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Olympia 2016: Sie kam, sah und siegte – Inbee Park holt Gold

21. Aug 2016
Inbee Park aus Südkorea krönt sich zur ersten Golf-Olympiasiegerin seit 116 Jahren. (Foto: Getty)
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Inbee Park gewinnt Gold vor Lydia Ko und Shanshan Feng. Sandra Gal und Caroline Masson spornen sich gegenseitig zum Schlussspurt an.

Inbee Park zieht davon und sichert sich Gold bei Olympia 2016. Um Silber und Bronze wurde erbittert gekämpft. Sandra Gal und Caroline Masson, die gemeinsam auf der Finalrunde unterwegs waren, ließen sich davon nicht stören und machten ihr Ding. Die beiden verabschiedeten sich mit guten Runden aus dem olympischen Turnier. Gegen Ende spornten sie sich dann noch zu einem guten Schlussspurt an.

Inbee Park ist nicht zu schlagen

Die Südkoreanerin Inbee Park sichert sich mit einer beeindruckenden Schlussrunde die Goldmedaille. Dabei hatte sie wegen einer Daumenverletzung seit Monaten kaum gespielt. Aber bei Olympia kam sie aus dem nichts zurück und lieferte von Anfang ein eine überragende Leistung ab. Mit zwei Schlägen Vorsprung ging es für sie ins Finale und baute die Führung zwischenzeitlich auf sechs Schläge aus. Ohne einen Fehler und mit vier Schlaggewinnen absolvierte sie die Front Nine, während Lydia Ko und Gerina Piller, die auf dem zweiten Platz gestartet waren, keine Anstalten machten, sie anzugreifen. Ihre erste Schwäche erlaubte sich Inbee Park am zehnten Loch, wo sie das Par nach einem Ausflug in den Bunker nicht mehr retten konnte. Druck bekam sie von der Chinesin Shanshan Feng, die vorlegte und auf bis zu drei Schläge an die Südkoreanerin herankam. Aber Inbee Park brachte eine sehr gute Runde ins Clubhaus und gewinnt mit 66-66-70-66 die erste Goldmedaille für Frauen im Golf seit 116 Jahren.


Weniger früh entscheiden war der Kampf um Silber und Bronze. Viele Golferinnen zeigten eine sehr gute Schlussrunde in der Hoffnung, noch in das Rennen um die Medaillen eingreifen zu können. Letztendlich kristallisierten sich Lydia Ko und Shanshan Feng heraus, die auf den letzten Löchern die Medaillen unter sich ausmachten. Erst am letzten Loch setzt sich Lydia Ko mit einem Birdieputt, der beinahe am Loch vorbei gegangen wäre, einen Schlag vor die Chinesin und sichert sich so die Silbermedaille. Shanshan Feng gewinnt Bronze.

Sandra Gal mit bester Turnierrunde bei Olympia 2016

Sandra Gal und Caroline Masson kassierten bereits am zweiten Loch ein Bogey. Für Sandra Gal blieb das vorerst der einzige Schlagverlust. Am Vortag fiel bei ihr ein langer Putt nach dem anderen, heute hatte sie damit nicht so viel Glück. Aber am fünften Loch glich sie auf Even Par aus und dort blieb sie vorerst. Bei den nächsten sieben Löchern brachte die Düsseldorferin den Ball immer wieder nach Vorgabe ins Loch. Durch einen sehr guten Abschlag am Par-3 erspielte sie sich dann noch eine Birdiechance an Loch 14, die sie nicht liegen ließ. Am vorletzten Loch setzte sie einen weiteren Schlaggewinn drauf und beendete das Turnier mit einer 69er Runde auf T25. „Ich hatte heute Morgen das Ziel, dass ich unter Par finishe“, sagte Gal nach der Runde – zumindest dies gelang ihr.

Caroline Masson findet Form wieder

Caroline Masson hatte einen vielversprechenden Start ins Turnier hingelegt, der Hoffnung machte auf eine deutsche Medaille im Golf. Allerdings schwächelte sie am dritten Tag und durch die 75er Runde blieb für sie nur ein Platz im Mittelfeld. In der Finalrunde war die Gladbeckerin dann wieder in besserer Form, auch wenn es am Anfang nicht so aussah. Auf den ersten sechs Löchern verlor sie zwei Schläge, die sie aber noch auf der Front Nine wieder ausglich. Es folgte eine Phase, in der sie konstant Pars einlochte, wie auch Sandra Gal sie hatte, und legte kurz vor Schluss noch eine Schlaggewinn drauf. Am letzten Loch wäre es fast das Eagle gewesen, aber nach einem Birdie kam sie mit einer 69er Runde ins Clubhaus, wie sie es auch schon an Tag eins und zwei zeigtet. Mit T21 verabschiedet sie sich von ihrem ersten olympischen Golfturnier. Auch wenn sie sich sportlich mehr erhofft hätte, sah sie es ganz nach dem Motto: Dabei sein ist alles. „Es war eine riesen Erfahrung im olympischen Dorf zu wohnen, die anderen Athleten zu treffen und sich mit Ihnen auszutauschen“, sagte Masson in ihrem Fazit zu diesem Turnier.

Maria Verchenova mit neuem Rekord

Maria Verchenova, die einzige russische Golferin auf der Ladies European Tour und die einzige russische Teilnehmerin in diesem Olympiafeld, beendete das Turnier mit einer Rekordrunde. Mit 62 Schlägen unterbot sie die Runde der Amerikanerin Stacy Lewis vom zweiten Turniertag. Neun Birdies und das dritte Hole in One dieses Turniers spielte Verchenova, die bei fünf Schlägen über Par ins Finale gestartet war. Dem standen nur zwei Bogeys gegenüber, womit sie sich unter die Top 20 spielte.

Albane Valenzuela wird beste Schweizerin

Die 18-jährige Albane Valenzuela zeigte über das gesamte Turnier eine konstante und gute Leistung. 71-68-72-71 brachte ihr den geteilten 21. Rang ein. In ihrer Schlussrunde wechselten sich Bogeys und Birdies ab, aber zum Abschluss der Front Nine gelang der jungen Schweizerin sogar ein Eagle. Ihre Landsfrau Fabienne In-Albon beendete das Turnier mit einem weniger positiven Gefühl. Obwohl sie das gesamte Turnier über nicht besonders gut spielte, lieferte sie zum Abschluss ihre höchste Runde ab. 79 Schläge brauchte sie, ein einziges Birdie steht einsam auf ihrer Scorekarte. Sie beendete das Turnier auf dem 57. Rang.

Auch bei Christine Wolf stand ein einziges Birdie einsam auf der Scorekarte. Mit einer 76er Runde war sie um einen Schlag besser als am Moving Day, man konnte aber trotzdem nicht von einem versöhnlichen Abschluss sprechen.

Miriam Nagl zeigt zum Abschluss des Turniers in ihrem Herkunftsland eine gute Leistung um den Zuschauern noch einmal etwas bieten zu können. Fehlerfrei kam sie durch die Back Nine und gewann unter anderem mit einem Eagle noch vier Schläge dazu. Damit machte sie aus ihrer Schlussrunde ihre beste Turnierrunde und kam mit ihrer einzigen Unter-Par-Runde ins Clubhaus.

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Alexandra Caspers

Alexandra Caspers - Freie Autorin bei Golf Post

Als sich ihre Familie und ihr Bekanntenkreis nach und nach mit Golffieber infizierte, gab es für Alexandra auf lange Sicht kein Entkommen. Jetzt taucht sie neben ihrem Germanistik-Studium selbst in die Welt des Golfsports ein.

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