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EurAsia Cup 2018: Europäer mit vielen Fragezeichen zum Auftakt

Der EurAsia Cup gilt als Generalprobe für den diesjährigen Ryder Cup. An Tag eins konnte Europa nur schwer Fuß fassen und besonders der "Iceman" wackelte.

Autor:

Robin Bulitz

12. Jan 2018
Lachende Gesichter beim EurAsia Cup. Dabei liegen die Europäer zum Auftakt gegen Asien hinten. (Foto: twitter.com/EuropeanTour)


Bei der letzten Austragung des EurAsia Cups im Jahr 2016 dominierten die Europäer das Geschehen noch nach Belieben und ließen der Auswahl Asiens nicht den Hauch einer Chance. Wenige Monate später folgte 2016 jedoch die große Ernüchterung im Ryder Cup und Europa hatte kaum eine Chance gegen die USA. Zu Beginn diesen Jahres startete am Freitag die nunmehr dritte Auflage des EurAsia Cups und wieder einmal wurde viel in die Bedeutung des Events hinein interpretiert.

Gradmesser und Generalprobe für den Ryder Cup in Paris waren viel zitierte Titulierungen und besonders das Mitwirken von Paul Casey stand im Vordergrund. Der Engländer, der die letzten drei Ryder Cups aufgrund seiner ausschließlichen PGA-Tour-Mitgliedschaft verpasste soll beim EurAsia Cup auf seine Teamfähigkeit getestet werden, um ihm dann den Start beim Ryder Cup in Paris gegebenenfalls zu ermöglichen.

Europa startet schwach in den EurAsia Cup

Zieht man die Ergebnisse des ersten Tages zur Rate könnte schon von einer misslungenen Generalprobe die Rede sein. Das europäische Team schaffte es schließlich nicht die auf dem Papier deutliche Überlegenheit auf den Platz zu bringen und liegt nach den ersten sechs gespielten Fourballs mit einem Punkt zurück.

Team Europa 2 1/2 : 3 1/2 Team Asien

Das Gesamtergebnis betrachtend sieht es demnach nicht sonderlich gut aus für die Europäer, wobei noch insgesamt 18 Punkte zu vergeben sind und keineswegs der Kopf zu früh in den Sand gesteckt werden darf. Mit den am Samstag folgenden Foursomes und den Einzelpartien bleibt den Europäern um Bernd Wiesberger also noch ausreichend Zeit, um die Verhältnisse gerade zu rücken.

Paul Casey und Team Europa scheinen perfekt zu harmonieren

Trotz Rückstand gibt es aber auch positive Nachrichten aus dem europäischen Lager. Das Comeback von Paul Casey im europäischen Dress ist an der Seite seines Landsmanns Tommy Fleetwood mehr als gelungen. Im ersten Match des Tages startend sicherten die beiden Engländer den Europäern gleich den ersten Punkt mit einem 4&3 Sieg. Dabei konnten die Asiaten lediglich zwei Löcher gewinnen und Fleetwood, wie auch Casey spielten stark und souverän auf.

Casey/Fleetwood <-- 4&3 An/Aphibarnrat

Ebenso souverän wie Casey und Fleetwood präsentierte sich der letzte Flight der Europäer. Die beiden Debütanten im europäischen Dress, Tyrrell Hatton und Ross Fisher ließen dem vielleicht stärksten asiatischen Duo, Anirban Lahiri und S.S.P. Chawrasia mit 5&4 nicht den Hauch einer Chance. Nicht ein einziges Loch konnten die beiden Inder gewinnen, sodass das Match bereits an Loch 14 beendet war.

Hatton/Fisher <-- 5&4 Lahiri/Chawrasia

Große Fragezeichen hinter Stenson, Noren und Pieters

Weniger erfolgreich sah es am ersten Tag des EurAsia Cups bei dem gestandenen Ryder Cup Spieler Henrik Stenson aus. Der Schwede zeigte an der Seite von Alex Levy eine sehr schlechte Vorstellung und verlor sein Match verdient mit 5&4. Lediglich ein Loch konnte die beiden Europäer gewinnen und das steuerte ausgerechnet der Debütant Levy bei.

Stenson/Levy 5&4 --> Kang/Saksansin

Nicht ganz so deutlich aber trotzdem überraschend verloren auch die beiden Ryder Cup Spieler aus 2016, Thomas Pieters und Matthew Fitzpatrick ihr Match gegen die beiden Underdogs Yuta Ikeda und Gavin Green. Blieb es zwar lange offen, entschieden die beiden Asiaten das Match schließlich doch an Loch 17, was getrost als Überraschung bezeichnet werden kann.

Pieters/Fitzpatrick 2&1  --> Ikeda/Green

Den dritten vollen Punkt sicherten sich die Asiaten im Match gegen Alex Noren und Paul Dunne. Der erfahrene und in den letzten beiden Jahren genial aufspielende Schwede und der in der vergangenen Saison erstmals siegreiche Ire konnten das Match zwar bis Loch 18 offen gestalten, mussten sich dann aber dennoch mit 2 Down geschlagen geben.

Noren/Dunne 2 UP --> Tanihara/Khongwatmai

Bernd Wiesberger mit gemischtem Auftakt

Der einzige deutschsprachige Spieler im Feld, Bernd Wiesberger konnte an der Seite des Ryder Cup Spielers aus dem Jahr 2016, Rafa Cabrera Bello nicht komplett überzeugen. Zwar sicherten sich die beiden Europäer in einem hart umkämpften Match einen halben Punkt, zu dem Wiesberger jedoch nur ein Lochgewinn besteuern konnte. Ergo ist auch bei dem Österreicher, wie auch beim ganzen europäischen Team noch Luft nach oben.

Wiesberger/Cabrera Bello AS Fung/Haotong

Und so geht es am Samstag beim EurAsia Cup weiter


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Robin Bulitz

Robin Bulitz - Redakteur bei Golf Post

Robin ist im Alter von 22 Jahren aktiv zum Golfsport gekommen und seitdem Feuer und Flamme. Durch seine sportlichen Erfahrungen im Handball und Tennis konnte er sich schnell mit der kleinen, weißen Kugel arrangieren und hat das Single-Handicap inzwischen sicher auf dem Blatt. Ab Februar 2016 zunächst als Werkstudent, mischt Robin seit August im Tagesgeschäft mit und testet besonders das umfangreiche Equipment auf Herz und Nieren.

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