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Die VcG ist tot, es lebe die flexgolfCard?

31. Okt 2014
DGV-Präsident Nothelfer beim letzten Verbandstag im April 2014. Die nächste Vollversammlung folgt am 29. November. (Foto: DGV)
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Einigen Golfclubs ist die VcG ein Dorn im Auge. Der DGV plant nun ihre Abschaffung – und gibt dem Kind einen neuen Namen.

Neben der geplanten Veränderungen beim Handicapsystem ist die flexgolfCard der Aufreger unter den DGV-Vorhaben. Zuvor hatte diese Position immer die Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG) inne, die bei den Clubs überaus unbeliebt ist, weil sie Golf-Mitgliedschaften für nur 195 Euro jährlich anbietet. Das Brisante an der VcG: Sie gehört zu hundert Prozent dem DGV, d.h. der Verband macht seinen Clubs direkte Konkurrenz um Golf-Mitgliedschaften. Auch wenn Teile des Gewinnes der VcG in „förderwürdige Projekte“ wie „Abschlag Schule“ fließen, den Clubs ist dieses „Billigangebot“ vom Golfverband, wie sie es nennen, ein Dorn im Auge.

Nach mehreren Vorstößen, die VcG abzuschaffen, ist es nun soweit: Der DGV bietet an, seine Vereinigung clubfreier Golfspieler abzuwickeln, jedoch in Verbindung mit einem neuen, fragwürdigen Projekt: der flexgolfCard.


VcG auflösen – zugunsten einer „flexgolfCard“

Die flexgolfCard ist erneut ein Angebot, dass sich vor allem an Wenigspieler richtet, die eine Vollmitgliedschaft nicht bezahlen wollen oder können. Das Konzept der flexgolfCard sieht vor, dass sowohl der DGV im zentralen als auch die Clubs im lokalen Vertrieb diese Karte unter die Golfer bringen, allerdings mit einer flexibleren Preis-Leistungs-Gestaltung.
So würde der DGV die flexgolfCard „ab Werk“ für 195 Euro vertreiben; inkludiert sind das Basisangebot mit Handicapverwaltung und Versicherung. Soweit kennt man das Prinzip von der VcG.

Neu an der flexgolfCard: Die Golfclubs können das Basisangebot mit einem eigenen Angebot ‚aufpimpen‘ und selbst daran verdienen, wenn sie es in ihr Clubangebot aufnehmen. Beispiel: Das Basisangebot vom DGV kostet 195 Euro. Der vertreibende Golfplatz kann an die Karte nun z.B. zwei Greenfees und uneingeschränktes Spielrecht auf seinem Kurzplatz koppeln und das Ganze für beispielsweise 300 Euro verkaufen. Den Großteil Preises kann der Club dann selbst behalten und gleichzeitig ein clubeigenes Angebot für seine Wenigspieler schaffen.

Die flexgolfCard soll sich optisch klar vom DGV-Ausweis unterscheiden. Da ist so gewollt, „um den DGV-Ausweis aufzuwerten.“ Letzter bekommt neue Features, bspw. optional das Logo des jeweiligen Heimatclubs.

Zugunsten der neuen flexgolfCard soll dann die vom DGV betriebene und von den Clubs ungeliebte Vereinigung clubfreier Golfer (VcG) entweder aufgelöst werden oder den Vertrieb der flexgolfCard übernehmen. Darüber sollen die Clubs beim Verbandstag entscheiden. Der DGV wirbt bereits dafür, die geschaffenen Strukturen der VcG und das erworbene Knowhow für die flexgolfCard zu nutzen, also ist eine Umwandlung der VcG in die neue flexgolfCard-Zentrale wahrscheinlich.

Rückmeldung der Clubs

Unter den Clubs kam erstmal ein ordentlicher Gegenwind auf: Man habe der VcG nur einen neuen Namen gegeben und den Vertrieb sollen nun auch noch die Clubs übernehmen. Wenn die Mitgliedschaften künftig durch flexgolfCard-Inhaber dominiert würden, lasse sich der Golfclub nicht finanzieren und so weiter. Golfmanager Dr. Velte aus dem Großraum Köln sagte dazu: „Solange wir uns nicht mit neuen Modellen auseinandersetzen, sind VcG und all das Teufelszeug. Ja, die flexgolfCard wird den Wettbewerb unter den Golfclubs verschärfen – vielleicht zugunsten der Golferzahl.“

Was sich für den Golfer ändern würde

Und da sind wir auch bei dem, was sich durch die flexgolfCard im Idealfall für den Golfer ändern würde: das Golf-Angebot. Viele Golfclubs sind zwar bereits unabhängig von den neuen DGV-Überlegungen schon einfallsreich, was Mitgliedschaftsmodelle und Einsteigerangebote angeht. Die flexgolfCard würde den Wettbewerb um Golfeinsteiger aber noch verschärfen, da Golfclubs in einer Region dann miteinander direkt vergleichbar werden.

Ein Golfer-freundliches Angebot; er kann sich die für ihn beste Option aussuchen. Und wem diese Angebote nichts sind, der kann noch immer auf das alte Modell à la VcG zurückgreifen: flexgolfCard für 195 Euro direkt vom Verband kaufen. An der Konkurrenzsituation zwischen DGV und Clubs hat dich dann freilich nichts geändert, wohl aber an der Angebotspalette für den Golfer.

Leider kann die flexgolfCard durch die Hintertür wieder zur Zwei-Klassengesellschaft im Golf führen. Denn mit diesem optisch andersartigen Ausweis ‚outet‘ sich jeder flexgolfCard-Vorzeiger wiederum als „Billiggolfer“.

 

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Juliane Bender

Juliane Bender - Leitende Redakteurin bei Golf Post von Juli 2012 bis Februar 2016

Juliane ist Diplom-Sportwissenschaftlerin. Für sie ist das Faszinierende an Golf: Der Sport ist ein guter Lehrmeister, nicht nur, wenn man gerade den Schläger schwingt. Sie finden Juliane Bender auch unter Google+
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21 LESER-KOMMENTARE

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  1. Es liegt doch im Ermessen eines jeden Colfclubs Kreativität walten zu lassen. Gerade wenn in Deutschland rückläufige Mitgliederzahlen zu verzeichnen sind. Darunter leiden viele Clubs. Ich denke, man sollte auf alle Belange der Spieler Antworten haben. Pendler, Wenigspieler oder Vielreisende sind beim VcG bisher nicht schlecht aufgehoben, zumal die Akzeptanz in den Clubs wächst. Folgende Idee: ein Club in meiner Nähe bietet mir ebenfalls eine Basismitgliedschaft für 200,00 € an, führt mein Handicap und versichert mich. Und bietet mir nun für jedes Greenfee einen Nachlass von 10-20% an. VcG wäre überflüssig, die Clubs haben Mitgliederzuwächse und auf anderen Plätzen zahle ich sowieso mein Greenfee. Alles betrachtet für die o.g. Zielgruppe. Das würde kein ordentliches Mitglied stören. Nur so eine Idee.

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  2. Jürgen Wäcken

    Nun, ja….meine Frau und ich sind wohl vergleichsweise spät zum golfen gekommen und da wir über unsere Zeit inzwischen frei verfügen können, sind wir zwischen März und Oktober unterwegs und daher (gerne) Mitglied im VcG. Wir freuen uns über jeden Club in Deutschland und Österreich, der uns gastfreundlich spielen läßt.

    Über die Greenfeeregelung kommen wir übers Jahr auf Kosten, die eine Vollmitgliedschaft in einem wohnortnahen norddeutschen Club übersteigen.Wir fühlen wir uns daher auch keineswegs als „Billiggolfer“, auch und grade weil unser Beitrag dem DGV und das Greenfeee dem Platzclub ja zufließt und in der Summe nicht unerheblich ist.

    Gäbe es den VcG (oder entsprechende Fernmitgliedschaften) nicht, würden wir nicht Golf spielen. Wir denken, dass es zumindest für „Reisegolfer“, ob geschäftlich oder privat, keine ökonomisch sinnvolle Alternative gibt und dieser Personenkreis ohne solche „Kernmitgliedschaft“ ohne Platzbindung dem Golfsport sowohl als Sympathieträger wie auch als „Zahlender“ verloren geht.

    Ob die mit uns beschriebene Personengruppe eine ökonomisch interessante Größe darstellt, können wir nicht beurteilen, lässt sich aber sicher. aus der letzten VcG-Umfrage ableiten. Es ist nämlich auch eine Form sinnvollen Marketings, bei wegbrechenden Mitgliederzahlen den Hinweis auf die homepage zu nehmen: „VcG – Mitglieder willkommen“. Eher aus Prinzip als aus wirtschaftlichen Gründen spielen wir grundsätzlich nicht auf Plätzen, an denen wir „ohne Hologramm“ ein höheres Greenfee entrichten sollen. Diese „Hologramm-Kiste“ ist doch mehr als albern. Auf dem Platz sieht es keiner und dem Sekretariat geht das „am selbigen“ vorbei!

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  3. @Ralph
    Ich selbst habe mich vor kurzem bei der VCG angemeldet. Warum?
    Weil ich vor ein paar Jahren aufgehört habe, und zur Zeit nicht die Möglichkeit habe, häufiger zu spielen. Auch finanziell ist eine Vollmitgliedschaft im Club meines Vertrauens nicht möglich, geschweige denn sinnvoll.
    Schädige ich also die Clubs ? Ganz klar NEIN !
    Denn ich zahle bei den Clubs, bei denen ich spiele, regulär mein Greenfee. (Vielleicht etwas vergünstigt) Sonst aber würde ich gar nicht spielen, oder als Alternative eine Fernmitgliedschaft, möglicherweise sogar noch in Tschechien , eingehen. Aber egal wie, eine reguläre Mitgliedschaft in einem Club käme zur Zeit nicht in Frage.
    Also sind meines Erachtens die Clubs gefordert, für Wenigspieler vernünftige Konditionen, die beispielsweise mit einer Fernmitgliedschaft im Ausland konkurrieren können, zu schaffen.
    Übrigens hat mich mein ehemaliger Club, bei dem ich jahrelang Vollmitglied war zu dem Schritt getrieben. Als ich zu einem Einladungsturnier dort antreten wollte, verlangte man von mir 25 Euro „Tagesmitgliedschaft“, obwohl die ausschreibende Gesellschaft alles übernommen hatte und auch mit meiner Teilnahme trotz fehlender Mitgliedschaft einverstanden war.

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  4. Es ist richtig, dass einige Golfanlagen finanzielle Schwierigkeiten haben. Voran liegt denn das? Der Bau, die Platzpflege, Ausbau- und Erweiterungsmaßnahmen und der Erhalt der Infrastruktur (Parkplätze, Übungsanlagen, Gastronomie, Terrasse, Wege usw.) kosten immens viel Geld. Ich glaube nicht, dass „Wenigspieler“, die für 195 Euro oder mit anderen „Paketen“ dieses Problem lösen. Eher im Gegenteil!

    Denn es ist schlicht Fakt, dass man für ein vernünftiges Golf (so nenne ich das jetzt mal) einfach eine gewisse Übung braucht. Lassen wir die flexgolfCard mal hypothetisch einen Erfolg werden. Dann sind die Golfplätze vor allem am Wochenende (über-)voll. Golfer, die mit ihrem vollen Beitrag einen Golfclub am Leben halten (und beruflich und/oder familiär auch nur am Wochenende spielen können), können nicht oder nur eingeschränkt spielen. Gelegenheitsgolfer bremsen durch schlechtes Spiel den gesamten Spielrhythmus, kennen kaum die Regeln, geschweige denn die Etikette… Ja, ich warte nur auf Antworten, dass das doch gar nicht stimmt und Etikette sowie keiner braucht usw. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung als Verantwortlicher eines Golfclubs, dass es im wahren Leben genau so ist! Und DOCH, es braucht Etikette und Regeln, damit das Spiel ALLEN Spaß macht.

    Ich rede nicht davon, dass nur Single-Handicapper Golf spielen sollten. Überhaupt nicht! Aber „ein bisschen“ Golf ist einfach schwierig, weil Golf schwierig ist. Das ist so wie „ein bisschen schwanger“. Daher wird es, auch ohne Hologramm, immer zwei Klassen Golfer geben: die, die das Spiel als echtes Hobby und regelmäßiges Freizeitvergnügen betreiben und die, die auch irgendwann mal, wenn es ihr „stressiges Städter-Leben“ ohne Auto aber mit Car2Go erlaubt, einen kleinen weißen Ball schlagen wollen.

    Da frage ich mich doch, wer arroganter ist: die, die weiter oben als „die Fraktion ‚das haben wir schon immer so gemacht’” bezeichnet wird oder die, die sagen: „ich gehe spielen wann und wo ich will“… und vor allem wie ich will! Ohne Rücksicht auf andere Spieler und darauf, wie das Vergnügen „Golfanlage“ für alle finanziert wird.

    Was kann denn dann die Lösung sein? Es funktioniert doch nur, wenn Menschen sich langfristig für den Golfsport interessieren. Es geht als um Nachhaltigkeit! Ein Wenigspieler mit flexgolfCard spielt mal ein, zwei, drei Jahre lang ein paar Runden und dann sinkt das Interesse und die Schläger bleiben im Keller stehen oder werden auf ebay verscherbelt.

    „Golf“ ist ein Angebot, das seine Interessenten finden muss. Also müssen die Golfanlagen ihr Angebot so erstellen, dass es attraktiv ist. Das ist für mich in erster Linie der Platz, aber auch die Erreichbarkeit, das Umfeld mit Gastronomieangebot, Veranstaltungen, Events, Turniere, sportliche Wettkämpfe unter Freunden, entspannte Feierabendrunden mit Kumpels, Geselligkeit – eben Dinge, die mir in meiner Freizeit Freude machen… und natürlich auch flexiblere Mitgliedschaftsmodelle. Diese Propaganda „Golf ist billig“ kann es aber nicht sein, denn Golf ist nicht billig!

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  5. Christian Köhler

    Golfpost schreibt:
    Neu an der flexgolfCard: Die Golfclubs können diese Karte mit einem eigenen Angebot ‘aufpimpen’ und selbst daran verdienen, wenn sie es in ihr Clubangebot aufnehmen. Beispiel: Das Basisangebot vom DGV kostet 195 Euro. Der vertreibende Golfplatz kann an die Karte nun z.B. zwei Greenfees und uneingeschränktes Spielrecht auf seinem Kurzplatz koppeln und das Ganze für beispielsweise 300 Euro weitergeben. Den Großteil des 195 Euro Grundpreises kann der Club dann selbst behalten und gleichzeitig ein clubeigenes Angebot für seine Wenigspieler schaffen.

    Ich schreibe:
    Was bitte ist der Unterschied zur augenblicklichen Situation? Wer verbietet einem Golfclub / einer Golfanlage genau das oben beschriebene Produkt mit dem DGV-Ausweis anzubieten? Und dann bleibt das ganze Geld bei der Anlage und nicht beim Verband.

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    • Juliane Bender

      Guten Tag Herr Köhler,

      Sie haben Recht; die Freiheit, den DGV-Ausweis in flexibler Form anzubieten, hat eigentlich auch jetzt schon jeder Club. Allerdings nutzen diese Möglichkeit bis dato wenige.
      Der Hintergrund: Die DGV-Ausweise in einem flexiblen Angebot zu einem billigeren Preis anzubieten könnte bewirken, die Vollmitgliedschaften zu entwerten. Denn was unterscheidet eine Vollmitgliedschaft dann noch von einer flexiblen Mitgliedschaft? Vor allem der Preis. Nur wirkliche Vielspieler würden noch die Vollmitgliedschaft in Erwägung ziehen, alle anderen würden vermutlich ein günstigeres Modell vorziehen. Dem wollen die Clubs auf jeden Fall entgehen.
      Deshalb die flexgolfCard – sie dient der Differenzierung. Sie wird sich optisch vom DGV-Ausweis unterscheiden. D.h. Clubs, die sich für den Vertrieb der flexgolfCard entscheiden, können dann argumentieren, das man das günstigere Modell mit der flexgolfCard wählen kann (und eine entsprechende Karte erhält, die einen als ‚Günstiggolfer‘ ausweist) oder dass man den vollen Mitgliedsbeitrag bezahlt und nur dann den ‚richtigen‘ DGV-Ausweis sein Eigen nennen kann. Die flexgolfCard soll die Clubs also zu mehr betriebswirtschaftlicher Kreativität anregen ohne dass diese befürchten müssen, ihre Vollmitgliedschaft zu entzaubern.
      Im Gegensatz dazu steht aber mehr denn je das Modell der Fernmitgliedschaften: Hier werden weiterhin günstige DGV-Ausweise vertrieben – künftig voraussichtlich sogar ohne Hologramm.

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      • Christian Köhler

        Hallo Frau Bender,
        alles theoretisch nachvollziehbar, aber vor Ort nicht zu verkaufen. alle Argumentationen laufen in die falsche Richtung… Denn alle vergessen, was der Kunde eigentlich will. Und Golfanlagen, die den Kunden nicht bedienen werden umpflügen müssen. Da hilft auch keine FlexGolfCard.
        Meiner Meinung nach sollte man durchaus auch mal quer denken: Golf in Deutschland stagniert und wir erwarten rückläufige Zahlen. Die VcG macht eine Überschuss von ca. 1.5 bis 2 Mio Euro jährlich. Vielleicht geht es bei der Abschaffung der VcG und der Gründung einer neuen Gesellschaft (deren alleiniger Gesellschafter der DGV ist) auch um den direkten Zugriff auf diese Mittel….?
        Ich biete Fernmitgliedschaften an. Und ich kann Ihnen sagen, dass ich die Einführung einer FlexGolfCard sehr begrüssen würde. Eine starke Marke VcG wird kaputt gemacht. 20.000 Bestandsmitglieder bekommen eine neue Karte, 3.000 Neueintritte pro Jahr werden sich neu orientieren. Da bietet sich echtes Potential….
        Aber die FlexGolfCard ist schlecht für den Markt. Denn jeder Eingriff eines Verbandes / einer Institution durch Reglementierungen kann nicht funktionieren.
        Geht es um Marktwachstum oder geht es um Besitzstandswahrung?
        Spannende Frage, wie ich finde…

  6. Es ist höchste Zeit den Golf“sport“ zu entrümpeln und einen echten Massensport daraus machen. In den USA ist es ein Massensport, eben SPORT und nicht eine elitäre Angelegenheit honoriger Möchtegernangeber. Ob mit Flex Card oder anderen Neuigkeiten soll man diese tolle Sportart jedem Menschen anbieten. Die schöne Sportart Tennis hat binnen 10 Jahre von 2,5 auf 1,5 Millionen Verlust erlitten, weil man sich von den alten Strukturen nicht lösen konnte. Will man das im Golf auch?

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  7. ??? wenn ich dass also alles lese verstehe ich immer mehr……..
    Im Prinzip lässt es sich doch herunterdefinieren: Einige Golfspieler der 1. Klasse „Also am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag dürfen keine anderen auf den Platz, denn da ist er gesperrt für HeMiGo, DiDaGo….“usw. regen sich auf das die Flexkarte Ihr Clubtot ist, denn damit würden sie Ihre „Sponsoren“,nämlich diejenigen die voll zahlen aber wenig spielen verlieren und statt dessen hätten sie 2. Klassegolfer am Wochenende auf Ihrem geliebten Clubrasen, nämlich die „Flexkartenbesitzer“……………

    trifft es dass? wenn ja, möchte ich diesen Clubs garnicht spielen. Die Hologramme hatten auch was für sich. Dadurch konnte man Clubs mit der oben genannten Denke markieren und erkennen welche Clubs Strafgreenfee erheben, diese konnte man dann wenigstens mit einem Lächeln meiden und anderen Clubs mit Greenfee, Mittagessen und diversen Aftergolfbierchen unterstützen.

    Herzlichst ein Silberhologrammspieler

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  8. Ich glaube alle, inklusive GOLF POST, haben noch nicht wirklich realisiert was diese FLEX GOLF karte anrichten könnte. Es ist der TOT für Deutsche Golf Clubs!!!
    Ich kann nur hoffen das ALLE verantwortliche zum Verbandstag hinfahren und dafür sorgen das die VCG erhalten bleibt.
    Über die Werbekampagne fang ich am besten gar nicht an…..
    Absolute WAHNSINN!

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    • Der TOD für deutsche Golfclubs…
      Soso, Die Frage ist, für welche? Die schon immer nur vollen Jahresbeiträgen ihrer Mitglieder rechnen in der Hoffnung das die nicht alle wirklich auch 2-3 mal pro Woche spielen. Die schon immer die Wenigspieler ausgenutzt haben ,um de Vielspieler zu subventionieren. Kein Mitleid ! We schon von Vorrednern gesagt, und der Name verspricht: FlexCard !! Flexibel für alle , die Clubs die Basismitgliedschaft plus Greenfee verkaufen dürfen( falls sie das wollen) . die Mitglieder,die 10 Runden im Jahr spielen und sich fragen wozu will mein Club dann trotzdem immer 1400 Euro Jahrsgebühr ? Vor allem sollte den Fernmitgliedschaften ohne Spielrecht die Basis entzogen werden.
      Die VCG wird dafür nicht gebraucht, Vertrieb und HC Verwaltung über die Clubs für den Basispreis, der Rest auch über die Clubs( zusätzliche Greenfees oder andere Goodis) .
      OK dann bekommt der DGV natürlich nicht die Kohle für diese sinnfreie Werbekampagne, Schaaaaade.

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  9. Super Idee! Ob irgendjemand mal darüber nachgedacht hat, warum die VcG so erfolgreich ist?!? Zum Beispiel, weil es genügen Menschen gibt, die nicht immer auf dem gleichen Platz spielen wollen? Oder diejenigen, die kaum Zeit haben den Mitgliedsbeitrag „auszunutzen“? Oder diejenigen, die auch oft im Ausland sind und dort spielen? Oder…
    Das Grundproblem ist ein ganz anderes: die Mehrheit der Clubs und Golfplätze sind auf dem absteigenden Ast. Der ein oder andere in der Insolvenz, der ein oder andere kurz davor und eine nicht unbeträchtliche Anzahl will das Problem nicht sehen – letzteres regelt sich von selbst. Stellt sich die Frage warum das so ist. Ich würde einfach mal einen Blick auf die Mitgliederstrukturen der letzten 10 Jahre werfen – dann kommt einem vielleicht eine Idee.
    Wenn man sich dann die Veränderungen außerhalb des Golfs ansieht, dann kommen einem noch mehr Ideen. Warum legen junge Leute (im städtischen Bereich) heute keinen Wert mehr auf ein Auto? Weil Car2Go und Co. das viel eleganter lösen – sprich: das Auto hat seinen Reiz verloren und ich muss das nicht mehr haben. Und jetzt? Ich muss als junger Mensch auch nicht in einem Golfclub sein (in dem die Fraktion „das haben wir schon immer so gemacht“ die Mehrheit hat); ich gehe spielen wann und wo ich will – die VcG-Karte ermöglicht mir das. Und wenn nicht VcG, dann halt ein Club im Ausland…

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  10. Dr. Peter Laschka

    Wieder eine der fragwürdigen Ideen des DGV . Somit wird an einer weiteren Diskriminierung der Mitglieder gebastelt ,als würde das peinlich unzeitgemäße HOLOGRAMM nicht schon genug Schaden anrichten. Die Selbstzerstörung des DGV geht munter weiter. Wann endlich werden zukunftsfähige ,von einer breiten Mehrheit der „GOLFSPIELER“ unterstützte Vorschläge zur besseren Akzeptanz der Golfsports in der Öffentlichkeit unterbreitet. Jeder einzelne Golfspieler ist doch der glaubwürdigste Repräsentant dieser schönen Sportart und nicht irgendwelche Ausweisgestaltungen,die zwangsläufig diskriminierend sind wie die Erfahrung der letzten Jahre zeigt. Wer mehr will.muss weniger regulieren.Aber das verstehen leider nur wenige,oder wollen es nicht verstehen weil sie sonst zurückrudern müssten.

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  11. Marcel Friedrich

    Grundsätzlich finde ich das eine großartige Idee. Mir stellt sich jedoch die Frage, ob auch gleichzeitig die Anzahl der auszugebenden Ausweise geändert wird?! Derzeitig kann ein Club pro 9 Loch 700 DGV Ausweise ausstellen. Kann künftig der Club die Flexicard nicht zusätzlich, sondern nur ersatzweise anbieten, dass ist dies für die 9 Lochanlage eine Katastrophe. Darüber hinaus müssen Club aufpassen, dass sie nicht Vollmitglieder zugunsten der Flexicard verlieren.

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    • Hallo
      Es soll aktuell bei dem Kontingent von 700 Ausweisen bleiben.Egal ob DGV oder Flexcard darf der Club insgesamt nicht mehr als 700 Ausweise vergeben.

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  12. Hallo Rainer,

    In den 594€ sind wie gesagt 7 Greenfee drin (Wert ca. 350€). Hinzu kommt noch das Rangefee für ein ganzes Jahr.
    Wie im Artikel zu lesen bleibt es den Clubs überlassen, wie sie die flexCard ausgestalten: nackt (für 195€) oder mit Zusatzleistung für einen höheren Betrag.
    Ich gebe Ihnen allerdings völlig Recht damit, dass es dafür nicht unbedingt eine flexCard braucht. Das ist in der Tat auch mit dem DGV Ausweis möglich. Ob die Beweggründe für die Einführung der flexCard die von Ihnen angeführten sind, weiß ich natürlich nicht. Ganz unwahrscheinlich wird es aber nicht sein.

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  13. Hallo Herr Ache
    Ein Teilbetrag von 195 Euro ist aber doch ein bißchen weniger als 594 Euro die Ihr Club kassiert.Ich hoffe da sind wir uns einig.Genau so soll der Club auch agieren .Flexible Mitgliedschaft anbieten.Nur warum braucht man dazu eine flexgolfcard,dass kann man mit der aktuellen DGV Karte völlig ausreichend Regeln ,ohne wieder eine künstliche Zweiklassengesellschaft zu erzeugen.
    Ich habe das Gefühl der DGV möchte nicht auf die Einnahmen der VCG verzichten und versucht jetzt auf die immer mehr aufkommende Kritik an der VCG ,dem Kind nur einen neuen Namen zu geben um so sogar noch mehr Einnahmen zu generieren!

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  14. Unser Club bietet seit geraumer Zeit bereits eine Wenigspieler Mitgliedschaft an: 594€ inkl. Handicap Führung und 7 Greenfees. Und obwohl es ein Club auf dem Land ist, ist es nicht sein Tod. Letztlich bleibt es ja jedem Club selbst überlassen, wie er das Angebot ausgestaltet. Und VcGler sind bei uns immer jederzeit willkommen. Gibt auch kein Straffee. Also, es geht!

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  15. Flexcard ist der Tod der Golfanlagen.20 bis 30 % der Clubmitglieder spielen doch höchstens 5-10 Golfrunden im Jahr.Die werden dann die Flexcard für 195 Euro nehmen und für die wenigen Runden lieber Greenfee bezahlen.

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