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Women’s British Open 2018: Sandra Gal mit feurigem Start

Sandra Gal startet furios in die Ricoh Women's British Open, während manch andere deutsche Proette ihre Schwierigkeiten hat.

Ricoh Women's British Open 2018 Ergebnisse Tag 1 Sandra Gal
Sandra Gal erwischte bei der Women's British Open einen fliegenden Start. (Foto: Getty)

Nach den Herren und den Senioren tragen nun auch die Damen der LPGA Tour und der Ladies European Tour mit der Ricoh Women's British Open ihr Major in Großbritannien aus. An die Spitze spielte sich die Australierin Minjee Lee. Der 22-Jährigen gelang eine 65er Auftaktrunde, die ihr mit sieben Schlägen unter Par einen Schlag Vorsprung zu der Japanerin Mamiko Higa einbrachte, die nach dem ersten Tag alleinige Zweite ist.

Sandra Gal startet durch in die Top 10

Von den fünf deutschen Teilnehmerinnen gab besonders Sandra Gal gleich in der ersten Runde Vollgas und führte das Feld sogar zeitweise an. Ihre Front Nine auf dem Linkscourse von Royal Lytham & St. Annes zierte die gebürtige Düsseldorferin mit Wahlheimat in den Vereinigten Staaten zwischen Loch 5 und 8 mit gleich vier Birdies in Folge, mit zwei weiteren begann sie die hinteren Neun und machte damit ihren Lauf von sechs Birdies auf nur sieben Löchern perfekt.

Danach ließ die 33-Jährige, die in dieser Saison bisher dreimal in den Top 10 gelandet war, allerdings nach und musste schließlich auf den letzten Metern noch zwei Bogeys hinnehmen. Die resultierende 68, die sie auf ihrer Scorekarte unterzeichnete, sicherte der Deutschen dennoch für eine Weile die Spitzenposition und ist mit dem geteilten achten Rang zumindest ein Garant für eine vielversprechende Position, mit der sie die kommenden drei Tage in Angriff nehmen kann.

"Trotz des Regens habe ich es wirklich genossen," so Gal nach ihrer Runde gegenüber der LPGA Tour, "ich habe es einfach fließen lassen und sichergestellt, dass ich meinem Schwung wirklich vertraue. Das war der Schlüssel. Ich weiß, das klingt sehr klischeemäßig, aber hier draußen, mit den ganzen Bunkern, muss man sich wirklich einfach seinen Schlägen anvertrauen, sich eine Linie suchen und schlagen" - auch wenn, wie sie beteuert, in dieser hervorragenden Runde "eine Menge harter Arbeit" in den vergangenen Monaten steckt.

Karolin Lampert baut gegen Rundenende ab

Auch Ladies-European-Tour-Proette Karolin Lampert war auf dem Weg zu einem ähnlich gloriosen Turnierstart wie ihre Landsfrau Gal gewesen - bis die finalen Löcher ihr das Ergebnis verregneten. Nachdem sie 15 Löcher lang konstant wie ein Uhrwerk und gänzlich bogeyfrei geblieben war, dafür aber vier Schläge gut gemacht hatte, brach sie ausgerechnet auf den letzten Metern ihrer Runde ein - zwei Bogeys und ein Doppelbogey auf den letzten drei Löchern verfrachteten die 23-Jährige, die derzeit die Nummer vier im Order of Merit der LET ist, vorerst ins Mittelfeld auf den geteilten 45. Platz.



Für Masson, Cowan und Harm gerät der Cut in Gefahr

Für Caroline Masson und die Amateurin Leonie Harm hingegen hält die zweite Runde wohl einen erbitterten Kampf um den Cut bereit. Harm, die im Juni bereits zum zweiten Mal die Internationale Amateurmeisterschaft der Damen für sich entschieden hatte, brachte sich mit einem Triplebogey an der 2 gleich zu Anfang ihrer Runde in eine unangenehme Position, drei weitere Bogey folgten bis zum achten Loch. Zwischenzeitlich stabilisierte sich die National-Team-Germany-Spielerin und brachte es auf den nächsten fünf Löchern auf drei Birdies, bis sie gegen Rundenende erneut nachließ und schließlich eine 77er Runde ins Clubhaus brachte.

Auch Masson hatte fast über die gesamte Dauer ihrer Runde ihre liebe Mühe mit dem Platz, erst gegen Ende konnte sie die ersten Schlaggewinne den vielen -verlusten gegenüberstellen. Derzeit liegt die Gladbeckerin, die in dieser Saison bereits fünf Topplatzierungen eingefahren hat, mit drei Schlägen über Par auf dem geteilten 102. Rang und wird von dort aus um ihr Ticket ins Wochenende ringen.

Einen Schlag besser als Masson schaffte es Olivia Cowan ins Turnier. Insgesamt gab die 21-Jährige ein solides Bild ab, wich nur viermal vom Par ab - davon dreimal allerdings mit jeweils einem Bogey. Auf dem geteilten 83. Platz wird auch sie in Runde zwei Schläge gutmachen müssen, um auch am Moving Day in Royal Lytham & St. Annes noch im Spiel zu sein.



Michelle Wie muss erste Runde abbrechen

Ein sehr frühes Ende fand das Turnier hingegen für Michelle Wie. Die Amerikanerin, die seit einigen Wochen mit einer Handverletzung zu kämpfen hat, sah sich mitten in ihrer Auftaktrunde zur Aufgabe gezwungen und äußerte sich später via Twitter: "(Bis darauf, ihm ausreichend Ruhe zu gönnen) habe ich in den letzten paar Wochen alles Menschenmögliche getan, um gesund genug zu sein, um dieses Event zu spielen. Leider war es nicht genug. Ich habe heute alles gegeben, aber ich konnte die Schmerzen nicht länger ertragen. Ich bin am Boden zerstört, dass ich mitten in der Runde aufgeben musste, aber ich glaube, wenn ich weiter durch den Schmerz durchgespielt hätte, hätte ich meine Hand noch weiter verletzt."

"Ich habe fast das ganze Jahr lang versucht, mit dem Schmerz klarzukommen," so die 28-Jährige weiter, "aber mein Team und ich denken, dass es nun schließlich an der Zeit ist, mir einige Zeit freizunehmen, damit meine Hand wieder gesund werden kann. Ich bin zuversichtlich, dass ich mit der richtigen Behandlung stärker als jemals zuvor zurückkommen werde. Ich werde Euch über meine Prognose/Genesung auf dem Laufenden halten. Danke für all die lieben Nachrichten und die Unterstützung. Es war ziemlich hart, aber Eure unerschütterliche Unterstützung zaubert immer ein Lächeln auf mein Gesicht.“

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