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Abu Dhabi: Die üblichen Verdächtigen am Gaspedal

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21. Jan 2016
Spieth, McIlroy, Fowler: Das Trio ist wohl der interessanteste Flight der ersten Runde der Abu Dhabi HSBC Golf Championship. (Foto: Getty)
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Stars starten vielversprechend bei der Abu Dhabi HSBC Golf Championship, aber ein Amateur führt. Kaymer in den Top 20.

Startschuss für die Abu Dhabi HSBC Golf Championship, Startschuss für den „Desert Swing“ der European Tour, Startschuss für ein tolles Golfjahr 2016 – und es könnte kaum besser losgehen. Die Elite des internationalen Golfsports gibt sich am ersten Tag des Turniers die Klinke in die Hand und spielt Golf der Extraklasse. Jordan Spieth (-4/T7), Rickie Fowler (-2/T29) und Rory McIlroy (-6/T3) machen damit Hoffnung auf vielversprechende Duelle im Verlauf der Saison. Doch auch einen kleinen Aufreger gab es in diesem Hammer-Flight. Jordan Spieth wurde das erste Opfer einer neuen Regel, die Keith Pelley erst im Vorfeld des Turniers bekannt gegeben hatte. Der Weltranglistenerste ließ sich beim Putt auf dem achten Grün wohl zu viel Zeit, sodass er mit der neuen „monitoring penalty“ bestraft wurde.

Schneller im Spiel und besser platziert war Henrik Stenson. Der „Iceman“ höchstselbst spielte sechs Wochen nach seiner Meniskus-Operation eine 65 (-7/Platz zwei) und führte das Feld früh an. Doch dann kam der US-amerikanische Amateur Bryson Dechambeau, und spielte sich mit einer beeindruckenden 64 bei -8 an die Spitze.


Martin Kaymer mit gutem Auftakt in Abu Dhabi

Mit einer „speziellen“ Bürde ging Martin Kaymer auf die Runde. Bei der Abu Dhabi HSBC Golf Championship 2015 erlitt der dreifache Sieger des Turnieres eine katastrophale Niederlage, als er bereits mit zehn Schlägen in der Finalrunde führte und den vierten Sieg trotzdem noch herschenkte. Es wurde befürchtet, dass sich das noch immer im Kopf Kaymers befindet, doch der 31-Jährige setzte ein eindeutiges Signal: Vorbei und vergessen, 2016 geht es wieder um den Sieg. Martin Kaymer startete auf Bahn 10 und spielte früh eine Birdie-Bogey-Kombination, bevor er richtig loslegte. Von Loch 15 bis 18 hieß es viermal hintereinander Birdie, schnell setzte sich der zweifache Major-Champion in der Spitzengruppe fest.

Danach wurde es ruhiger, es folgten acht Pars in Serie bevor ihm ein Bogey an der Neun noch einen kleinen Dämpfer mitgab. Bei aktuell -3/T12 liegt Martin Kaymer aber noch gut im Rennen. Nach der Runde gab er sich gegenüber der Presse zufrieden. „Ich glaube das war ein guter Start, eine 69 ist nie ein schlechtes Ergebnis.“ Vor allem mit seinem Putten sei er sehr zufrieden gewesen.

Die zwei Gesichter des Marcel Siem

Marcel Siem hatte am ersten Tag eine der frühesten Startzeiten und war schon lange im Clubhaus, als die ganz Großen noch auf dem Platz waren. Siem spielte zwei fast gegensätzliche Rundenhälften. Gestartet wie Kaymer auf der Zehn spielte er auf der Back Nine drei Birdies und drei Bogeys, bevor die Front Nine mit neun Pars über de Bühne ging (Even Par). Aus Siems Sicht lief es heute nahezu perfekt. Nur eine Sache gelang ihm nicht so recht: „Das war mein bestes Golf seit mindestens 14 Monaten! Leider habe ich es mit meinem Putter nicht belohnt.“ Zudem lobte er die Greenkeeper für den „perfekten“ Golfplatz.

Der dritte im Bunde war heute Maximilian Kieffer. Auch er startete auf der Zehn, auf der ihm mit einem Birdie ein guter Start in den Tag gelang. Mit drei Schlaggewinnen ging der 25-Jährige auf seine zweiten Neun, dort begann Kieffer mit einem Bogey. Es folgte sogar noch ein weiteres. Mit einem Rundenscore von -1 hält er sich aber wie Landsmann Siem noch alles offen.

Bernd Wiesberger hat sich im Vorfeld der Abu Dhabi HSBC Golf Championship auf den „Desert Swing“ gefreut. Wie viele nach der ersten Runde, lobte der Österreicher bereits vorher die Qualität des Platzes. Diese verhalf ihm aber nicht über einen Rundensore von Even Par hinaus. Mit insgesamt einem Schlagverlust legte Wiesberger los. Durch zwei weitere Birdies spielte er sich zwar wieder etwas nach vorne, bevor er mit einem Bogey kurz vor seinem Rundenende abschloss.

Zwei Hole-in-Ones auf Loch 15

Bereits in der ersten Runde kann Abu Dhabi auf gleich zwei Hole-in-Ones blicken. Das erste am heutigen Tag gelang Thomas Björn. Der Däne spielte aber zunächst ein Triplebogey auf der 14 (Par-4). Prompt machte er seinen Fehler aber wieder gut und lochte auf der 15 mit einem Schlag ein.

Ein weiteres Ass gelang einem Franzosen. Grégory Havret verzeichnete bis zur 15 zwei Schlagverluste. Auf der 15 griff er dann aber tief in die Trickkiste und landete ein Hole-in-One. Die 15 scheint prädestiniert für Hole-in-Ones. Bereits vergangenes Jahr gab es auf eben diesem Loch gleich drei in drei aufeinander folgenden Runden: Miguel Angel Jiménez, Rory McIlroy und Byeon Hun An waren dort erfolgreich.

Go „Team Europe“: McIlroy & Stenson vor Spieth & Fowler

Da hat die kleine Ryder-Cup-Niederlage auf dem Golfboard im Vorfeld der Abu Dhabi HSBC Golf Championship wohl eine motivierende Wirkung für Henrik Stenson und Rory McIlroy gehabt. Nach der ersten Runde liegen Spieler des „Team Europe“ auf den Plätzen eins und drei, während sich „Team America“ etwas weiter hinten einfädelt. Rickie Fowler und Jordan Spieth hatten mit ein paar Fehlern mehr zu kämpfen, doch sind für die nächsten Tage alles andere als abgeschrieben.

Die Abu Dhabi HSBC Golf Championship

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Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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