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European Open Vorschau: „Mr. Consistency“ belehrt den Junior

Wer sich in die namhafte Siegerliste der European Open eintragen will, muss sich einer echten "Herausforderung" stellen.

Zum ersten Mal findet die European Open in Deutschland statt. (Foto: Porsche AG)

Sechs Jahre hat es gedauert, nun ist die European Open endlich zurück. Gleich zwölf deutsche Starter werden im Golf Resort Bad Griesbach dabei sein. Dazu Bernd Wiesberger und ein internationales Teilnehmerfeld, gespickt mit Spitzenspielern.

Auch wenn die Konkurrenz groß ist, sollte Bernhard Langer ein entscheidendes Wörtchen mitreden können im Spiel um den Sieg. Schließlich hat er den Beckenbauer-Kurs in Bad Griesbach, auf dem die Eurpean Open ausgetragen wird, gestaltet. Wer könnte ihn also besser kennen als er? Vielleicht einige derjenigen, die den Platz bereits im Juli im Rahmen des Challenge-Tour-Turniers bespielten. Wenngleich der 58-Jährige ihnen gegenüber etwas an Länge verloren hat, sollte er das mit der Erfahrung zweier Majorsiege und fünf Senioren-Majorsiege wett machen können. Außerdem hat er auch die European Open schon zweimal gewonnen (1985/1995).

Keiner kennt den Platz wie Bernhard Langer

Dass Langer überhaupt da ist, ist aber unabhängig vom Turnierverlauf eine große Freude. Nur selten lässt sich "Mister Consistency" diesseits des Atlantiks blicken. Ähnlich ist es bei Stephan Jäger, der auf der Web.com Tour zuhause ist. Allerdings dürften seine Erfolgsaussichten unterhalb derer Langers liegen.

Max Kieffer hingegen steht auf der Favoritenliste weit oben. Schließlich hat der 25-Jährige dieses Jahr noch keinen einzigen Cut auf der European Tour verpasst und schwingt sich zu einer Art "Mister Consistency Junior" auf. Wenngleich er von der 54 Turniere haltenden Serie des echten "Herrn Beständigkeit" (zwischen 1983 und 1988) noch ein gutes Stück weit entfernt ist. Die Tipps, die er sich am Dienstag auf einer gemeinsamen Runde vom Original holte, könnten sich noch als wertvoll herausstellen.

Thanks Bernhard Langer for taking the time to play with us and answering all the questions #musthavefeltlikeaproam



Bernd Wiesberger über den Beckenbauer-Kurs

Auch Bernd Wiesberger freut sich auf ein witeres Turnier unweit seines Heimatlandes Österreich. "Es ist ein tolles Golf Resort", lässt der Wiener über den Veranstaltungsort wissen. "Ich habe schon viel darüber gehört. Es gibt viele Kurse hier, und es liegt in einer für Golf sehr geeigneten Region - nicht zu bergig, nicht zu flach." Auch über den 6574 Meter langen Beckenbauer-Kurs hat der amtierende French-Open-Sieger nur Gutes zu berichten: "Es ist ein schöner Mix aus kurzen und langen Bahnen. Es wird eine echte Herausforderung diese Woche."

Die werden die Pros bewältigen müssen. Schließlich spielen sie um zwei Millionen Euro Preisgeld und wollen sich in eine Siegerliste eintragen, die seit 1978 von namhaften Größen geprägt wurde: Sandy Lyle (1979), Greg Norman (1986), Nick Faldo (1992), Lee Westwood (1999/2000), Darren Clark (2001), um nur einige zu nennen, gewannen alle die European Open. Nun ist es an der Zeit, die Liste zu erweitern.

Die Trophäe der European Open. (Foto: Golf Post)

Die Trophäe der European Open. (Foto: Golf Post)



Der neue Sieger wird, wie alle ehemaligen, seinen Namen in der Trophäe eingraviert wiederfinden. Seit 1978 wird sie dem Champion im Original überreicht. In den letzten sechs Jahren, als die European Open nicht stattfand, beherbergte die European Tour sie in ihrem Hauptquartier in Wentworth. Von dort kam sie nun direkt nach Bad Griesbach.

Quick Facts zur European Open

European Tour Porsche European Open
Platz Golf Resort Bad Griesbach, Bad Griesbach, Deutschland, 6574 Meter, Par 71
Preisgeld Preisgeldpool: 2.000.000 Euro
Titelverteidiger Christian Cévaer (2009), Zweitplatzierte: Gary Orr, Alvaro Quiros, Steve Webster
Headliner Bernhard Langer, Hunter Mahan, Graeme McDowell, Bernd Wiesberger, Miguel Angel Jiménez
Deutsche Starter Sebastian Heisele, Stephan Jäger, Philipp Mejow, Marcel Schneider, Sean Einhaus, Sven Strüver, Maximilian Kieffer, Bernhard Langer, Moritz Lampert, Florian Fritsch, Bernd Ritthammer, Maximilian Rottluff (a)

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