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Jason, Jordan, Justin: Kaymer und Grace jagen die drei „J“

16. Aug 2015
Justin Rose und sien Caddie in der dritten Runde der PGA Championship. (Foto: Getty)
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Zahlen und Fakten zu den Top-Fünf im Leaderboard und mehr: Die PGA Championship vor dem Finale.

Sie kennen bestimmt „Die drei ???“, die Jugendbuch-Serie mit den jungen Detektiven: Sinngemäß stehen die Fragezeichen heute auf für die drei „J“, für Jason, Jordan und Justin, das Spitzentrio der 97. PGA Championship und die Frage nach dem neuen Interims-Besitzer der Wanamaker-Trophäe. Nur sind Day, Spieth und Rose nicht die Jäger, eher die Gejagten. Martin Kaymer und Branden Grace möchten dem Trio nämlich gerne die Show stehlen.

Jason Day: „Ich musste mal emotional werden“

Zum dritten Mal in Serie liegt Jason Day vor dem Finale an der Spitze eines Majors, war in den vergangenen 20 Majors drei Mal Zweiter, sechs Mal in den Top-Fünf und neun Mal in den Top-Zehn, das muss doch jetzt endlich was werden! Acht Birdies und ein Eagle spielte der 27-jährige Australier auf seiner 66er-Runde, kam mit 24 Putts aus, kassierte jedoch auch zwei Bogeys und das Doppelbogey an der 15, das er mit einem der seltenen Schlaggewinne auf der 17 etwas linderte. „Ich musste einfach mal emotional werden“, kommentierte Day seinen anschließenden Gefühlsausbruch: „Sonst wäre ich zu verkrampft auf die schwierige 18 gegangen.“ Kann er heute noch mal so jubeln?


Spieth drei Birdies hinter dem Majorrekord von Woods

Jordan Spieth ist wieder auf Rekordkurs: Noch keiner hat die drei US-Majors in einer Saison gewonnen, überhaupt schafften nur Tiger Woods (2000) und Ben Hogan (1953) drei Majorsiege in einem Jahr. Vor 15 Jahren spielte Woods die vier Top-Turniere zudem in 53 unter Par, Spieth liegt nach Masters und US sowie British Open vor der heutigen Finalrunde bereits bei 50 unter Par. Sein Erfolgsrezept beschreibt der 22-jährige Texaner, der gestern eine bogeyfreie dritte Runde mit sieben Birdies, davon sechs auf der Back Nine hinlegte, so: „Ich gehe jedes Turnier an, als wäre es das einzige im ganzen Jahr.“

Rose fürchtet den Nachmittagswind

Der Wetterbericht verspricht einen windigen Nachmittag mit Böen von bis zu 40 km/h. „Das könnte ein erheblicher Faktor sein, mit dem wir ,Spätstarter‘ zu kämpfen haben“, sagte Justin Rose, der sich mit sieben Birdies, einem doppelten Schlagverlust auf Loch vier und einem ärgerlichen Bogey auf der 18 in die Spitzengruppe spielte. Der US-Open-Champion von 2013 befürchtet, dass sich der eine oder andere mit einer früheren Starzeit und weniger Wind nach vorne drängelt: „Freilich, um im Finale eines Majors zu bestehen, brauchst Du sowieso Dein bestes Spiel.“

„Wir haben uns gegenseitig hochgezogen“

Branden Grace war der Mann des „Moving Day“: Mit einer fehlerlosen 64er-Runde und acht Birdies zog der Südafrikaner, der schon bei der US Open in Chambers Bay nahe am Majorsieg dran war, in die Top-Fünf ein. „Martin und ich haben heute großes Golf gespielt und uns gegenseitig hochgezogen“, lobte Grace den Flightpartner Kaymer. Der „Titelverteidiger von Whistling Straits“ gab das Kompliment gerne zurück. „So eine Leistung des Partners ,pusht‘ dich echt“, sagte Martin Kaymer über seine 65. 2010 gewann er am Lake Michigan ebenfalls nach vier Schlägen Rückstand auf Spitzenreiter Nick Watney, brauchte dafür allerdings noch das Play-off gegen Bubba Watson. Bislang gelang es übrigens nur Tiger Woods,  zwei PGA Championships auf dem gleichen Platz zu gewinnen, 1999 und 2006 in Medinah.

Ehefrau „klaut“ Matt Jones die Schlagzeilen

Mit drei Bogeys in Folge auf den Löchern 15 bis 17 hat sich der „Überraschungs-Australier“ Matt Jones nach zwischenzeitlicher Führung ein wenig aus dem Titelrennen dieser 97. PGA Championship geschossen. Ohnehin muss sich der 35-Jährige die Schlagzeilen mit seiner Frau Melissa Weber Jones teilen, seit die Medien herausgefunden haben, dass es im Web Bikinifotos von der früheren „Miss Idaho“ gibt. „Ich muss im Finale eine sehr gute Runde spielen“, bringt Matt Jones den Fokus wieder auf Golf: „Ich bin noch nicht aus dem Rennen.“ Und dann war da noch sein Befreiungsschlag von der Veranda des Hospitality-Zelts auf Bahn neun: „Der Ball lag gut. Die Stelle, wo ich ansonsten hätte droppen müssen, wäre viel ungünstiger gewesen.“

Tiger Woods macht Schleichwerbung

„Product Placement“: Tiger Woods hat, wie erwartet, den Cut verpasst. Und jetzt? „Ich fliege nach Hause, packe die Wäsche aus und gucke mir das Finale in meinem Lokal im Fernsehen an. Wie klingt das?“, grinste der 14-fache Majorsieger nach dem samstäglichen Ende der zweiten Runde und machte damit Schleichwerbung für sein gerade eröffnetes Restaurant „The Woods Jupiter“ daheim in Florida. Aber mal im Ernst: Woods hat zwar für die Wyndham Championship gemeldet, doch: „Ich setze mich mit meinem Team zusammen und wir überlegen in Ruhe die nächsten Schritte.“ Obwohl immer von einem vorzeitigen Ende seiner PGA-Tour-Saison die Rede sei, „gibt es rund um den Globus noch eine Menge Golf zu spielen“.

1,8 Millionen Dollar für den Sieger

Reden wir über Geld: Die 97. PGA Championship ist mit zehn Millionen Dollar (9.000.5000 Euro) dotiert, der Sieger erhält 1,8 Millionen Dollar (1,62 Millionen Euro), für Platz zwei und drei gibt es 1,08 Millionen bzw. 680.000 „Bucks“ (972.000/612.000 Euro) und der 70. kann sich mit 18.000 Dollar (16.200 Euro) immer noch eine warme Mahlzeit gönnen.

Unterwegs in der „Destination Kohler“

Zur Einstimmung auf den heutigen Finaltag zeigt uns Matt Ginella vom „Golf Channel“ die „Destination Kohler“, von der Fabrik bis an die Bar:

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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