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Martin Kaymer startet mit Even Par bei BMW International Open

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25. Jun 2015
Martin Kaymer hat sich für das Heimspiel einiges vorgenommen. Im ersten Durchgang kann er jedoch nicht mit der Spitzegruppe mithalten. (Foto: Getty)
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Der deutsche Reigen bei der BMW International Open ist eröffnet. Martin Kaymer bleibt hinter den Erwartungen zurück, dafür ist Fritsch vorne dabei.

Zu Beginn der BMW International Open macht erstmal ein Engländer die Ansagen: Andrew Johnston liegt nach der ersten Hälfte des Auftaktdurchgangs bei -6 in Front. Verfolgt wird er von seinen Landsmännern James Morrison und Tommy Fleetwood, dem Weltranglistensiebten Henrik Stenson und Kiradech Aphibarnrat aus Thailand, alle vier bei -5. Als vorerst einziger Deutscher, der ganz oben mithalten kann, liegt Florian Fritsch nach einer starken 68 (-4) aktuell auf dem geteilten vierten Platz.

Die Die BMW International Open sind das deutsche Highlight der Golf-Saison, auch wenn mit der Porsche European Open in Bad Griesbach 2015 endlich ein weiteres hinzu kommt. In diesem Jahr spielen einige der besten Golfer der Welt wieder in München-Eichenried, nachdem das Turnier seit 2012 wechselweise auch in Köln-Pulheim stattfindet. Aus deutscher Sicht dürfen die Fans den „Luxus“ genießen, gleich 14 Athleten aus dem eigenen Land anfeuern zu können – auf European-Tour-Niveau eine Rarität.


Martin Kaymer bei der BMW International Open

Deutschlands Nummer eins, Martin Kaymer, startet mit einer 70er Runde in die BMW International Open und liegt nach der Vormittags-Session auf Rang T60. Der 30-Jährige, der mit der Erinnerung an seinen Heimerfolg von 2008 immer wieder gerne nach Eichenried zurückkommt, startete seine Auftaktrunde auf Loch 10, und ging gleich an der Elf via Birdie auf eins unter Par. Auf der 18 kam ein weiteres hinzu, Kaymer machte  den „Turn“ in der Top Ten. Auf der Front Nine dann schenkte der zweifacher Major-Champion aber durch Unkonzentriertheiten den guten Score her, zwei Bogeys und ein Doppelbogey warfen ihn zurück. An der Neun rettete er nochmal das Birdie, nachdem der zweite Schlag auf dem Par 5 weit ab des Grüns in der Uferböschung landete, und brachte immerhin noch die Even-Par-Runde ins Clubhaus.

Morgen muss sich Martin Kaymer steigern, will er noch ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Er machte bereits im Vorfeld der BMW International Open deutlich, dass dieses Turnier für ihn etwas ganz besonderes ist. Nach dem verpassten Cut bei der US Open nutzte der Deutsche die zwei unerwarteten Extra-Tage, um für das Heimspiel in Eichenried gerüstet zu sein: Am Montag, kurz nach Sonnenaufgang, war er der erste Profi, der auf der Range stand. Beim Pro-Am mit Thomas Müller, Ex-Handball „Bad Boy“ Stefan Kertzschmar und Sänger Tim Bendzko ging es lockerer zu, und dass auch Fußballer ein schönen Schwung haben können, beweist der Weltmeister von 2014 eindrucksvoll.

Marcel Siem macht’s wieder Siem-mäßig

„Ich fühle mich immer superwohl, wenn ich ins Clubhaus gehe und meinen Namen auf dem Board als Clubmeister von 1990 sehe. Da geht mir immer wieder das Herz auf“ – sagte Marcel Siem vor Beginn des Turniers. Leider konnte er diese Freude im ersten Durchgang nicht auf den Platz übertragen. Wie Kaymer startete Siem auf der Zehn, lag aber bereits nach sieben Löchern drei über Par – auf seinen ersten Neun gelang ihm kein einziges Birdie.

Doch, wie sollte es auch anders sein, nahm seine Runde noch einmal unerwartet Fahrt auf. Insgesamt spielte der Rheinländer auf der Front Nine fünf Birdies und forcierte seinen Score sogar noch in die roten Zahlen: Das Birdie auf der abschließenden neunten Bahn brachte noch die 69 (-1). Aktuell liegt Siem damit auf dem geteilten 30. Platz. Die Spitze ist also vorerst noch ein gutes Stück weg, die Runde, findet Marcel Siem, war aber irgendwie symbolisch für den Verlauf der Saison.

Solide Auftritte von Ritthammer und Lampert

Bernd Ritthammer und Moritz Lampert, die in dieser Saison beide noch darum kämpfen, auf der European Tour Fuß zu fassen, konnten beim Heimspiel in München am ersten Tag ordentliche Runden ins Clubhaus bringen. Moritz Lampert machte mit einem Birdie auf dem letzten Loch bei +1 auf T60 Feierabend. Bernd Ritthammer konnte, nach einigen Aufs und Abs während der Runde, ebenfalls mit einem Birdie auf dem letzten Loch abschließen und doch noch unter Par gehen. Er liegt bei -1 aktuell auf Rang T30.

Fritsch bester Deutscher bei BMW International Open

Florian Fritsch, der mit drei geschafften Cuts aus sechs Turnierteilnahmen auf der European Tour 2015 und einem geteilten 45. Platz als bester Platzierung noch Luft nach oben hat, konnte im ersten Durchgang in Eichenried amtlich abliefern. Der 29-Jährige blieb über die 18 Löcher mit nur einem Bogey nahezu fehlerfrei und konnte auf der anderen Seite fünf Schlaggewinne einfahren. Entsprechend zufrieden gab er sich nach der Runde.

Youngsters Kunzenbacher und Foos gut im Geschäft

Julian Kunzenbacher, der 22-Jährige Bielefelder, der seit 2013 Profi auf der Pro Tour ist, stolperte ordentlich rein in seine erste Runde bei der BMW International Open 2015. Nach acht Löchern, drei Bogeys und einem Doppelbogey lag Kunzenbacher bereits fünf über Par, bevor er mit drei Birdies in Folge zur Rundenmitte den Trend zu stoppen versuchte. Auf das kleine Zwischenhoch folgten zwar nochmal Schlagverluste, mit dem Eagle als Abschluss auf der 18 aber hält sich der junge Profi die Tür zum Wochenende zumindest noch offen.

Deutschlands hoch gehandeltes Golf-Talent Dominic Foos teet mit seinen 17 Jahren bereits zum dritten Mal bei der BMW International Open auf. In diesem Jahr beendet Foos seinen Auftaktdurchgang bei +2 auf dem aktuell geteilten 74. Platz.

Da die erste Runde der BMW Internation Open noch läuft, können sich die Platzierungen noch verschieben. Der Artikel wird laufend aktualisiert.


Wo geht's denn hier zur BMW Open? - Munterer Auftakt in München

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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