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Was bleibt von der British Open? – Liebe auf den ersten Blick

18. Jul 2016
Golf Post war live vor Ort in Royal Troon bei der 145. British Open und zieht ein Fazit zum dritte Major des Jahres. (Foto: Getty)
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Das „europäische Major“ ist beendet, die British Open bleibt aber in Erinnerung. Golf Post blickt zurück auf die rekordträchtigen Tage vor Ort in Schottland.

Die 145. British Open und damit die Jubiläumsausgabe ist mit dem herausragenden Sieger Henrik Stenson nun also Geschichte! In den Tagen von Royal Troon gab es viel zu sehen. Louis Oosthuizen spielte beispielsweise das einzige Hole-in-One des Turniers und musste trotzdem verfrüht die Koffer packen. Rory McIlroy zerlegte sein Holz, gab anschließend nochmal Gas und war am Ende ausgesprochen zufrieden. Martin Kaymer war hingegen die deutsche Überraschung des ersten Tages, danach leider glücklos und am Ende etwas ratlos.

Was aber bleibt wirklich, vom einzigen Major auf europäischem Boden? Golf Post war das erste Mal live vor Ort, hat viele Eindrücke gesammelt und lässt diese Revue passieren.


British Open – Kein Turnier wie jedes andere

Angekommen in Schottland, ging es für Golf Post erstmal die täglich zu absolvierenden 50 Kilometer aus Glasgow raus an die Küste. Kaum auf die Autobahn aufgefahren, wiesen bereits große mobile Schilder den Weg. Ein Verfahren auf dem Weg zur Open Championship war nahezu unmöglich.

Auto abgestellt, rein in den Shuttlebus – und dann der erste Eindruck! Riesige Zeltstädte flankiert von der ersten vor uns aufragenden Tribüne, so hoch wie ein zweigeschossiges Gebäude. Unser Staunen wurde noch größer, als wir beim Blick aus dem Busfenster registrierten, dass es sich dabei „lediglich“ um den „Grand Stand“ der Driving Range handelte. Alles andere bei der British Open sollte noch größer sein, davon konnten wir uns schnell überzeugen.


So geht British Open - Ein Blick hinter die Kulissen von Royal Troon

Iceman vs. Lefty – Ein großes Duell um den Sieg

Groß war die sportliche Leistung und der gebotene Wettkampf. Was Martin Kaymer am ersten Tag darbot, erfreute ganz Golf-Deutschland. Bogeyfrei und mit fünf unter Par auf dem geteilten zweiten Platz! Getoppt wurde der 31-Jährige dabei nur vom furios aufspielenden Phil Mickelson. Während dieser bis zum letzten Akt der British Open am Finalsonntag seinen Anteil an einer der hochkarätigsten Majorentscheidungen haben sollte, währten die Hoffnungen auf einen deutschen Sieg leider nicht allzu lange.

Martin Kaymer und die Putts auf den Grüns wurden keine Freunde mehr, stattdessen drehte der „Iceman“ Henrik Stenson so richtig auf. Nachdem Mickelson den Majorrundenrekord mit einer 63 am ersten Tag egalisiert hatte, folgte ihm Stenson am Finaltag, knackte mit -20 im Vorbeigehen noch den British-Open-Rekordscore und feierte anschließend den größten Erfolg seiner sportlichen Karriere. Phil Mickelson grübelte derweil, wie er mit -17 (!) NICHT Champion Golfer of the Year werden konnte.

Schottischer Sommer? – Schottischer Sommer!

Großartig war auch das Wetter bei der 145. British Open – zumindest am ersten Turniertag. Auf schottischen Sommer eingestellt, verbrannten wir uns bei strahlendem Sonnenschein, teilweise fast Windstille und angenehmen Temperaturen tatsächlich die Haut. Wer hätte das gedacht, so garnicht British Open typisch… Was Schottland eher zu bieten hat, das erlebten wir, die Zuschauer und vor allem die Spieler ab Freitag.

Sturmböen, Starkregen, ungemütliche Temperaturen – so stellt man sich den rauen Sommer im hohen Norden der britischen Insel schon eher vor. Zum Glück bot das Medienzentrum genug Platz, um im Trockenen und halbwegs Warmen vor den zahlreichen Bildschirmen mit den Kollegen ins Gespräch zu kommen und das Geschehen zu diskutieren.

Großartige Unterstützung von Groß und Klein

Trotzdem der Wetterkapriolen, die Gastgeber haben alles gegeben! Der Platz im Royal Troon GC war bei allen Bedingungen stets in hervorragendem Zustand, wie die Akteure durchweg berichteten. Auch wenn sie sich nun wieder auf die schnellen Grüns vor allem der PGA Tour freuen. Zudem verbreiteten die zahlreichen freiwilligen Helfer immer ein Lächeln, prasselte der Regen noch so sehr auf sie nieder.

Und dann waren da ja noch die zehntausenden Zuschauern, die sich über die Anlage der British Open schoben. Die Schotten sind dabei wirklich golfverrückt! Egal ob Erster oder Letzter – über mangelnde Unterstützung konnte sich keiner der ursprünglich 156 Spieler im Feld beklagen. Selbst der Golfernachwuchs war mit Begeisterung dabei, immerhin bestand ja die Chance das eine oder andere Autogramm der Topstars zu ergattern.

Auf Wiedersehen in Royal Birkdale 2017

Golf Post hat ausgesprochen ereignisreiche Tage vor Ort bei der 145. British Open erlebt, hat das „Open-Feeling“ vermittelt und zu spüren bekommen, wie wechselhaft schottischer Sommer wirklich sein kann. Dass dazu noch so fesselndes Golf geboten wurde – perfekt! Also, auf zur 146. The Open Championship – 2017 dann im Royal Birkdale Golf Club!

Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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1 LESER-KOMMENTAR

Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Liebe Golf Post,
    es muss schon schlimm sein, wenn es kaum Feedback gibt, und nun komme ich mit einer Bemerkung, die wenig positiv ist. Ich weiß ja nicht wie Sie ein Jubiläum definieren, aber eine 145. Open als Jubiläum zu verkaufen? Nun, da haben Sie etwas exklusiv.

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