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Olympia 2016: Rory McIlroy vergleicht Golf mit Tennis

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22. Dez 2015
Rory McIlroy äußerte sich gegenüber dem Irish Independent zur Bedeutung von Olympia für den Golfsport. (Foto: Getty)
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Nach Scott und Spieth äußert sich nun Rory McIlroy zum Thema „Golf bei Olympia“. Bezüglich der Popularität zieht er Parallelen zum Tennis. 

Adam Scott hat es getan, Jordan Spieth hat nachgezogen. Die Diskussion um das Thema „Golf bei Olympia“ ist schon seit geraumer Zeit in vollem Gange. Nun ist Rory McIlroy an der Reihe. Die aktuelle Nummer drei der Welt sprach im Interview mit dem „Irish Independent“ über den Stellenwert von Olympia. Dabei schlug McIlroy im Vergleich zu seinen Vorrednern einen Mittelweg ein.

„Rio verspricht eine tolle Erfahrung zu werden“

McIlroy, der auf Grund seiner nordirischen Herkunft die Wahl zwischen einem Start für Irland oder Großbritannien hatte, hat sich inzwischen entschieden für Irland zu spielen und freut sich auf das Ereignis Olympia: „So wie es aussieht, verspricht Rio eine tolle Erfahrung zu werden.“


Doch genauso weit gehen wie Jordan Spieth, der unlängst erklärte, dass Olympia für ihn gleichbedeutend mit einem fünften Major ist, wollte McIlroy noch nicht: „Auch wenn ich liebend gerne Gold bei Olympia gewinnen würde, es ist nicht so, als ob wir die volle Atmosphäre des Events spüren werden, wie die Athleten, die drei Wochen da sind, nachdem sie sich vier Jahre vorbereitet haben.“ Vielleicht wird sich diese Ansicht McIlroys bei künftigen olympischen Wettkämpfen anders darstellen, denn wie der 26-Jährige prognostizierte, werde die Popularität von Olympia für den Golfsport mit der Zeit wachsen.

Rory McIlroy zieht interessanten Vergleich

Um diese These zu stützen, bemühte McIlroy indes einen interessanten Vergleich: „Golf wird bei Olympia eine Weile brauchen bis es für uns Profis eine größere Rolle spielen wird, genau wie dies beim Tennis der Fall war.“ Dabei spielte der Nordire auf die Entwicklung der Tennisturniere bei olympischen Spielen seit 1988 an.

Nachdem der Tennissport – bis 1988 in Seoul 64 Jahre nicht auf der olympischen Bühne vertreten – bei den ersten Austragungen noch auf eine Vielzahl seiner Stars verzichten musste, nahm die Popularität spätestens mit Athen 2004 zu. Bei der letzten Austragung 2012 in Wimbledon, die Rory McIlroy mit Tennis-Star und Ex-Freundin Caroline Wozniacki besuchte, nahmen dann bereits 18 der 20 besten Tennisspieler- und spielerinnen teil.

Ein Teilnahmeverzicht ist ausgeschlossen

Im Gegensatz zu Adam Scott, der sich bereits gegen eine Teilnahme von Golfprofis bei Olympia aussprach und selbst einen Teilnahmeverzicht in Erwägung zieht, kommt dies für McIlroy nicht in Frage: „Nicht zu spielen? Das wäre eine ziemlich egoistische Entscheidung“, teilte er der „Irish Independent“ mit. Es wäre überhaupt nicht gut für den Golfsport. Wenn wir, als Golf-Community, bei Olympia Erfolg haben wollen, müssen die besten Spieler antreten.“

Diese Entscheidung McIlroys stellt in jedem Fall ein wichtiges Zeichen für die Popularität des Golfports bei den Olympischen Spielen dar. Womöglich lassen Aussagen wie die von McIlroy und Spieth auch einen Adam Scott noch einmal seine Meinung überdenken und wer weiß, vielleicht wird aus Olympia und dem Profigolfsport tatsächlich noch eine Symbiose.


Ein Jahr vor Olympia - Zwischen Protesten und Golf-Idyll

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Yannick Beyss

Yannick Beyss - Autor bei Golf Post

Den ballsportverrückten Yannick hat schon früh die Liebe zur kleinen weißen Kugel gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen. Inzwischen hat der Longhitter mit dem Hang zum Risiko das einstellige Handicap auf Grund seines langen Spiels geknackt. Rund ums Grün wechseln sich  aber in gewisser Regelmässigkeit Weltklasse und Kreisklasse ab.

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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. wilhelm seidel

    Bei Olympia ist meiner Meinung nach Golfsport absolut fehl am Platz und negativ Werbung für den Golfsport,weil der Spirit of the Game im Golfsport außen vor bleibt…

    Antworten

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