibt die Situation umstritten. Solmecke ist sich allerdings sicher, dass Nutzer von Browser basierten Livestreams rechtlich nichts zu befürchten haben.

Für den Nutzer ist es auf Anhieb schwer zu erkennen, welche Angebote legal und welche möglicherweise illegal sind. Zudem können sich auf zwielichtigen Online-Livestream-Angeboten Malware und Computerviren verstecken.
Wer auf der sicheren Seite sein will, um etwaigen Abmahnungen vorzubeugen, der sollte dann doch besser ein Abo beim deutschen Golfrechteinhaber Sky abschließen. Hier geht es zu den TV-Zeiten.

Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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