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Fast wie 1950: Justin Rose auf den Spuren von Ben Hogan

17. Jun 2013
Justin Rose widmet seinen US-Open-Sieg seinem 2002 verstorbenem Vater. (Foto: Getty)
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Für’s Eisen vier auf’s 18. Grün gibt‘s einen Korb und Lindsey Vonn fühlt sich „wie im Aquarium“. Die Ereignisse der Woche in der Back Nine.

Es war fast wie 1950: Erst landete der Abschlag von Justin Rose auf dem 72. Loch der US Open nahe der Stelle, wo vor 63 Jahren Ben Hogan in Merion seinen Drive platziert hatte. Dann spielte der Engländer unweit von Hogans Plakette ebenfalls ein brillantes Eisen aufs 18. Grün. Allerdings war es ein Eisen vier, während Hogan bei seinem legendären Schlag ein Eisen eins benutzt hatte. Und im Gegensatz zum großen Amerikaner rettete sich Rose mit zwei Putts nicht in ein Stechen, sondern sicherte sich sein erstes Major. Auf dem Fairway habe er tatsächlich an Hogan gedacht, erzählte Rose hinterher: „Alles passte. Es fehlte nur noch ein guter Eisenschlag, so wie damals. Ich denke, Hogan hätte mein Eisen vier recht anständig gefunden.“

Roses Caddie gibt seinem Chef einen Korb

Normalerweise erhält der Caddie des Siegers, erst recht bei einem Major, als Pokal-Ersatz die Fahne vom 18. Grün. Mark Fulcher, der Mann an der Tasche von Justin Rose, kriegt jetzt vom Merion Golf Club per Post einen der charakteristischen Weidenkörbe, zeigte sich aber großzügig: „Ich denke, ich werde diese besondere Trophäe an ,Rosie‘ weitergeben.“


Kein Geburtstags-Glück für Daddy Phil

Der Vatertag in den USA und sein eigener Geburtstag haben Phil Mickelson dennoch kein Glück gebracht: Dabei hatte sich „Lefty“, der am Sonntag 43 Jahre alt wurde, schon während der US-Open-Woche als perfekter Daddy erwiesen. Mickelson war extra von Merion nach Hause geflogen, um in San Diego den Mittelstufen-Schulabschluss seiner Tochter Amanda zu erleben. Sie wurde übrigens am Tag nach der US Open 1999 geboren. In Pinehurst belegte Mickelson damals den ersten von nunmehr sechs frustrierenden zweiten Plätzen bei diesem Major.

Sieg-Putter hilft Day im Finale nicht

Auch Jason Day ist das Major-Glück nicht hold: Schon beim Masters nah dran am Triumph, wechselte der Australier jetzt vor der dritten Runde der US Open auf den Putter, mit dem er 2010 bei der Byron Nelson Championship zum bisher einzigen Mal auf der PGA Tour gewonnen hat. Prompt „schoss“ Day eine 68. Im Finale aber reichte es nur für eine 71 und den geteilten zweiten Platz mit Mickelson.

Dufner platzt der Kragen

Was Merion so alles zustande bringt: Wenn einem wie Jason Dufner der Kragen platzt, dann muss der Frust sehr tief sitzen. Der US-Pro mit der Optik und auch dem Temperament eines Koala-Bären, feuerte während der zweiten Runde sein Wedge in den Bach vor dem vierten Grün, in dem nach einem missglückten Pitch schon sein Ball gelandet war. Am Ende belegte der Erfinder des „Dufnering“ den geteilten vierten Platz.

Kein Rekord für Sechsfachbogey

Sergio Garcias Sechsfach-Bogey am Samstag auf Merions Par-vier-Fünfzehn war bei weitem nicht das schlechteste Loch-Ergebnis einer US Open. Dieser traurige Ruhm gebührt Ray Ainsley: Der Kalifornier leistete sich 1938 am 16. Loch von Cherry Hills/Colorado während der zweiten Runde 19 Schläge. Die meisten davon bei dem Versuch, seinen Ball aus einem Bach herauszuschlagen. Ihm war nicht bewusst, dass er auch hätte droppen können.

Irische Amateurinnen disqualifiziert

Unerlaubte Hilfsmittel: Maria Dunne und Aedin Murphy, beide aus Irland, wurden für die British Amateur-Open der Damen in Machynys/Wales disqualifiziert, weil sie während der Qualifikation verbotenerweise Entfernungsmesser benutzt hatten. Champion wurde übrigens die 17-jährige Engländerin Georgina Hall.

Vonn: „Wie im Aquarium“

Es ist ja nicht so, dass sie als Ski-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin kein Tamtam gewohnt ist: Aber seit sie mit Tiger Woods zusammen sei, so hat es Lindsey Vonn der New York Times erzählt, „ist es, als leben wir in einem Aquarium“. Den Rummel um ihren berühmten Freund habe sie unterschätzt. Und: „Viele Leute vergessen, dass ich nicht bloß Tigers Freundin, sondern selbst eine sehr erfolgreiche Sportlerin bin.“

Fritsch gewinnt in Fleesensee

Zweiter Saisonsieg für Florian Fritsch auf der Pro Golf Tour: Der 26-Jährige aus Neckargemünd gewann die Land Fleesensee Classic auf dem TUI-Kurs des Resorts und rückte damit auf den sechsten Gesamtplatz vor. Tour-Spitzenreiter Bernd Ritthammer (Nürnberg) war in Fleesensee nicht am Start.

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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