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Hybrid der Saison 2017: Die vielseitigsten Helfer des Jahres

Das Hybrid ist nicht mehr aus der Schlägerlandschaft wegzudenken. Das Einsatzgebiet der Utilities wird immer größer, wie auch die Anforderungen - unsere Top 5.

14. Nov 2017
Aus den Bags nicht mehr wegzudenken ist das Hybrid. Grund genug für uns die Top-5 der Helfer ausfindig zu machen. (Foto: Callaway, Titleist, Mizuno, Cobra und Ping)


Hybride vereinfachen das Spiel bei langen Schlägen. Durch die immer geringer werdenden Loft-Zahlen bei den Eisen wurde es immer schwieriger, diese Eisen zu treffen - das Hybrid schafft genau hier Abhilfe.

Das Hybrid - ein echter Allrounder

Durch den dickeren Kopf und die Umverteilung des Gewichtes erleichtern Hybride einen schnellen hohen Ballstart. Mittlerweile hat sich das Hybrid in noch vielen weiteren Teildisziplinen des Golfspieles einen Namen gemacht. Vom Tee, um die Bälle bei einem kurzen Par-4 auf die Bahn zu bringen, vom Fairway als Transportschläger, aus den Semi-Roughs oder sogar im kurzen Spiel zum Chippen - alles Möglichkeiten, um mit den Hybriden zu arbeiten.

Titleist 818 H1 und H2 Hybrid

Zum Ende des Jahres hat Titleist neue Hybride veröffentlicht. Beide Hybride vertrauen auf individuelle Anpassungsmöglichkeiten, sprechen dabei jedoch andere Spielertypen an. Mit dem Titleist 818 H1 wenden sich die Hersteller an diejenigen Golfer, die mehr Fehlerverzeihung benötigen. Das Titleist 818 H2 richtet sich mehr an erfahrene Spieler, die viel Kontrolle mit ihrem Schläger ausüben wollen.

Auch optisch macht sich ein Unterschied zwischen den beiden Schlägern bemerkbar, da das H1 vom Design her einem Holz ähnelt, während das H2 mehr den sportlichen Eisenlook vermittelt. Eine entscheidende Sache haben sie dennoch gemeinsam: lange Schläge ins Grün mit wenig Roll, sodass man auch längere Annäherungen meistern kann.

Pro Contra
Erhöhter Trägheitsmoment: Durch Veränderungen der Gewichtung im Schlägerkopf ist es den Ingenieuren gelungen einen höheren Trägheitsmoment zu erzeugen, was mehr Geschwindigkeit bieten soll. Preis: Mit knapp über 300 Euro rangiert das Hybrid im höheren Preissegment.
Anpassungsmöglichkeiten: Das Titleist Hybrid kann man in vielen Variationen an seine Vorlieben anpassen, wie zum Beispiel mit einem Zusatzgewicht, das je nachdem Draws oder Fades unterstützt.
Zwei Modelle: Titleist bietet mit zwei Modellen ein größeres Spektrum und kann somit eine größere Zielgruppe ansprechen.

Ping G400 Hybrid

Auch Ping lässt dieses Jahr mit der G400 Serie keine Wünsche der Top-Spieler offen. Im Zuge der Veröffentlichung wurde auch ein neues Hybrid auf den Markt gebracht, das mit einer besonderen Schlagfläche aus Maraging-Stahl viel Geschwindigkeit aufbauen soll.

Außerdem wurde bei der Entwicklung des Schlägers viel Wert auf den Schwerpunkt gelegt. Durch eine dünne Krone wurde Gewicht eingespart, das man in der Sohle des Schlägers verarbeitet hat, sodass mehr Fehlertoleranz ermöglicht werden soll.

Pro Contra
Turbulatoren: Die Erhebungen verbessern die Aerodynamik und sollen so die Geschwindigkeit erhöhen. Optik: Die aerodynamikverbessernden Turbulatoren stören im Anspruch, da sie kleine Erhebungen auf der Krone hervorrufen, was schlichtweg ungewöhnlich ist.
Maraging Schlagfläche: Die besondere Beschichtung aus Maraging-Stahl soll einen schnelleren Ballstart ermöglichen.
Flache Sohle: Die Sohle des Hybrids ist nicht gewölbt oder besitzt sonstige Ecken und Kanten, weswegen man einen Schläger mit komplett flacher Sohle besitzt.

Cobra F-MAX Hybrid

Ein Hybrid, dass sich besonders an die Anfänger und langsam schwingenden Spieler richtet, hat es ebenfalls in unsere Top 5 geschafft. Mit viel Gewicht in der Sohle und einem sehr leichter Schaft fühlt sich der Schläger besonders kopflastig an. Aber auch technische Eigenschaften sollen dadurch unterstützt werden.

Durch den niedrigen Schwerpunkt und den gleichzeitig hohen Loft starten die Bälle schnell und sehr hoch, was den Spielern in der Zielgruppe helfen soll. Außerdem wurde viel Gewicht hinter der Schlagfläche verarbeitet, was den Sweet-Spot vergrößert und somit mehr Fehlerverzeihung bieten soll.

Pro Contra
Fehlerverzeihung: Bei der Cobra F-MAX Familie ist alles auf Fehlerverzeihung ausgelegt, was man auch mit dem Hybrid für sich nutzen kann. Durch viel Gewicht in der Hacke des Schlägers soll ein schneller Ballflug gewährleistet werden.  Zielgruppe: Die Schläger richten sich ausschließlich an Anfänger und sehr langsam schwingende Golfer. Die Technologien wurden auf die Bedürfnisse dieser Spielergruppe zurecht geschnitten, somit ist die Zielgruppe sehr eingeschränkt.
Schaft: Um optimale Ergebnisse zu erzielen, braucht es den passenden Schaft zum Schlägerkopf, weswegen die F-MAX Schläger mit einem weichen und sehr leichten Schaft geliefert werden.
Hohe Lofts: Durch hohe Lofteinstellungen soll das Starten der Bälle vereinfacht werden, sodass der Golfball weiter fliegt.

Mizuno JPX900 Hybrid

Die Hybride aus der japanischen Schlägerschmiede gehören zu den wenigen Hybriden, die auch mit Justierbarkeit dienen können, sodass jedermann sein Hybrid auf seine persönlichen Vorlieben zurecht schrauben kann.

Das tiefe Blau der Krone ist auf jeden Fall ein Hingucker beim Ansprechen des Balles. In der Mitte der Krone wurde zusätzlich das Mizuno-Logo in weißer Farbe angebracht, um als Zielhilfe zu dienen.

Pro Contra
Optik: Mit dem kräftigen Blau und der weißen Zielhilfe überstrahlt das Hybrid viele andere Schläger in Sachen Design. Spinverhalten: Dadurch, dass das Hybrid sehr lange Schläge und einen flacheren Ballflug ermöglicht, kann es nicht viel Spin erzeugen. Dies macht sich beim Anspielen der Grüns bemerkbar, wenn die Bälle teilweise etwas weiter ausrollen.
Shockwave-Sohle: Auf der Unterseite des Schlägers sieht man eine wellenartige Anordnung. Diese werden von Mizuno als Shock-Waves bezeichnet und sollen höhere Ballgeschwindigkeiten hervorrufen.
Verstellbares Hosel: Mizuno liefert mit dem JPX900 ein Hybrid, das man sich auf seine individuellen Präferenzen bauen kann.

Callaway Epic Hybrid

Die Krone des Schlägers besteht aus einem Kohlefasermaterial, welches ein vergleichsweise sehr leichter Rohstoff ist. Somit konnte Gewicht eingespart werden, was auch das Trägheitsmoment verändert hat.

Die Schlagfläche wurde mit einer komplett neuen Technologie entscheidend verbessert. Das Schlägerblatt ist dünner gestaltet, weswegen es weniger Geschwindigkeitsverlust geben soll. Außerdem soll die Verbindung zwischen der Schlagfläche und dem restlichen Teil des Hybrids optimiert so worden sein, dass ein höherer Trampolineffekt entsteht.

Pro Contra
Kohlefaserkrone: Die leichte Krone des Schlägers verleiht dem aktuellen Callaway Hybrid einen neuartigen Look, hat aber noch mehr zu bieten, weil dadurch viel Gewicht eingespart werden konnte, welches man an anderen Stellen besser einsetzen konnte.  Preis: Das Epic Hybrid kostet rund 40% mehr als das Vorgängermodell - mit 329 Euro als unverbindliche Preisempfehlung ein stolzer Preis.
Hyper Speed Cup Face: Diese Technologie soll den Trampolineffekt erhöhen und somit höhere Geschwindigkeiten hervorrufen.
Verstellbares Hosel: Was bei Drivern mittlerweile schon Standard ist, fehlt noch bei diversen Hybriden. Das Epic Hybrid punktet also mit der Möglichkeit den Neigungswinkel zu ändern.


Top-5 Hybride des Jahres 2017

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Johannes Gärtner

Johannes Gärtner - Autor für Golf Post

Johannes studiert Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule Mittelhessen und unterstützt Golf Post als leidenschaftlicher Golfer. Auf dem Platz mutiert er dank Handicap -4,3 zum Wettkämpfer und fällt nicht nur durch seine bunten Schläger auf.

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