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Martin Kaymer auf T11 bei PGA Championship

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09. Aug 2013
Nein, Martin Kaymer hat noch nicht gewonnen. Das Eagle auf Loch 13 war den ausgelassenen Jubel allerdings mehr als wert. (Foto: Getty)
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Martin Kaymer spielt sich mit sensationeller Serie in Schlagdistanz zur Spitzengruppe, die Adam Scott und Jim Furyk anführen.

Die 95. Ausgabe der PGA Championship hatte schon im Vorfeld für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Wird Tiger Woods eine Woche nach seinem fünften PGA-Tour-Sieg in dieser Saison endlich sein 15. Major gewinnen? Schafft Rory McIlroy den lang ersehnten Befreiungsschlag? Und dann war da noch Martin Kaymer, der dieses Turnier bereits 2010 für sich entscheiden konnte. Beste Voraussetzungen für einen spannenden Auftakt in die PGA Championship.


Martin Kaymer bläst zum Angriff bei der PGA Championship

Die Nummer eins des deutschen Golfsports konnte in seinem ersten Durchgang bei der PGA Championship die Leistung zeigen, die das deutsche Golfherz höher schlagen lässt. Bereits 2010 konnte Martin Kaymer mit der PGA Championship seinen ersten Major-Sieg einfahren. Nach durchwachsener Front Nine – Birdies auf den Löchern 2 und 3, Bogeys auf den Löchern 6 und 7 – drehte der 28-Jährige auf und zeigte, was er zu leisten im Stande ist.

Mit einer unglaublichen Serie an die Spitze ran

Nach einer kurzen Gewitterunterbrechung machte die Gruppe um den Mettmanner auf der zwölften Spielbahn weiter. Martin Kaymer kam dabei stark aus der Pause zurück. Mit einem Birdie konnte er seinen Score auf -1 schieben. Doch das war erst der Anfang. Auf der Dreizehn, einem 546 Meter langen Par 5, gelang Martin Kaymer ein Kunststück: Aus 160 Metern Entfernung spielte er den Ball kurz hinter die Fahne. Dieser spinnte zurück und tauchte nach einer kleinen Ehrenrunde entlang der Fahnenstange ab – Eagle!

Wie beflügelt von diesen Erfolgserlebnissen ging es auf der Vierzehn weiter. Martin Kaymer drivte seinen Ball auf dem kurzen Par 4 in den Grünbunker, legte den Bunkerschlag tot an den Stock und musste ihn lediglich zum Birdie eintippen. Innerhalb von drei Löchern spielte sich der ehemalige Weltranglistenerste auf einen Schlag an die Spitze heran. Leider büßte Kaymer hintenraus noch zwei Schläge ein. Bittere Bogeys auf den Löchern 17 und 18 versalzten dem Deutschen nochmal die Suppe. Am Ende wurde es eine 68 (-2) und der geteilte elfte Platz. Nichtsdestotrotz hat sich Kaymer eine sehr gute Ausgangsposition für die kommenden Tage verschafft.

Holpriger Start für Marcel Siem

Marcel Siem erwischte einen gebrauchten ersten Tag. Fünf Bogeys und zwei Birdies standen am Ende auf seiner Score-Karte, wobei mindestens zwei seiner Schlagverluste absolut unnötig waren. Aber alles der Reihe nach. Von Anfang an lief es nicht rund für den 33-Jährigen, auf Loch 3 musste er früh das erste Bogey hinnehmen. Anschließend schien sich der Deutsche stabilisiert zu haben, doch Bogeys auf Loch 9 und 11 ließen die Aussichten für die kommenden Bahnen düster wirken.

Bessere Platzierung verschenkt, trotzdem ist der Cut möglich

Doch Marcel Siem konnte reagieren. Ein Birdie an der Zwölf, später eines an der Siebzehn. Mit einem Score von +1 hätte der Mettmanner wohl leben können, wären da nicht Loch 15 und 18 gewesen. Erst traf Marcel Siem bei seinem Chip am Rand des 15. Grüns den Ball derart fett, dass dieser nach etwa drei Metern zum liegen kam und fast noch ins Wasser gerollt wäre. Ein weiterer Chip und ein Putt besiegelten das Bogey.

An seinem letzten Loch gönnte sich Marcel Siem – in gewohnter Art emotional bereits sichtlich mitgenommen – einen Drei-Putt, wobei der zweite Schlag nur noch einen Meter vor dem Loch gelegen hatte. Nach der 73(+3) befindet sich Siem vor dem zweiten Tag auf Position T94. Es bedarf einer guten Runde am zweiten Tag, um den Cut zu schaffen.

Tiger Woods stolpert über das letzte Loch

Für den Weltranglistenersten, der auf Loch 10 gestartet war, ging es im ersten Durchgang der PGA Championship verheißungsvoll los. Mit zwei Birdies innerhalb der ersten fünf Löcher heftete sich der 37-Jährige schnell an die Fersen der Führenden. Sein Spiel machte den Eindruck, als könnte Tiger Woods dort weiter machen, wo er vergangenes Wochenende bei seinem Sieg bei der WGC Bridgestone Invitational aufgehört hat. Doch plötzlich schlichen sich Fehler ein.

Der 14-fache Major-Sieger ließ auf einmal Birdie-Chancen liegen und traf auffällig viele Schläge fett. Daraus resultierten Situationen, in denen seine Flightpartner ihn deutlich kurz ließen und Woods weite Schläge in die Grüns hatte. Oft konnte er das Par retten, doch auf Loch 4 war das Bogey nicht zu vermeiden und auf der Neun, seinem letzten Loch, ging es über das Rough in den Bunker und der anschließende Putt am Loch vorbei. Dieses Doppelbogey wird dem Weltranglistenersten zugesetzt haben. Bei +1 kam Woods letztlich auf Platz T54 ins Clubhaus und muss morgen eine Schippe drauf legen, wenn er um den Titel der PGA Championship mitspielen will.


Die PGA Championship in Oak Hill

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Bewegung in der Kausa Rory McIlroy

Als ob er es beim letzten Major der Saison allen Kritikern beweisen wollte, startete Rory McIlroy turbulent in Runde eins der PGA Championship. Drei Birdies auf den ersten vier Löchern katapultieren den Nordiren schnell in die Spitzengruppe. Er zeigte solide Schläge, wie man sie aus der vergangenen Saison kannte und eine positive Körpersprache, die Mut machte. Doch der erste Dämpfer kam am fünften Loch. Von da an ging es auf und ab für den Titelverteidiger. Birdie an Loch 9, Bogeys an der Zehn und Elf, Birdie an der Zwölf. Ein letzter Schlagverlust an Loch 17 brachte Rory McIlroy die 69er Runde und den geteilten 24. Platz.

Jim Furyk legt vor, Adam Scott zieht nach

Bereits am Vormittag ging der Amerikaner Jim Furyk auf die Runde und konnte eine starke 65 unterschreiben. Über 17 Löcher konnte er dabei fehlerfrei bleiben, musste aber auf seinem finalen Loch doch noch ein Bogey hinnehmen. Bei -5 liegt Furyk auf dem ersten Platz. Besser als er war an diesem ersten Tag der PGA Championship keiner, nur Adam Scott schaffte den gleichen Score. Der amtierende Masters-Sieger konnte von Loch 4 bis Loch 8 absolut beindruckende fünf Birdies in Serie spielen und kratzte nach einem weiteren an der dreizehnten Spielbahn am Platzrekord von 64 Schlägen. Doch auch Scott verpasste es, dieses Ergebnis ins Clubhaus zu bringen. Ein Bogey auf Loch 17 warf ihn auf -5 zurück, wo er sich vor dem zweiten Tag der PGA Championship die Führung mit Jim Furyk teilt.

Hier gibt es alle Ergebnisse vom ersten Tag der PGA Championship.

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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