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Warum ein Golfplatz so groß ist, wie er ist

17. Aug 2015
Die Größe eines Golfplatzes lässt sich meist nur erahnen. Gefahr, den Ball neben den Golfplatz zu schlagen, läuft man eher selten (Foto: Getty)
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Die Größe von Golfplätzen ist abhängig von mehreren Faktoren. Physiker haben erforscht, wie es zu der Größe kommt.

Egal ob Fußball, Tennis oder Golf – alle Ballsportarten benötigen ein Spielfeld. Die Größen variieren allerdings teilweise enorm. Im Tischtennis wird nur auf ein paar Quadratmetern gespielt. Ein Golfplatz wirkt dagegen mit mehreren hundert Quadratmetern teilweise so riesig wie eine Kleinstadt. Das habe aber einen logischen Grund, sagen fünf Physiker, die die Spielflächengrößen mehrerer Sportarten untersucht haben.

Auf den Spuren Galileo Galileis

Auf den ersten Blick könnte man an Regeln, Anzahl der Spieler oder Beschaffenheit des Balls als Indikator für die Größe eines Golfplatzes denken. Die Wissenschaftler um Caroline Cohen verwendeten bei ihren Forschungen ein anderes Maß. Die Reichweite des Spielgeräts sei demnach ausschlaggebend für die Bemessung des Spielfeldes.


Neu ist das Interesse an dem Thema nicht. Bereits der italienische Galileo Galilei (gestorben 1642) beschäftigte sich damit. Obwohl die ersten Golfer bereits Ende des 13. Jahrhunderts Lederbälle über Plätze trieben, galt Galileos Interesse nicht dem Golfsport, sondern allgemein der Ballistik.

Platzgröße wächst proportional zur Reichweite

Je weiter, desto größer (Bild: http://iopscience.iop.org)

Je weiter, desto größer (Bild: http://iopscience.iop.org)

Beim Golf wird der Ball oft über mehrere hundert Meter weit geschlagen. Eine Bahn sei immer länger als die Reichweite. Folglich ist eine Bahn länger als die Durchschnittsreichweite eines Abschlags. Ist die maximiale Reichweite eines Schusses berechnet, könne auch die Größe des Spielfeldes berechnet werden.

Da der Golfball aufgrund seiner Beschaffenheit im Vergleich zu anderen Sportarten am weitesten fliegen kann, erstreckt sich auch das jeweilige Loch am weitesten. Golf auf einem Fußballplatz zu spielen, würde im wahrsten Sinne den Rahmen sprengen.

Bei Golf zählt vor allem das Erreichen des Ziels (Bild: http://iopscience.iop.org)

Bei Golf zählt vor allem das Erreichen des Ziels (Bild: http://iopscience.iop.org)

Beim Golf gilt: Strategie vor Reflex

Für die Wissenschaftler gibt es zwei Kategorien, in die die untersuchten Ballsportarten eingeordnet werden können: Bei der ersten sind vor allem Präzision und Reflexe notwendig, die zweite Gruppe beschreiben sie als Zielsport. Zu dieser zweiten Gruppe zählt auch der Golfsport. Dort stehe das Erreichen eines Ziels, also das erfolgreiche Putten, im Vordergrund. Weniger wichtig sei das das schnelle, reflexartige Spiel, wie es beispielsweise beim Tennis gebraucht werde.

 

 


Von Afghanistan bis Nordkorea: Die ungewöhnlichsten Golfplätze

Alexander Swan

Alexander Swan - Freier Autor für Golf Post

Nach mehreren (sport-)journalistischen Stationen ist Alexander bei Golf Post gelandet. Der gebürtige Münsterländer begeistert sich für jede Sportart, die ein rundes Spielgerät besitzt - insbesondere für den ganz kleinen und den Lederball.

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