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Gemeinsam golfen 2017 – „Schwerer als ein Angelschein wird’s ja nicht sein“

Aus meinem privaten Freundeskreis interessierte sich bisher niemand für Golf. Jetzt habe ich einen neuen Golfbuddy, "Gemeinsam golfen 2017" sei Dank. Ein Erfahrungsbericht.

Golf Post Redakteur Tobias Hennig mit seinem Freund Miki beim Golfen im Rahmen der
Golf Post Redakteur Tobias Hennig mit seinem Freund Miki beim Golfen im Rahmen der "Gemeinsam Golfen 2017"-Aktion. (Foto: Golf Post)

Immer wenn mein Freund Miki etwas sieht, das mit Golf zu tun hat, schickt er mir ein Foto: lustige Memes, Zeitungsartikel, Fotos aus dem Urlaub, auf denen irgendein Golfplatz zu sehen ist. "Kennst du den Platz?", fragt er dann meistens. "Nein", ist normalerweise die Antwort, "ich weiß ja nicht mal wo du bist." Golf verband uns also schon eine Weile - irgendwie.

Dreimal war Miki im Urlaub schon auf der Driving Range. Jahre lagen zwischen den sporadischen Besuchen. Auf einem Golfplatz, also wirklich auf dem Platz, war er noch nie. Dabei ist er eine Sportskanone sondergleichen, bestreitet unter anderem Triathlons, gerne auch die halbe Ironman-Distanz (1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren, 21 Kilometer laufen) oder extreme Radrennen (z.B. einmal rund um Österreich). Vielleicht liegt es ja auch genau daran - das alte Vorurteil, Golf sei kein Sport. Den Zahn konnte ich ihm gleich auf der ersten Neun-Loch-Runde seines Lebens ziehen. Doch dazu später mehr.

Über Startschwierigkeiten lachen

Von vorn: Eine WhatsApp-Nachricht war genug, um Miki zu überzeugen. Schon für den nächsten Tag buchte ich uns in meinem Heimatclub eine Startzeit direkt nach der Arbeit. Wir teilten uns einfach mein Bag. Von "Gemeinsam golfen 2017" hatte er noch nie gehört, also klärte ich ihn am ersten Tee noch schnell auf, warum er eigentlich ohne Platzreife mit mir auf den Kurs darf. Dank der Brancheninitiative "Gemeinsam golfen 2017" dürfen Clubmitglieder einen "Noch-Nicht-Golfer" mit auf den Platz nehmen und diesen auch spielen lassen (jeder Club entscheidet selbst, was der Neuling darf). Ich war erstaunt, wie viel Verständnis Miki dafür aufbrachte, dass das normalerweise anders ist: "Die Platzreife ist ja eine Qualifikation. Es bringt ja nichts, über den Platz zu jagen und 50 Schläge an jedem Loch zu brauchen. Wahrscheinlich ist es sogar für die anderen Spieler gefährlich." Wahre Worte, doch ohne Spaß geht es nicht: "Schwerer als einen Angelschein zu machen, wird's ja auch nicht sein."

An Motivation mangelte es zu keinem Zeitpunkt. (Foto: Golf Post)

An Motivation mangelte es zu keinem Zeitpunkt. (Foto: Golf Post)

Die Platzreife vielleicht nicht, doch das Spiel an sich schon. Das merkte auch Miki schnell, auch wenn ich (selbst nur durchschnittlich talentiert) ehrlich beeindruckt war von dem, was er da nach wenigen Schlägen auf die Bahn brachte. Und wie es sich für einen Sportsmann gehört, hatte ihn schnell der Ehrgeiz gepackt. Wenn mal ein "Hacker" ohne Ballkontakt ums Grün dabei war, verzog Miki das Gesicht und fluchte leise vor sich hin. Anschließend probierte er dann ein klein bisschen später an den Ball zu kommen - und toppte den nächsten Versuch hinters Grün. Natürlich brachen wir in schallendes Gelächter aus. Ich ein zweites Mal, als ich Miki - nun vollends motiviert aus jeder Lage zu spielen - dabei zusah, wie er im Dickicht die Büsche rodete.

Erfolgserlebnisse gemeinsam feiern

(Foto: Golf Post)

(Foto: Golf Post)



Genauso viele Erfolgserlebnisse gab es aber auch: Ein gestopfter Putt aus vier Metern, ein Chip aus dem Bunker (beinahe) tot an den Stock - wir feierten jeden gelungenen Schlag gemeinsam. Und dann standen wir wieder am Abschlag und mussten einige Minuten warten, bis der Flight vor uns das Grün geräumt hatte. Da wurde Miki bewusst, erzählte er mir hinterher, was ich am Golfsport so liebe: "Diese Ruhe am Stadtrand in der Natur, das ist sehr beruhigend." Überhaupt waren das "In-der-Natur-sein" und "diese Ruhe" unserer Hauptgesprächsthemen nach der Runde. Wenn wir sonst über Sport sprechen (was wir extrem oft tun), geht es meist um Action, Sprints und Extreme. Doch so bewusst wie Golf, da waren wir uns einig, erlebt man kaum etwas.

"Es ist schon anstrengend," stellte Miki nach dem neunten Loch auf der Clubterrasse fest, "nicht unbedingt körperlich, aber permanent die Konzentration hochzuhalten... Es nimmt einen mehr mit, als man denkt". Na also! "Und warum hast du es nicht schon viel früher mal versucht?", fragte ich. "Weil keiner meiner Freunde Golf spielt", antwortete Miki. "Ich spiele doch Golf." "Wenn ein anderer meiner Freunde Golf spielen würde, hätte ich vielleicht schon früher mal..." Wir können nicht ernst bleiben bei diesem Gespräch, denn es ist offensichtlich: Es gibt keinen Grund, es nicht wenigstens einmal auszuprobieren.

Der Golfer in der Pflicht

Ganz im Gegenteil. Mit der "Gemeinsam golfen 2017"-Aktion wird man regelrecht dazu verführt. Denn unter allen, die einen Freund mit in ihren Club bringen, wird eine Reise zum Masters 2018 nach Augusta verlost. Sofern sie nicht wie wir leer ausgehen, weil im Clubhaus keine Teilnahmekarten mehr zu finden sind. "Wir fordern Neue an, dann füllst Du die das nächstes Mal aus", vertröstete man mich. "Vielleicht qualifiziere ich mich ja", versprach Miki, "dann nehme ich dich mit". Kurz überlegte ich, was wohl wahrscheinlicher sei.



Mehr als "viel Spaß" hatte man dem potenziellen Neugolfer nicht mit auf den Weg gegeben. Miki war das relativ egal, doch ich war von meinem Club enttäuscht. Da wurde mir bewusst, dass ich es bin, der überzeugen muss. Das nimmt mir mein Club nicht ab und auch kein Verband. Sie können die Einstiegshürden senken und es einfacher machen. Aber schlussendlich muss ich gemeinsam golfen mit meinen Freunden, wenn ich ihnen die Faszination dieses Sports (was auch immer das für den einzelnen bedeutet) näher bringen will. Das muss dann aber auch jederzeit möglich sein.

"Denkst du jetzt darüber nach, mit Golf anzufangen?", wollte ich noch von Miki wissen, als wir uns langsam auf den Heimweg machten. "Ja, weil es einfach Spaß gemacht hat."

(Foto: Golf Post)

(Foto: Golf Post)

Das ist "Gemeinsam golfen 2017"

38 Unternehmen und Landesverbände unterstützen die Aktion mit Anschreiben an ihre Mitglieder, Kommunikationsleistungen und Gewinnspielen. Auch Golf Post ist als Medienpartner in die Brancheninitiative eingebunden. Die beteiligten Unternehmen und Medien aus der Golfbranche haben sich zusammengetan, um mit vereinter Kraft für die Faszination des Golfsports zu werben. Clubmitglieder dürfen im Rahmen der Aktion einen nicht-Golfer mit auf den Platz nehmen und dieser darf dann, abhängig vom Club, putten und/oder Schläge vom Fairway machen. Das hautnahe Erleben des Golfsports mit einem Freund soll Begeisterung wecken. Zudem können Sie als Teilnehmer auch etwas gewinnen! Unter allen, die einen Freund mit in ihren Heimatclub bringen, gibt es eine Verlosung. Als Hauptpreis ist eine Reise für zwei Personen zum Masters 2018 in Augusta im Gesamtwert von 20.000 Euro ausgelobt.

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