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Fabian Bünker
PGA Coach und Trainingsexperte bei Golf Post

Fabian Bünker ist als PGA-Professional mit DOSB-Lizenz sportlicher Leiter im Club zur Vahr und betreut die Mannschaftsspieler im Training und beim Wettkampf. Als Amateur war er fünf Jahre lang Mitglied der DGV-Nationalmannschaft. Auf seinem Blog „Up & Down“ stellt er seine Tipps und Tricks für Ihr Golftraining zur Verfügung. Als Experte für Kindergolf bloggt er auf „Golfmaniacs“ über Kindergolf und gibt Tipps für die richtige Ausrüstung.

Tiefer Boden, schwere Bälle – So spielt man aus matschigen Lagen

Hat sich der Regen verzogen, geht's raus auf den Platz. Doch der ist erst in ein paar Tagen trocken. So kommen Sie mit tiefem Boden zurecht.

07. Dez 2017
Liegt der Ball im Matsch, weiß man besser, was zu tun ist. (Foto: Getty)


Das Wetter wird schöner und endlich öffnen die Plätze wieder. Trotzdem haben wir Golfer gerade ein Problem: matschigen Boden. Dieser beeinflusst das Golfspiel ungemein und kann neben dem Wasserhindernis als „natürlicher Feind“ von uns Golfern gesehen werden. Welchen Einfluss hat aber ein Ball mit Matsch auf Ihr Spiel? Dem wollen wir heute einmal nachgehen.

Wann darf ich einen Ball reinigen?

Regel 21 „Ball reinigen“ definiert dies ganz genau. Sie dürfen Ihren Golfball aufheben und reinigen, wenn:

  • der Ball auf dem Grün liegt (Achtung vorher markieren).
  • der Ball auf dem Grün, dem Vorgrün oder Fairways (in einer Kurzgemähten Fläche) eingebohrt ist.
  • ein eingebohrter Ball im Rough oder Semirough ist „PP“ - Persönliches Pech. Entweder weiterspielen oder unspielbar erklären.
  • vor dem Droppen darf man den Ball reinigen.
  • und natürlich dürfen Sie Ihren Ball nach Beendigung des Loches reinigen oder wechseln.

Was tue ich, wenn ich Matsch am Ball habe?

Was können Sie aber tun, wenn Sie nicht die oben genannten Regeln anwenden können oder es keine Platzregel gibt, die es Ihnen erlauben, den Ball (auf kurzgemähten Flächen) aufzuheben und zu reinigen? Nun, das hängt immer von der Menge Matsch ab. Wenn der Ball so voll Matsch ist, dass gar nichts mehr geht, dann sollten Sie den Ball für unspielbar erklären. Dann kann man den Ball nämlich vor dem Droppen reinigen. Dafür gibt es aber natürlich einen Strafschlag.

Wenn Sie denken, „Ach, das geht ja“, dann sollten Sie ihn spielen wie er liegt. Wenn Sie sich dafür entscheiden, dann müssen Sie natürlich damit rechnen, dass der Ball nicht so fliegt, wie Sie das geplant haben. Sprich, Sie haben Einbußen bei der Längen- und Richtungskontrolle. Was aber passiert bei den unterschiedlichen Schlägen:

So verhält sich ein "matschiger" Ball

Im Kurzen Spiel empfehle ich Ihnen -bei Matsch am Ball- den Ball etwas direkter zu treffen. Dafür legen Sie sich den Ball einfach etwas mehr nach rechts von der Standmitte und nehmen Ihr Gewicht auf das linke Bein. Das sorgt dafür, dass Sie den Ball etwas steiler und somit direkter treffen und der Ball zumindest mal nach vorne geht. Ziel sollte es sein, den Ball einfach auf das Grün zu bekommen. Dann auf jeden Fall markieren und reinigen, bevor Sie weiterspielen.

Im langen Spiel hat ein Track Man Test spannende Ergebnisse ergeben:

  • Bälle, die Matsch an der rechten Seite hatten spinnen und fliegen eher nach links.
  • Bälle, die an der linken Seite Matsch hatten, spinnen und fliegen eher nach rechts.

Im langen Spiel ist also fast nur die Richtung, nicht aber die Schlaglänge beeinflusst. Ein Eisen mehr sollte zum Ausgleich völlig reichen.
Auch in diesem Fall gilt aber meine Empfehlung. Ball etwas mehr rechts, Gewicht mehr auf den linken Fuß und dann „von oben drauf auf den Ball“.

„Up & Down“
Ihr Fabian

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