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„Golf ist paradox“ – Sandra Gal über ihr (Golf-)Leben

Sandra Gal plaudert in einem großen amerikanischen Interview über ihr Leben, ihre Sicht auf die Welt und was sie so erfolgreich (im Leben) macht.

Sandra Gal ist ein echtes Allroundtalent. Neben dem Golfen malt und singt sie gerne.
Sandra Gal ist ein echtes Allroundtalent. Neben dem Golfen malt und singt sie gerne.

Mit 31 Jahren gehört Sandra Gal zur Golfweltspitze und möchte sich auch 2017 für den Solheim Cup qualifizieren. In Vorbereitung darauf gab sie in Amerika ein umfangreiches Interview. Die erfolgreiche deutsche Golfspielerin erzählt Alan Chipnuck von "golf.com" von den Dingen, die sie beschäftigen und denen, die sie hinter sich gelassen hat. Zu dem, was sie beschäftigt, zählt unter anderem das Wakesurfing, Klavier spielen, Malen und Lieder schreiben. Irgendwann kommt Golf.

Sandra Gal hat ihr Hobby zum Beruf gemacht

Ihre Talente sind zahlreich und breit gefächert. Doch Golf spielte immer eine große Rolle in ihrem Leben. Mit fünf Jahren hatte sie zum ersten Mal einen Schläger in der Hand und spielt sich seitdem an die Spitze. Anfangs waren aber nicht alle gleich begeistert: Ihr Großvater fragte sie einmal, warum sie Sportlerin sei und nicht was richtiges lernen wolle. Der Erfolg gab ihr jedoch Recht und inzwischen ist auch ihr Großvater überzeugt. Doch auch ohne Golf wäre aus Sandra Gal keine Akademikerin geworden. "Das bin ich einfach nicht", verrät sie im Interview.

Das ist auch nicht nötig, denn Golf hat eine große Anziehungskraft auf die erfolgreiche junge Frau mit tschechischen Wurzeln. Über den Golfsport fand sie ihre spirituelle Seite und kam zu Hobbies wie Lieder schreiben, Yoga und Tanzen. Dabei half ihr das Golfspiel zu lernen, wie man sich auf den Moment konzentriert und sich nicht von unwichtigen Dingen ablenken lässt, sondern stets seine Mitte findet.

Wie man vom Golfsport für das Leben lernt

22.März 2017. Die lebenslustige Profigolferin Sandra Gal

Den Spaß an der Sache sieht man Sandra Gal, Profigolferin und Model, an. Hier posiert sie im Park Hyatt Avira Resort. (Foto: Getty)

Dabei stand sie sich oft selbst im Weg. Bis sie, wie sie sag, "freundlicher zu sich selbst wurde." Es seien nur ihre Gedanken und keine Tatsachen oder Bestimmungen. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, wie es im Deutschen dazu heißt.



Das Ändern der eigenen Gedankenwege und das sich anvertrauen an einen Meditationslehrer habe ihr sowohl im Leben, als auch beim Golfspiel viel geholfen. Denn auch bei Turnieren sei es wichtig, sich Wohl zu fühlen und entspannt an die Sache ran zu gehen, ganz so wie im Privatleben. Störendes müsse man in den Hintergrund schieben bzw. Aufgeregtheit zu seinem Vorteil nutzen können. Wenn einem das gelänge, sähe man sich und die Welt mit neuen Augen.

"Dafür kannst du nicht mit Geld bezahlen"

Im Laufe des Interviews wird klar, dass es funktioniert. Sandra Gal ist ausgelassen, freundlich und gut gelaunt. Sie lacht viel, doch wird wieder ernst, als sich das Gespräch ihrer bisherigen Karriere widmet. Sie persönlich sei lange unbefriedigt mit ihren Leistungen gewesen. Inzwischen habe sich das geändert. Auch weil sie viele Dinge mittlerweile einfach als gegeben hinnehme. "Ich glaube, es gibt für jeden einen Weg und einen Grund, warum dieses oder jenes passiert oder eben nicht passiert".

"Golf ist paradox" fügte die Proette hinzu. "je weniger wichtig es dir persönlich erscheint, desto besser spielst du". Harte Arbeit und das richtige Equipment reichten nicht für den Sieg. Man müsse es wollen und dabei entspannt und zufrieden mit sich und der Welt sein. Durch das Golfen entdeckte sie ganz neue Seiten an sich und lernte viel für ihr Leben. "Dafür kannst du nicht mit Geld bezahlen".




Was sie glücklich mache? Anderen Menschen freundlich gegenüber zu treten und hier und da etwas Gutes für sie zu tun. Was auch der Grund für ihr Engagement bei ihren "Charity Challenges" sei. Die nächste wird von ihr im November veranstaltet. Hier geht es zu den Infos: Sandra Gals Charity Challenge.

Viel Geduld haben und Reisen muss "Er" können

Als sich das Ende des Interviews langsam abzeichnet, kommt ihr neuer Song "Maybe" zur Sprache. In Australien traf sie auf Alison Whitaker, eine Moderatorin und Kommentatorin aus dem Fernsehen.  Whitaker schrieb ebenfalls Songs und konnte ihr einen entscheidenden Tipp geben: Erst den Text, dann die Melodie überlegen.

So entstand Sandra Gals neuer Song "Maybe". Als sie von Chipnuck gebeten wird, einen Ausschnitt daraus vorzusingen, lehnt sie lachend ab. Das Lied sei für jemanden geschrieben, der es noch nicht gehört habe. Aber sie verrät, dass es um jemanden geht, mit dem sie sich engeren Kontakt gewünscht habe. Dem sei zwar nicht mehr so, trotzdem stecke in dem Song auch viel von ihr, weswegen sie ihn noch zurückhalten möchte.





Bei dieser Gelegenheit gibt Sandra Gal überraschend etwas mehr über sich preis: Nämlich, dass sie seit acht Monaten Single sei und glaube, es gebe nicht "den einen Richtigen", sondern viele, die zu einem passen würden. "Doch ich bin sehr wählerisch und glaube, das ist gut so", sagt sie lachend. Ihr Mann müsse entweder viel Geduld haben, oder ebenfalls viel Reisen können. Aufgeben möchte sie ihren Lebensstil noch nicht.

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  1. Danke fürs Übersetzen ! Übrigens: technisch ist die Aufnahme auch super – schön laut dun deutlich.

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