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116. US Open: Phil Mickelson wird bestimmt wieder Zweiter!

14. Jun 2016
Bei allen Prognosen, wer die US Open 2016 gewinnen kann - Phil MIckelson wird wohl eher nur Zweiter. (Foto: Getty)
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Top-Drei der Welt bei den Buchmachern vorn. Rory McIlroy mit besseren Chancen als Jason Day? Und was macht „D.J.“? Eine Prognose.

Die „Bookies“ machen es sich mal wieder einfach: Bei den Favoriten für die 116. US Open haben sie einfach die Weltrangliste „abgepinnt“. Jason Day vor Jordan Spieth und Rory McIlroy, so lautet es allenthalben in den Wettbüros, während die Protagonisten im Oakmont Country Club versuchen, mit den aberwitzigen Grüns und dem irrsinnigen Rough warm zu werden. So ist das ja immer, die Top-Spieler sind topgesetzt, sonst gäb‘s bei Außenseitererfolgen keine fetten Quoten. Doch wie schaut es wirklich aus, wenn ab Donnerstag im Pittsburgher Vorort Plum die Bälle fliegen?

Jason Day ist der logische Favorit der US Open

Na klar, Jason Day, der sich aktuell mit einer Erkältung plagt, ist stets eine gute Wahl. Vor allem dank seiner Monster-Abschläge, weil Oakmont mit seinen 6.601 Metern wahrlich nicht der längste Kurs ist. Es gilt freilich auf den hängenden und welligen Fairways die richtigen Winkel zu treffen und die Poa-Annua- „Sümpfe“ entlang der Spielbahnen zu vermeiden, selbst dann indes ist längst nicht gewährleistet, dass der Ball auf den betonharten Grüns für Putts „in regulation“ zum Liegen kommt. Lee Trevino hat mal gesagt: „Wenn du in Oakmont mit zwei Putts vom Grün gehst, kletterst Du auf dem Leaderboard nach oben.“ Der Australier hat auch diesbezüglich exzellente Statistiken.


Dennoch tippt der Autor eher auf Rory McIlroy. Driven kann er wie Day, in Muirfield bei Jack Nicklaus‘ Invitational lieferte der Nordire – wieder mit konventionellem Puttgriff – überdies auf den Grüns das beste Vier-Runden-Ergebnis seiner Karriere ab. 1,826 Putts im Schnitt lesen sich gut, wenn in Oakmont Stimpmeter-Werte von 13 bis 15 Fuß (4,0 bis 4,60 Meter) angepeilt werden. Und wenn‘s zwischen Teebox und Grün zudem mit präzisem Eisenspiel funktioniert, wird der vierfache Majorsieger am Sonntag mindestens ein gewichtiges Wort mitreden.

Spieth mit seinem „Touch“ auf den Grüns?

Genau wie Titelverteidiger Jordan Spieth. Wer auf den „Blumenkohl“-Grüns von Chambers Bay (Henrik Stenson) klar gekommen ist, der muss die Glasplatten von Oakmont ebenfalls nicht fürchten, trotz ihrer unzähligen Slopes und Breaks. Genau diesen Spieth‘schen „Touch“ rund um die Fahne wird‘s diese Woche wieder brauchen. Der Texaner wundert sich während seiner Einspielrunden vielmehr über den Bunkersand. Vor ein paar Wochen, bei seiner Privatrunde, war die Füllung noch griffig und einigermaßen kompakt, jetzt ist es weichster Puder, der die Bälle tief einsinken lässt und einen „sauberen Kontakt zum Ball fast unmöglich“ macht.

Auf jeden Fall hat Spieth das Masters-Fiasko verarbeitet, der ersehnte texanische Heimsieg beim „Colonial“ strich Balsam auf die wunde Golferseele.

Niemand erwartet ‘was von Danny Willett

So, das war als sportliche Prognose noch nicht so schwierig. Jetzt mal etwas Gewagtes: Wetten, dass sich Dustin Johnson auch diesmal wieder ins Rampenlicht spielt? Nicht von ungefähr wird der Schlaks bei den Buchmachern auf Rang vier geführt, trotz eines Bubba Watson und Rickie Fowler vor ihm in der Weltrangliste. Was „D.J.“ dann am Sontag bei der Finalrunde macht, ist gleichwohl ein anderes Thema. Hideki Matsuyama wäre noch zu nennen, der Japaner ist hinter Day und McIlroy vielleicht der beste „Ball Striker“ des Felds.

Nicht zu vergessen Danny Willett. Der Masters-Champion kann ebenfalls jeden „Schuss“, ist mit allen Schlägern durchgängig gut dabei. In Augusta kam er aus dem Nichts, bei seinen Auftritten danach (Irish Open und BMW PGA Championship) zollte er dem Druck des „Green Jackets“ Tribut. In Oakmont hingegen erwartet wieder niemand ‘was besonderes vom Engländer.

Aber wer auch immer diese US Open gewinnt: Phil Mickelson wird wahrscheinlich Zweiter, zum siebten Mal dann…

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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