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Von Jimenéz bis Ernie Els: Golfstars und ihre Weine

27. Jul 2014
Miguel Angel Jimenez, der Genießer. Seine Lieblingsweinsorte: Rioja (Foto: Getty)
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Nicht nur Ernie Els baut neben seiner Golfkarriere erfolgreich Wein an. Auch manche seiner Kollegen sind erfolgreiche Winzer.

Das waren keine guten Nachrichten für Miguel Ángel Jiménez: Beim Ryder Cup 2014 musste der Rjoja-Liebhaber sich zeitweise auf eine andere Rebsorte einlassen, weil der offizielle Ryder-Cup-Wein aus anderem Hause kam. Das Weingut Château Mouton-Rothschild nämlich hat das exklusive Tröpfchen für Gleneagles bereitgestellt: Die „Mouton Cadet Ryder Cup Selection“, ein Cuvée aus zwölf Rothschild-Weinlagen mit hohem Merlot-Anteil und intensiver Fruchtigkeit, dabei füllig im Gaumen und kräftig an Tanninen.

Will heißen: Jiménez als Vize-Kapitän musste bei offiziellen Anlässen des Ryder Cups auf seine „Hausmarke“ verzichten. Der Spanier schwärmt bekanntermaßen vom Erzeugnis der Tempranillo-Traube, wann und wo er kann. Aus „El Mecanico“, der gerne an seinen Ferraris schraubt, ist bislang indes kein Winzer, kein „El Viticultor“, geworden. Kann ja noch kommen.



Miguel Angel Jiménez - "Most interesting Golfer"

Ernie Els Wines

Andere aus seiner Gilde sind da schon weiter. Ernie Els vor allem, der seit 1999 im südafrikanischen Stellenbosch aus französischen Rebsorten, zuvorderst Cabernet Sauvignon und Merlot, ganz ausgezeichnete Produkte gewinnt. Unter tätiger Mithilfe des renommierten Kellermeisters Louis Strydom. Der „Ernie Els Signature 2010“ beispielsweise ist vom Weinpapst Robert Parker mit immerhin 93 von 100 möglichen Punkten bedacht worden, das fällt in die zweithöchste Stufe und meint „hervorragend“.

Für Ernie Els ist „Wein wie Golf: Im Bemühen um Perfektion hat beide Male die Natur mit ihren Rahmenbedingungen das letzte Wort“. Sagt „The Big Easy“. Und Wein passt natürlich ziemlich gut zum Siegel der gehobenen Lebensart sowie zur Etikette übers Spiel hinaus, die oft mit Golf beworben werden.

Luke Donald Collection

Einen noch anderen Bezug hat Luke Donald gefunden. Der Engländer gibt als Teilhaber der Terlato Wine Group mit der „Luke Donald Collection“ seit 2008 seinen Namen für einen hellen leichten Roten aus französischen Rebsorten, der im Nappa Valley in Kalifornien hergestellt wird. In der anglophonen Welt sind solche Weine als Claret oder Clairet bekannt, seit das Bordeaux von 1152 bis 1453 zum englischen Krongebiet gehörte, und wurden dunnemals als Alternativen zu den schweren, dunklen Importen aus Spanien und Portugal geschätzt. Die passende Kanne, der Claret Jug, wird immerhin seit 1873 dem Sieger der British Open und Champion Golfer of the Year verliehen.

Black Knight Wines

Ein anderer berühmter Golf-Teilhaber bei Terlato ist Jack Nicklaus. Der 18-fache Major-Sieger war mit seinen 2010 vorgestellten Cabernet Sauvignons des Jahrgangs 2007 freilich der letzte des großen Triumvirats, der sich dem Wein zuwandte. Arnold Palmer ist seit 2005 mit Luna Vineyards (Nappa Valley) im Geschäft, Gary Player lässt unter dem  Logo „Black Knight Wines“ in der Stellenboscher Quoin Rock Winery seit 2003 Trauben keltern. Die Rotweine werden nach seinen Major-Siegen benannt, „Muirfield 1959“ entstand auf Merlot- und Cabernet-Sauvignon-Basis, „Augusta 1961“ reifte mit 51-prozentigem Syrah-Fundament.

Greg Norman Estates

Die Liste prominenter Golfer mit önologischer Passion wäre unvollständig ohne Greg Norman. Zum Imperium des geschäftstüchtigen Australiers gehören Weingüter im heimischen Eden Valley und an der Limestone Coast, in Santa Barbara und Paso Robles (Kalifornien) sowie in Mendoza/Argentinien. Der „Große weiße Hai“ hat aktuell 13 verschiedene, zumeist „reinrassige“ Weine im Sortiment, vom weißen Chardonnay über die roten Merlot, Pinot Noir, Syrah oder Cabernet Sauvignon bis zum Schaumwein aus Chardonnay und Pinot Noir. Für all die Produkte zeichnet Kellermeister Andrew Hales verantwortlich.

Und Normans Ehefrau Morgan-Leigh steuert als Marketing-Managerin von „Greg Norman Estates“ gleich die passenden Gerichte und Rezepte bei. Wie wär‘s zum Beispiel mit weißem Heilbutt im Parmaschinkenmantel an Erbs-Risotto und Pilz-Variation, dazu ein gut gekühlter 2011er-Chardonnay aus dem Eden Valley? Golf kann auch abseits der Fairways so schön sein.

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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