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Porsche European Open: Deutsch-Österreichisches Trio jagt die Spitze

24. Sep 2016
Wenn Levy Schwäche zeigt, könnten unter anderem diese Drei ihm am Finaltag noch die Hölle heiß machen. (Foto: Getty)
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Kaymer, Fritsch und Wiesberger sitzen dem Führenden Alexander Levy im Nacken, wenn es ins vorgezogene Finale geht.

Nachdem die Porsche European Open wegen der Verzögerungen ob des allmorgendlichen Nebels auf drei Runden verkürzt wurde, kann sonntags wie geplant das Finale stattfinden, nachdem die zweite Runde am dritten Turniertag schließlich ihr Ende fand. Von der Spitze des Feldes winkt nach wie vor der Franzose Alexander Levy mit phänomenalen 17 Schlägen unter Par. Auf den zweiten Platz spielte sich nicht minder spektakulär der Schwede Michael Jonzon, der zu Beginn der Woche noch nicht einmal im Feld gewesen war und nun bei -13 liegt, und Dritter ist derzeit der Engländer Ross Fisher bei -12.

In Schlagdistanz zu Fisher jedoch liegt ein Trio, das es in sich hat: Mit Martin Kaymer, Florian Fritsch und Bernd Wiesberger warten gleich drei deutschsprachige Spieler als geteilte Vierte auf ihre Chance, dem Führenden auf den letzten Metern noch das Wasser abzugraben.


Kurzer Tag für Martin Kaymer

Während Martin Kaymer am Freitag aus dem Golfen gar nicht mehr herausgekommen war, weil er wegen der nebelbedingten Verzögerungen weit mehr als 18 Loch hatte zurücklegen müssen, fiel der Samstag enorm kurz aus: Mit einem Par an der 9 brachte er seine zweite Runde solide zuende und unterschrieb eine 64 auf der Scorekarte. Ins Finale wird er mit elf Schlägen unter Par vom geteilten vierten Platz aus einziehen.

Mit einer ähnlichen Situation hatte der Mettmanner bereits in Italien zurechtkommen müssen, auch dort fehlte zum Beenden einer Runde nur noch ein Loch, auch dort waren Wetterkapriolen die Ursache. Es sei ein „komisches Gefühl“, äußerte sich die deutsche Nummer eins gegenüber Golf Post, so etwas sei eben „komplett gegen die Routine.“ Mit der Runde im Ganzen zeigte sich der 31-Jährige zufrieden, sagte, er habe „sehr solide gespielt, wenig Fehler gemacht.“ Wie er die zusätzliche Zeit nach seiner zweiten Runde nutzt, das weiß er auch schon: „Schlaf nachholen“ ist angesagt.

Fritsch und Wiesberger neben Kaymer

In seiner komfortablen Position vor dem Finaltag bekam Martin Kaymer im Laufe der zweiten Runde noch Gesellschaft. Zum einen vom Österreicher Bernd Wiesberger, der zunächst Anstalten machte, dem Führenden Levy Konkurrenz zu machen – unter anderem mit einem fabelhaften Eagle – dem aber doch ab Loch 12 etwas die Puste auszugehen schien, sodass es letztlich nur zu einer 68 auf der Scorekarte reichte, die die vorangegangene 63 aus Runde eins ergänzte.

Zudem brachte Florian Fritsch eine gänzlich fehlerfreie Runde auf den Beckenbauer-Kurs, mit sieben Birdies reichte es zur 64. Der 30-Jährige, der sich über das Heimspiel wohl besonders freut, weil er die Wege zu allen Turnieren ob seiner Flugangst stets mit dem Auto zurücklegt und seine Frau hier für ihn als Caddie fungieren kann, war bereits mit einer 67 zum Auftakt gut in das etwas zerstückelt anmutende Event hineingekommen, sodass er gemeinsam mit Wiesberger nun neben seinem Landsmann Kaymer bei elf Schlägen unter Par den vierten Rang teilt und am Ende seiner Runde sagen konnte: „Ich bin extrem glücklich.“

„Hart erkämpft“, die Ränge im Mittelfeld

Zwar sind sie (noch) nicht auf Kurs für eine Topplatzierung, aber für das Tickets zur Finalrunde hat es auch für Marcel Siem (-4 | T58), Bernd Ritthammer (-5 | T46), Marcel Schneider und Max Rottluff (jeweils -6 | T33) gereicht. Während Siem, der seine Runde bereits am Vortag beenden konnte, nach längerer Verletzungspause noch immer versucht, seinen Rhythmus wiederzufinden, sich aber zumindest seinen ersten Cut seit seiner Rückkehr sicherte, war auch Schneiders beinahe durchgehend Par zeigende Scorekarte, deren einziger Ausreißer ein Eagle war, nach eigener Aussage „hart erkämpft“.

Er liegt gleichauf mit Rottluff, der seit ein paar Monaten erst Pro ist und sich nun über seinen ersten Cut auf der European Tour freuen kann. „Es geht in die richtige Richtung“, so der 23-Jährige, der einen Großteil dieser Saison auf der kanadischen Tour verbrachte und in der kommenden auf die Web.com Tour wechselt. Ritthammer, der vor wenigen Wochen erst seinen zweiten Challenge-Tour-Sieg feiern konnte und die kommende Saison wohl auf der European Tour verbringen wird, war hingegen kritisch mit sich selbst, denn die Putts hatten heute nicht wirklich nach Plan fallen wollen – „eine schwierige Situation.“

Vier Deutsche verpassen den Cut

Vier der zehn deutschen Spieler, die in Bad Griesbach an den Start gegangen waren, müssen sich allerdings damit abfinden, dass ihnen der Finalsonntag verwehrt bleibt. So verabschiedete sich sich Maximilian Kieffer auf den letzten Löchern seiner Runde recht überraschend aus dem Cut. Er beendete die Runde mit zwei Bogeys und einem Doppelbogey auf den letzten vier Löchern. Auf der Front Nine waren bereits drei Bogeys gefallen, sodass auch die vier Birdies, die im Laufe seine Runde fielen, nichts mehr ausrichten konnten. Mit einer 74er Runde und insgesamt einem Schlag unter Par endete das Turnier für ihn auf T106.

Amateur Thomas Rosenmüller äußerte sich Golf Post gegenüber darüber, woran es bei ihm selbst haperte: An der 16, an der er letztlich ein Doppelbogey verschmerzen musste, hatte er sich in eine „missliche Lage“ gebracht, die ihn schließlich auf T70 verbannen und knapp den Cut kosten sollte. Nach seiner recht früh beendeten Runde hoffte er zwar erstmal auf die Gelegenheit, am Finaltag nochmal abschlagen zu dürfen, resümierte aber: „Es war eine großartige Erfahrung.“

Auch Sebastian Heisele blickte recht nüchtern auf seine Runde zurück und sagte, die Enttäuschung sei nicht riesig, schließlich liege sein Fokus aktuell auf Challenge Tour, wo er es noch bis zum Ende der Saison in die Top 15 und damit ganz auf die European Tour schaffen möchte. Trotzdem sei es „immer ganz schön, in der Heimat zu spielen“, wegen des Nebels und der Unterbrechungen sei er aber „ganz froh, heute schon nach Hause zu dürfen.“ Mit drei Schlägen über Par und Rang T127 verpasste er den Cut recht deutlich, ebenso wie der zweite Amateur im Feld, John Allen (+4 | T132).


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Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

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