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Martin Kaymer: „Ich habe durch den Schmerz gespielt“

Vor der British Open verrät Martin Kaymer Golf Post, dass er sich mit Verletzungsproblemen herumplagt. Trotzdem blickt er optimistisch auf das Major.

Martin Kaymer verrät Golf Post im Vorfeld der British Open, dass er mit Schulterproblemen zu kämpfen hat.
Martin Kaymer verrät Golf Post im Vorfeld der British Open, dass er mit Schulterproblemen zu kämpfen hat. (Foto: Getty)

Im Vorfeld der British Open hat Golf Post die deutsche Nummer Eins Martin Kaymer in Royal Birkdale getroffen. Der Mettmanner gab dabei Einblicke in seine Majorvorbereitung und verriet, dass er sich bereits seit einigen Wochen mit gesundheitlichen Problemen rumquält. Zudem sprach Kaymer über den Stellenwert des Turniers und wo er die Knackpunkte auf dem Platz des Royal Birkdale Golf Club sieht.

Golf Post: Die British Open steht an. Freust Du Dich auf eines der wichtigsten Turniere des Jahres?

Martin Kaymer: Für mich ist die British Open eines der wichtigsten Turniere, weil ich dieses Major noch gewinnen möchte. Der Platz ist sehr schwer, einer der schwersten Plätze auf der Rota. Es wird viel auf das Wetter ankommen. Aber ich freue mich auf die Woche und habe eine gute Gruppe erwischt. Mit meinem Flightpartner Aaron Baddeley trainiere ich häufig in Arizona.

Golf Post: Hast Du Dein Equipment für diese Woche angepasst?



Kaymer: Ich habe einen neuen Putter im Bag, den TaylorMade Spider Putter. Der ist auf den kurzen Distanzen sehr stabil. Falls es windig wird, ist ein schwerer Putter generell besser. Außerdem spiele ich ein Eisen 1 von TaylorMade. Das ist ein bischen einfacher vom Fairway zu schlagen und hat eine gute Länge. Durch den harten Boden macht der Schläger hier Sinn.

Golf Post: Hast Du schon viele Runden zur Vorbereitung gespielt?

Kaymer: Nein, ich habe nur neun Löcher gespielt, weil ich Probleme mit der linken Schulter habe. Meine Bizepssehne ist gereizt, was bereits über die letzten Wochen sehr schmerzhaft war. Wenn man nur mit 50-60% spielen kann, ist man nicht immer oben dabei. Bis jetzt habe ich durch den Schmerz gespielt. Weil bei so einer Verletzung aber eigentlich nur Ruhe hilft, habe ich von Samstag bis Dienstag kein Golf gespielt, sondern nur gechippt und geputtet. Heute Morgen habe ich dann ausprobiert wie es sich anfühlt. Nach neun gespielten Löchern will ich mir aber noch etwas Erholung gönnen. Nächste Woche werde ich kein Turnier spielen und dann sollte es wieder besser werden.




Golf Post: Wie vertreibst Du Dir die Zeit, wenn Du nicht auf dem Platz bist?

Kaymer: Ich bin den Platz abgelaufen, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Einige Löcher kenne ich noch aus dem Jahr 2008. Ich werde versuchen viel im kurzen Spiel zu machen. Aus Erfahrung weiß ich, dass man für einen Majorsieg gut um die Grüns herum sein muss. Damals in Pinehurst habe ich extrem gut geputtet. Deswegen schadet es nicht, bei den Majors 10-20% mehr Zeit auf den Putting-Grüns zu verbringen.

Golf Post: Was macht den Platz aus Deiner Sicht schwierig?





Kaymer: Der Wind. Es gibt viel Seitenwind und das macht es schwer, die Fairways zu treffen. Zudem sind die Bunker extrem gut angelegt. Es wird sich nicht vermeiden lassen, den einen oder anderen Bunker zu treffen.

Golf Post: Wirst Du viel auf den Driver zurückgreifen?

Kaymer: Das kommt insbesondere auf die Windverhältnisse an. Man muss sich auf die Lagen und die Windstärke einstellen. Von daher ist es schwer im Vorfeld einen Spielplan auszuarbeiten.

Golf Post: Tommy Fleetwood, der den Platz kennt wie seine Westentasche, hat gesagt, dass es unmöglich wird das Par zu retten, wenn man im Fairwaybunker liegt. Siehst Du das genau?

Kaymer: Unmöglich finde ich etwas dramatisch formuliert. Falls man im Bunker landet, muss man versuchen den Score zusammenzuhalten. Hier spielt vor allem die Erfahrung eine wichtige Rolle. Dadurch bleibt man auch nach schwierigen Schlägen gelassen.

Golf Post: Welche Auswirkungen wird der angekündigte Regen auf den Platz haben?

Kaymer: Die Grüns sind für einen Linkskurs relativ weich. Wenn mehr Regen dazukommt wird es dadurch einfacher die Grüns anzuspielen. Aber Regen ist für Profis immer bitter, denn dann kann alles passieren. Gerade wenn man lange Löcher spielt und die Schlagfläche nass ist. Deswegen habe ich Wind immer lieber als Regen.

Golf Post: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei der British Open!

(Das Interview führten Lars Kretzschmar und Robin Bulitz)

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