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Fairwayhölzer – der Kaufratgeber mit allen Informationen

16. Aug 2014
Welches Fairwayholz soll ich nehmen? Worauf muss ich beim Kopf und Schaft achten? (Foto: PING i25 Fairway-Holz)
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Fairwayholz oder Rescue – das ist oft eine Frage vieler Golfer. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur richtigen Auswahl bei Fairwayhölzern.

Ein Fairwayholz auszuwählen ist ungefähr so, wie sich ein neues Auto zu kaufen. Aussehen und Image sind wichtig, keine Frage. Aber am besten ist es, wenn du das neue Stück erst einmal ausprobierst. Am Ende zu entscheiden welches Fairwayholz bzw. welche Fairwayhölzer man wirklich will, kann schwerer sein als sich einen Driver auszusuchen. Mit mehr Auswahlmöglichkeiten in Sachen Loft, Griff und Kopfgröße, ist es nicht so leicht den passenden Schläger für das eigene Spiel zu finden. Aber so wie die Spieler die Anzahl ihrer Hölzer im Bag erhöht haben, so haben auch die Hersteller nachgelegt. Die von den Unternehmen produzierten Fairwayhölzer und Rescues (Oder auch Hybrid-, Utility-Schläger), werden mithilfe von Forschung und Entwicklung perfektioniert, um den richtigen Schläger für jeden Spieler hervorzubringen.

Fairwayhölzer im Überblick – was muss ich wissen als Golfer?

Ist man auf der Suche nach einem Fairwayholz, muss man zunächst entscheiden wofür man es braucht. Will ich bei meinen Schlägen mehr Höhe generieren? Brauche ich einen Schläger mit dem ich mein 3er-Eisen ersetzen kann? Will ich einen neuen Schläger zum Abschlagen vom Tee oder brauche ich einfach einen Schläger, um aus dem Rough zu schlagen? Auf all diese Fragen kann ich mit einem Fairwayholz antworten und im Folgenden werden die Unterschiede zwischen den Hölzern aufgezeigt.


PING G25 Fairway-Holz

PING G25 Fairway-Holz

Hauptaufgabe des Fairwayholz – Abschlag, Fairway oder Annäherung zum Grün?

Da Fairwayhölzer mehr Loft haben als Driver, ist es mit ihnen leichter den Ball zu treffen und die Schläge können präzisier ausgeführt werden. Manchmal kann so ein 3er-Holz – in den richtigen Händen – den Ball ebenso weit befördern, wie ein Driver. Der Extra-Loft macht den Schlägers dabei fehlerverzeihender und lässt den Spieler das Fairway leichter erreichen.

Man sollte sich vor dem Schlägerkauf Gedanken darüber gemacht haben, welche Hauptaufgabe das Fairwayholz erfüllen soll. Will ich mit meinem Schläger eine längere Distanz überbrücken oder sollen es eher Annäherungsschläge zum Grün sein? Bei Letzterem ist es sinnvoll, dass man ein Fairwayholz mit höherem Loft im Bag hat, damit der Ball schneller landet und nach dem Auftreffen auch schneller stoppt.

Um auf das Grün zu kommen, würden viele eher zum Holz mit hohem Loft greifen, als zum 2er-, 3er- oder 4er-Eisen. Je größer der Schlägerkopf des Fairwayholzes im Vergleich zum Eisen, desto leichter ist es die entsprechende Länge zu schlagen, ohne dabei zu überschwingen. Als grobe Faustregel gilt hierbei:

  • Ein 4er-Holz ersetzt ungefähr ein 2er-Eisen,
  • ein 5er-Holz das 3er-Eisen,
  • ein 7er-Holz das 4er-Eisen und
  • ein 9er-Holz das 5er-Eisen.

Die Herausforderung – das Par-5-Loch in zwei Schlägen erreichen

Wenn man es wirklich wissen will: Manche Löcher sind einfach zu weit entfernt, um sie mit einem gekonnten Drive und einem Eisenschlag zu erreichen. Hier kommt dann das Fairwayholz ins Spiel. Plant man das öfter zu machen, also mit dem Holz vom Fairway zu schlagen, sollte man darauf achten, dass der Kopf des Fairwayholzes ziemlich flach ist. Natürlich ist man auch hiermit noch in der Lage vom Tee abzuschlagen, aber durch den flacheren Schlägerkopf wird gerade das Schlagen von schwierigen Positionen auf dem Fairway vereinfacht.

Callaway X2 Hot Fairwayholz

Callaway X2 Hot Fairwayholz

Fairwayholz oder Hybridschläger?

Ob nun das Fairwayholz oder der Hybrid das Richtige ist, ist bei jedem Spieler individuell verschieden und kommt immer darauf an, was genau man von seinem Set erwartet. Bei den meisten Spielern findet sich im Bag ein Driver, dann ein bis zwei Fairwayhölzer und dann noch ein oder zwei Hybridschläger.

Die größeren Köpfe der Fairwayhölzer machen es fehlerverzeihender und erzeugen eine höhere Flugkurve, weil sie mehr Backspin erzeugen. Fairwayhölzer sind also besser geeignet für Schläge vom Fairway und Tee. Landet der Ball hingegen im Rough, ist es klüger zum Hybrid zu greifen. Die kleineren Köpfe dieser Schläger können aus diesen ungünstigen Position besser durch den Ball gehen und mir so den Schlag erleichtern. Im Hinterkopf gilt es aber zu behalten, dass man mit einem 19° Fairwayholz weiter schlägt, als mit einem 19° Hybrid, weil der Kopf mehr Geschwindigkeit generieren kann und der Schaft für gewöhnlich länger ist.

Einstellbarkeit des Fairwayholzes

Zwar ist es beim Fairwayholz noch nicht ganz so üblich wie beim Driver, aber einige Hersteller setzen mittlerweile auch beim Holz auf die individuelle Verstellbarkeit, um so den Spielern die Möglichkeit zu geben, ihren Schläger ihrem Schwung anzupassen. Die individuelle Verstellbarkeit der Fairwayhölzer lässt sich in drei Kategorien unterteilen:

Loft

Golfer können den Loft des Schlägers mithilfe eines verstellbaren Hosels (Verbindungsstück zwischen Schlägerkopf und Schaft) justieren. Um den Loft zu verstellen, wird eine Schraube am Golf-Heel (Teil des Schlägerkopfes der am nächsten zum Schaft liegt) gelöst, sie verbindet den Schaft mit dem Schlägerkopf, und danach der Neigungswinkel angepasst. So kann der Loft entweder höher oder niedriger gemacht werden. Für gewöhnlich lässt sich der Loft um vier bis fünf Grad verstellen.

Wenn der Loft des Fairwayholzes verändert wird, ändert sich auch der Lie-Winkel des Schlägers, also der Winkel zwischen Schaft und Kopf. Änderungen des Lie-Winkels haben Auswirkungen auf die horizontale Flugbahn des Balles. Einige der verstellbaren Hosels erlauben es dem Spieler den Loft-Winkel zu ändern, ohne dabei Einfluss auf den Lie-Winkel zu haben, worauf es zu achten gilt, wenn man einen verstellbaren Schläger in Erwägung zieht.

Verstellbare Schläger sind dazu da, dass man die Flugbahn des Balles optimieren kann. Deswegen ist es sehr wichtig beim Fairwayholz darauf zu achten, dass der Loft- und Lie-Winkel auf mein Schlagverhalten abgestimmt sind und hierzu passen.

Adjustable Fairway Woods

Einstellbares Fairwayholz

Gewicht

Vielleicht nicht ganz so verbreitet wie bei Driver, aber dennoch bieten manche Herstellern bei ihren Fairwayhölzern die Möglichkeit, in ausgewählten Modellen mit kleineren Gewichten das Gesamtgewicht des Schlägerkopfes zu manipulieren und somit die Flugbahn des Balles zu manipulieren. Allerdings wird dies meist nur beim professionellem Fitting gemacht, weswegen man vorher schauen sollte, inwiefern diese Möglichkeit des Fine-Tunings überhaupt besteht.

Material – Aus welchen Komponenten sollte das Fairwayholz bestehen?

Stahl

Die meisten Fairwayhölzer auf dem Markt besitzen einen Schlägerkopf aus Stahl, vor allem, weil der Kopf hier nicht so groß sein muss wie beim Driver. Stahl bietet hierbei ein starkes und zugleich nachgebendes Element für den Schläger und kann als relativ kostengünstiges Material verarbeitet werden.

Titan

Obwohl Stahl relativ unübertroffen ist in diesem Bereich, werden in vielen Fairwayhölzern noch Titan verarbeitet. Das leichte Gewicht von Titan macht es zu einem nützlichen Material zur Beschichtung von anderen Metallen für Fairwayhölzer. Üblicherweise ist das Material für etwas größerer Fairwayholzköpfe reserviert, allerdings wird Titan mehr und mehr von Unternehmen in der generellen Produktion ihrer Schläger einbezogen.

Aufgrund des leichten Gewichts dieser Beschichtung, kann das Gewicht des Schlägers niedriger gehalten werden. Gleichzeitig wieder Schwerpunkt des Schlägers niedriger und breiter und kann weiter nach hinten verlegt werden. So können Hölzer erstellt werden, mit denen man weit schlagen kann und die gleichzeitig kleinere Fehler verzeihen. Wie die meisten Titanschläger schlägt sich das natürlich oft auch im hohem Preis nieder.

Mischung des Materials

Es gibt ein paar Fairwayhölzer deren Material aus verschiedenen Komponenten besteht. Leichtere Materialien, wie zum Beispiel Carbon, welches auf dem Scheitel oder auf der Rückseite des Schlägerkopfes verarbeitet wird, soll das Gewicht des Kopfes verringern, um so eine niedrigere und periphere Gewichtung zu erzeugen. Damit toleriert der Schläger viel besser schlecht getroffene Bälle und das Ganze bei niedrigeren Herstellungskosten als mit Titan.

Einige Modelle werden allerdings auch mit anderen Materialien, wie zum Beispiel Wolfram, bearbeitet, um mehr Gewicht in Richtung Schlägerkopf zu bekommen und so das Fehlerverzeihen des Schlägers zu erhöhen.

Schaft – auf was kommt es an beim Fairwayholz?

Der Schafft ist klar ein unverzichtbarer Teil des Schlägers und hat beim Fairwayholz eine noch größere Bedeutung als sonst schon. Viele Hybrid- und Utilityschläger haben im Spiel eher einen kürzeren Schaft und damit den Vorteil, dass sich diese Schläger eher wie ein Eisen spielen lassen und somit mehr Kontrolle bieten. Beim Fairwayholz ist dies allerdings nicht der Sinn des Schaftes und der Zweck definitiv ein anderer: Beim Fairwayholz ist der Schaft so designed, dass er dem Spieler die Möglichkeit gibt, eine weitere Strecke zurückzulegen. Dies wird dadurch erreicht, dass der Schlägerkopf – aufgrund des längeren Schaftes – mehr Geschwindigkeit erfährt. Allerdings opfert der Schlagende hierbei stets einen gewissen Grad an Kontrolle, was nicht sonderlich schlimm ist, da die Funktion des Fairwayholzes „Distanz -Schaffen“ ist.

Die meisten Fairwayhölzer kommen mittlerweile mit einem Schaft aus Graphit, da sie dadurch leichter sind und so verschiedene Beugungen allen Schwunggeschwindigkeiten angepasst werden können.

Matthias Gräf

Matthias Gräf - Gründer und Geschäftsführer von Golf Post

Er spielt seit 15 Jahren leidenschaftlich Golf und bewegt sich seit Jahren um die Single-Hcp-Marke. Er ist der Initiator hinter dem Golf Post Onlinemagazin und verfolgt damit das Ziel den Golfsport in Deutschland voranzubringen. Sie finden Matthias Gräf auch auf Google+.
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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. „Relativ unübertroffen“ ist auch Quatsch. Etwas kann relativ hell, leicht, teuer oder schön sein. Aber entweder etwas ist unübertroffen oder eben nicht. Alles klar?

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