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TV-Golf-Kritiker Chamblee haut Tiger Woods in die Pfanne

08. Jun 2015
TV-Kritiker Brandel Chamblee haut Tiger Woods nach erneut schlechter Runde in die Pfanne. (Foto: Getty)
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Ein Sieger muss früh raus, Nick Faldo bleibt länger dabei, Phil Mickelson legt richtig was drauf und Jenner fängt bei Null an. Die Back Nine.

Gefundenes Fressen: Brandel Chamblee, der Ex-Professional und TV-Analyst beim „Golf Channel“ hat sich längst als „Intimfeind“ von Tiger Woods etabliert und haut den kriselnden Superstar bei jeder Gelegenheit in die Pfanne. Woods‘ katastrophale Vorstellung beim „Memorial“ kam da gerade mal wieder recht. „Nicht die Zeit nagt an Tigers Golf. Das hat er sich selbst angetan, weil er seinen Genius zugunsten der Ideen anderer verkauft hat.“ Chamblee spielte damit auf die ständigen Trainerwechsel und letztlich auf die Wahl von Chris Como als neuem Coach an: „Woods hat sich wieder und wieder großartige Spielfähigkeiten aufgebaut und sie dann stets auch wieder zerstört!“ Chamblee glaubt, mit einem Butch Harmon oder Hank Haney als Coach würde Woods „binnen ein, zwei Monaten wieder solides Golf spielen“.

David Lingmerth: Quali-Turnier statt Siegesfeier

Wermutstropfen: Mit seinem ersten PGA-Tour-Triumph hat „Memorial“-Sieger David Lingmerth 1,2 Millionen Dollar verdient und sich den Start bei der PGA Championship und beim Masters 2016 sowie die Tourkarte bis 2018 gesichert. Für die aktuelle US Open freilich reicht es nicht. Lingmerth sprang in der Weltrangliste von Rang 212 „nur“ auf Platz 71, es hätten aber die Top-60 sein müssen. Also fiel die Siegesfeier aus: Der frisch gebackene Champion durfte statt dessen heute um 7.20 Uhr Ortszeit in Columbus/Ohio mit 119 anderen Aspiranten zum Quali-Turnier antreten.


Nick Faldo plant zwei weitere British Open ein

Rücktritt vom Rücktritt: Sir Nick Faldo spielt nächsten Monat in St. Andrews entgegen seiner ursprünglichen Absicht doch nicht die letzte British Open. Der sechsfache Majorsieger will 2016 und 2017 noch dabei sein, weil: „Royal Troon mein erster Open-Sieg war, und Royal Birkdale die erste Open, die ich gespielt habe“.

Zufall: Erik Compton trifft Tante seines Herzspenders

Geschichten, die nur schlechte Soaps schreiben – oder das Leben: Da sitzt US-Pro Erik Compton, der mit 35 Jahren schon zwei Herztransplantationen hinter sich hat, während des „Memorial“ in einem Restaurant in Dublin/Ohio beim Dinner, plaudert mit der Kellnerin, und es stellt sich heraus, dass sie die Tante des Spenders ist, dessen Herz Compton seit 2008 trägt. Das Abendessen dürfte fortan Nebensache gewesen sein.

Greg Norman: Denkmal von der Gattin

Kleine Aufmerksamkeit: Was schenkt man einem Mann, der vielfacher Millionär ist und sich (fast) alles kaufen kann? Kirsten Kutner, die dritte Ehefrau von Greg Norman, hat die Frage im Wortsinn ansehnlich gelöst. Sie schenkte ihrem „Great White Shark“ zum 60. Geburtstag einfach eine überlebensgroße Büste – und zwar von ihm selbst.

Spendabler Mickelson: Becher Limo für 100 Dollar

Spendierhosen: Phil Mickelson hatte Durst, als er während des „Memorial“ durch Muirfield Village fuhr. Also hielt der fünffache Majorsieger an einem Stand, wo die Geschwister Roland (6) und Elise (8) Van Karsen selbst gemachte Limonade anboten – für einen Dollar pro Becher. „Lefty“ freilich zückte eine Hundert-Dollar-Note und verzichtete aufs Wechselgeld. 99 Dollar Trinkgeld für die Kids: Kann man mal so machen!

Jack Nicklaus und die unerfüllte Karriere

Lebensbeichte: Gastgeber Jack Nicklaus hat während seines „Memorial“-Turniers offenbart, dass er mehr aus seiner Karriere hätte machen können. „Ich denke, dass ich nicht alles erreicht habe, was ich hätte erreichen können“, sagte der Mann mit den 18 Majorsiegen. Na ja, als 13-facher Zweiter schrammte er allerdings knapp an etlichen weiteren Majors vorbei.

Verkaufsanzeige offenbart „Ehedrama“

Was man in Gebrauchtbörsen so alles findet: Beispielsweise auf „Craigs List“ in den USA einen kaum gebrauchten Satz Mizuno-Schläger. An sich nichts Besonderes. „Tim K.“ aus Delaware freilich bietet seine Golfausrüstung an, weil ihn seine neue Ehefrau vor die Wahl gestellt hat: Entweder Golf oder ich! Zitat: „Eigentlich lässt sie mich überhaupt nichts mehr tun, was Spaß macht.“ 500 Dollar will „Tim K.“ für die Schläger haben, aber letztlich ist ihm der Erlös egal: „Das Geld geht sowieso für irgendeinen Mist drauf, den ich meiner Frau kaufen soll.“ Kein Kommentar!

Caitlyn „Ex-Bruce“ Jenner und das Golfspiel

Zum Schluss noch ‘was vom Golf-Boulevard: Bruce Jenner (65), Zehnkampf-Olympiasieger von 1976 und begeisterter Golfer, wurde zur Frau und heißt jetzt Caitlyn. Prompt wurde munter spekuliert: Wie wird sie künftig im exklusiven Sherwood Country Club nahe Los Angeles behandelt, wo Bruce 15 Jahre lang Mitglied war? Es habe sich „doch nur ein bisschen was geändert“, verlautbarte der Club. „Caitlyn Jenner bleibt ein geschätztes Mitglied.“ Indes muss sich Mrs. Jenner ein komplett neues Handikap erspielen, die 5,3-Stammvorgabe von Bruce wird nicht übertragen.

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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2 LESER-KOMMENTARE

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  1. da sollte der Korrektor noch mal drüberlesen:

    Wermutstropfen: Mit seinem ersten PGA-Tour-Triumph hat „Memorial“-Sieger David Lingmerth 1,2 Millionen Dollar verdient und sich den Start bei der PGA Championship und beim Masters 2015 sowie die Tourkarte bis 2018 gesichert

    Antworten

    • Jacqueline Sauer

      Das ist selbstverständlich richtig, es handelt sich natürlich um das Masters 2015. Der Tippfehler wurde umgehend behoben.

      Antworten

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