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Foursome im Matchplay: Der klassische Vierer

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27. Sep 2016
Rory McIlroy (li.) und Andy Sullivan sind zwei der zwölf Spieler für das Team Europa. (Foto: Getty)
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Foursome ist eine Turnierspielform, bei welcher zwei Spieler als Team antreten und abwechselnd den gleichen Ball schlagen.

Beim Foursome, auf deutsch der „klassische Vierer“, treten zwei Teams (mit in der Regel jeweils zwei Spielern) im Wettkampf gegeneinander an. Innerhalb eines Teams wird sich Schlag für Schlag abgewechselt: Spieler A macht den Abschlag. Am Ball angekommen führt Spieler B den zweiten Schlag mit dem gleichen Ball aus. So geht es weiter, bis das jeweilige Team in Partnerarbeit den Ball eingelocht hat.

Eine taktisch extrem wichtige Entscheidung fällt das Team bereits vor Beginn des Matches: Die beiden Team-Partner einigen sich darauf, wer die Abschläge an den geraden Löchern vornimmt und wer an den ungeraden Löchern abschlägt. Je nachdem, wer sich wie sicher mit seinem Driver oder den Eisen fühlt, können die Par 3 und Par 5 Löcher entsprechend eingeplant werden.


Foursome – Mit dem Partner ins Matchplay

Foursomes können sowohl als Zählspiel (Strokeplay), als auch als Lochwettspiel (Matchplay) gespielt werden. Als Matchplay-Variante ist das Foursome am geläufigsten und wird auch bei den großen Team-Events wie dem Ryder Cup und dem Solheim Cup in dieser Form gespielt. Im Englischen wird die Foursome-Spielform auch gerne als „Alternate Shot“ bezeichnet.

Das Foursome-Team bei einem großen Turnier

Bei großen Turnieren wie dem Ryder Cup oder dem Solheim Cup haben die Kapitäne beider Teams mit großem Bedacht ihre Aufstellungen für das Foursome-Format festzulegen. Spielstärke und aktuelle Form sind in die Entscheidung über die Paarungen einzubeziehen, aber genauso müssten die Kapitäne auf die menschliche Komponente bei der Zusammenstellung achten – die Spieler müssen als Team funktionieren.

Außerdem sollten sich im Optimalfall beide Golfer in vielerlei Hinsicht ergänzen. So ist es eine beliebte Möglichkeit, Neulingen (Rookies), die das erste Mal bei einem großen Turnier im Team sind, einen erfahrenen Spieler an die Seite zu stellen. Manche Paarungen haben sich bereits in früheren Austragungen bewährt und weisen zusammen eine starke Bilanz auf – da bietet es sich logischerweise an, nichts zu verändern. Am Ende spielt bei der Paar-Zusammenstellung der Kapitäne sicherlich auch das Bauchgefühl eine nicht unbedeutende Rolle.

Das richtige Feeling

In Medinah 2012 zum Beispiel hatte José María Olazábal, Kapitän des europäischen Teams, das Gefühl, der deutsche Hoffnungsträger und spätere Ryder-Cup-Held, Martin Kaymer,  müsse erst einmal nur zuschauen. In den Einzeln aber ließ er ihn in als Vorletzten, und damit potenziell spielentscheidenden Spieler, auf den Platz – und bewies damit das richtige Gefühl.

Tobias Seidl

Tobias Seidl - Freier Autor für Golf Post

Tobias Seidl studiert Sportmanagement an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Während seines Auslandssemesters in Montpellier entdeckte der Handballer den Golfsport für sich. Nach dem Erhalt der Platzreife sollte er nun an der starken Varianz seiner Abschläge arbeiten. Sie finden mich auch unter Google+
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