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Golden Oldies – Beim Masters besonders gern gesehen

09. Apr 2015
Auch Arnold Palmer, Jack Nicklaus und Gary Player (v.l.n.r) kommen nach ihrer aktiven Karriere immer noch gern zum Masters. (Foto: Getty)
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Nirgendwo wird Tradition so gepflegt wie beim Masters. Das wissen auch ehemalige Champions zu schätzen.


Den wohl größten Applaus am Mittwoch beim traditionellen Par 3 Wettbewerb bekam Jack Nicklaus, als am vierten Loch sein Ball hinter dem Loch aufschlug und dieser dann langsam zurück rollte, bevor er neben der Flagge verschwand. Obwohl seines nur eines von fünf hole-in-ones war, sprach jeder nur von The Golden Bear (Der Goldene Bär).

Der mittlerweile 75-jährige Nicklaus, der 18 Majors gewann, darunter fünfmal das Masters, ist einer von vielen Masters Champions, die sich jedes Jahr Anfang April auf den Weg nach Augusta machen, dort am Champions Dinner teilnehmen und dann am Mittwoch am Par-3-Turnier teilnehmen.

Bei keinem anderen Turnier wird Tradition so groß geschrieben

Bei keinem anderen Golfturnier auf der Welt wird Tradition nicht nur wichtig genommen, sondern auch aufrechterhalten wie beim Masters, das jedes Jahr am zweiten Wochenende im April im Augusta National Golf Club ausgetragen wird. Und alle ehemaligen Gewinner spielen dabei eine große, eine sehr große Rolle.

Die Sieger erhalten beim Masters nicht nur das begehrte Grüne Jacket, sondern auch eine lebenslange Startberechtigung. So etwas gibt es bei keinem anderen großen Turnier. Und sie bekommen – selbst wenn sie nur in Augusta erscheinen – 10,000 US-Dollar. Doch ist das wahrscheinlich nicht ausschlaggebend, warum so viele Champions immer wieder in Augusta sind und auch noch – trotz hohen Alters – mitspielen. Jedes Jahr spielen einige mit, die schon lange nicht mehr wirklich aktiv sind. Der Südafrikaner Gary Player, der als erster nicht-Amerikaner 1961 in Augusta siegte, spielte noch 2009 als 73-Jähriger mit.

Ehemalige Champions bleiben auch nach der Karriere dabei

Aber auch Masters Champions die nicht mehr spielen, kommen besonders gern zur Masters Woche nach Augusta. Zu denen die diesmal dabei waren, gehörten auch Tommy Aaron und Charles Coody. Zusammen sind sie 155 Jahre alt und gewannen 1971 (Coody) und 1973 (Aaron) das Turnier. Auch sie spielten beim Par-3-Wettbewerb mit.

Masters-Sieger Tommy Aaron. (Foto: Getty)

Masters-Sieger Tommy Aaron. (Foto: Getty)

„Das ist eine Woche, die lasse ich mir nicht nehmen,“ sagt Aaron, den nicht nur wegen seines Sieges auf Ewigkeit mit dem Masters verbinden bleiben wird. 1968 spielte er mit Roberto De Vicenzo. Aaron, der den Score des Argentiniers aufschrieb, gab ihm in der letzten Runde am 17. Loch fälschlicherweise ein Par 4, statt dem Birdie, das De Vicenzo gespielt hatte. Da der Südamerikaner aber seine Karte unterschrieb ohne sie zu verbessern, blieb es bei der Vier und er beendete das Turnier auf dem zweiten Platz – einen Schlag hinter Bob Goalby.

Als Aaron gewann, gab es ein ähnliches Malheur, bei dem Aaron aber fast der Leidtragende gewesen wäre. Johnny Miller gab ihm in der letzten Runde am 13. Loch eine Fünf, statt der Vier, die er tatsächlich gespielt hatte. Aaron bemerkte den Fehler, verbesserte ihn und gab die Karte dann erst ein. Der Schlag war entscheidend, denn Aaron gewann mit einem Schlag vor JC Snead.

Tommy Aaron: „Hier zu sein ist etwas Einmaliges“

„Hier zu sein ist etwas Einmaliges“, so der Masters-Sieger von 1973. „Die Atmosphäre gibt es bei keinem anderen Turnier. Wenn man Magnolia Lane runter fährt, ist es, als ob man in eine andere Welt fährt. Es sieht so aus, als ob das Land nur darauf wartete, ein Golf Club zu werden. Ich komme immer wieder zurück, weil es so ein besonderer Platz ist.“

Auch für Coody, der 1973 Nicklaus und Miller zwei Schläge hinter sich ließ, ist Augusta etwas ganz Besonderes. „Ich weiß St. Andrews gilt als die Heimstätte des Golfsports und hat einen eigenen geheimnisvollen Nimbus, aber Augusta bleibt für mich einmalig. Jedes Mal, wenn ich wieder hier bin, kann ich es gar nicht glauben wie glücklich ich bin, dass ich hier gewonnen habe. Es ist eine Reise, die ich machen werde, so lange ich es körperlich noch kann.“

Champion Dinner als Höhepunkt

Für Sandy Lyle ist einer der Höhepunkte das Champions Dinner am Abend vor dem Par-3-Turnier. Traditionell wird das Menü vom Vorjahressieger zusammengestellt (aber nicht gekocht, wie Charl Schwartzel erfuhr als er 2012 selber zur Pfanne greifen wollte!) „Es ist etwas ganz Besonderes. Ein toller Abend. Diesmal erzählten viele kleine Geschichten über den Masters-Sieger von 1970, Billy Caspar, der im Februar gestorben ist.“

Wie Lyle, spielt auch der zweimalige Gewinner Bernhard Langer noch im Hauptfeld und er wurde im letzten Jahr sensationell Achter. „Das Turnier hat einen speziellen Platz in meinem Leben und in meinem Herzen und ich kann mir schon vorstellen zum Champions Dinner zu kommen, auch wenn ich nicht mehr mitspiele. Aber man weiß ja nie was die Zukunft bringt.“


Was gab's zu essen beim Champions Dinner?

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Peter Auf der Heyde

Peter Auf der Heyde - Freier Autor für Golf Post

Peter kommt aus dem Land der Major-Sieger: Gary Player, Ernie Els, Retief Goosen usw. Der Journalist kam relativ spät zum Golf, aber als er 2013 am Tag nach dem Masters in Augusta auf dem 16. Loch (von den Pro Tees!) ein Birdie spielte, wähnte er sich im Golf Paradies. Seitdem geht es leider bergab, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Über Handicap spricht man nicht, das hat man.

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