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BMW International Open: Cejka stark, Kieffer geht die Luft aus

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27. Jun 2014
Zum Schluss war es ein bisschen wenig für Maximilian Kieffer. Alex Cejkas Geheimnis: Reis und Wasser. (Foto: Getty)
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Der zweite Tag der BMW International Open steht in voller Blüte und Alex Cejka macht einen riesen Sprung, während es Max Kieffer am letzten Loch herschenkt.

Es wird aus allen Rohren gefeuert bei der BMW International Open. Schon am ersten Tag machten die Pros klar, allen voran Rafael Cabrera-Bello, was in diesen vier Tagen auf dem GC Gut Lärchenhof alles möglich ist. In der Nacht und am Morgen kam noch der ein oder andere Schauer runter, sodass die Spieler auf den relativ weichen Grüns voll auf die Fahnen gehen können. Aus deutscher Sicht erfreulich: Alex Cejka, der zur Zeit den zweiten Frühling in seiner schon langen Karriere erlebt, spielte sich in die Spitzengruppe. Auch Maximilian Kieffer hat lange richtig starke Zahlen auf seiner Score-Karte stehen, bis ihm der kleine Teich an Loch neun, seinem letzten Loch, noch einen Dämpfer verpasste.


Alex Cejka mit Traumstart in Runde zwei der BMW International Open

Nach sechs Löchern lag Alex Cejka fünf Schläge unter Par. Ausrufezeichen. Für den Tag. Ausrufezeichen. Der 43-Jährige legte los wie die Feuerwehr und ballerte aus allen Rohren. Die ersten neun Löcher absolvierte Cejka, der bei der US Open nach zwei Tagen ebenfalls richtig gut platziert war, mit 31 Schlägen. Absolute Spitzenklasse. Dass sich der in der Tschechoslowakei geborene Wahlamerikaner mit deutschem Pass in dieser Saison pudelwohl fühlt, hat er schon zur genüge unter Beweis gestellt. Einmal gewonnen und einmal Zweiter auf der Web.com Tour, alle Cuts auf der PGA Tour geschafft und aktuell geteilter Fünfter auf heimischem Boden. Auf der zweiten Rundenhälfte mischten sich zwei Bogeys unter die drei Birdies, doch die 66er Runde ist ein tolles Ergebnis.

Das Live-Scoring der BMW International Open

Dementsprechend saß anschließend ein zufriedener Alex Cejka in der Pressekonferenz. Nach seinen langenwierigen gesundheitlichen Beschwerden kann der 43-Jährige derzeit von seinem guten physischen Zustand zehren.  „Ich habe im Januar wieder meinen thailändischen Arzt besucht. Er riet mir mich zwei Monate lang nur von Reis und Wasser zu ernähren. Ich hab’s durchgezogen!“ sagte Cejka, fast ein bisschen stolz, und grinste zu den Journalisten rüber. Er sehe sich selber auf der PGA Tour und rechnet fest damit, im nächsten Jahr wieder dort zu spielen. Wenn er das Spiel der letzten beiden Tage auch am Wochenende auf den Platz bringen kann, dann könnte vorher noch ein weiterer Sieg hinzukommen.


Alex Cejka spielt sich in den Fokus der BMW Open

Maximilian Kieffer mit solidem Golf und Pech an der Neun

Für Maximilian Kieffer ging es im zweiten Durchgang der BMW International Open schon früh auf den Platz. In einem der ersten Flights ging er mit Miguel Angel Jimenez und Thongchai Jaidee auf die Runde und zeigte über weite strecken richtig gutes Golf. Drei Birdies bei nur einem Bogey legte der Düsseldorfer, der am Mittwoch 24 Jahre alt wurde, auf seiner ersten Rundenhälfte von Loch zehn bis zur 18 hin. Dann wurde es bunter für Kieffer – zwei Birdies an den Löchern drei und vier egalisierte er leider an fünf und sechs, jeweils mit Bogey. Doch er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und zeigte die passende Antwort.

Auf Loch sieben, einem 528 Meter langem Par 5, lag Kieffer nach seinem zweiten Schlag knapp neben dem Grün und chippte aus etwa fünf Metern zum Eagle. Leider blieb der Ball nur Zentimeter neben dem Loch liegen – Tap-In zum Birdie. Auch an der Acht, Par 3, lag Kiwi nach seinem Abschlag aussichtreich zum Birdie, der Putt zum Birdie war leider nicht gut genug. Bei -6 ging es auf Loch neun – wo das Unheil wartete. Nach einem gelungenen Drive verschwand der Annäherungsschlag leider im angrenzenden Teich. Es wurde das Doppelbogey zum Abschluss, das Ergebnis also -4. Der Cut liegt aktuell bei -2, es ist aber nicht auszuschließen, dass die Linie noch niedriger wird, sodass ein Auge darauf bleiben muss.

Kieffer hardert mit seinem Finale

Nach der Runde war Kieffer, wahrscheinlich erst recht wegen des miesen Rundenendes, leicht angefressen. Eigentlich habe er okay gespielt, sagte er zu Beginn, hätte aber ein paar schlechte Eisen drin gehabt. Als es zum abschließenden Doppelbogey kam rutschte ihm dann aber doch ein, sagen wir mal sehr selbstkritisches, Statement raus. „Die Runde war kacke!“ Er sei zum Schluss auch etwas müde geworden. Für das Wochenende, sollte Kieffer den Cut schaffen, muss es hintenraus auf jeden Fall besser werden.

Die Runde ist im vollen Gange, die Ergebnisse werden laufend aktualisiert.

Hier geht’s zum aktuellen Leaderboard der BMW International Open.

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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