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Torrey Pines: Als keiner das Turnier gewinnen wollte

02. Feb 2016
Brandt Snedeker gewinnt die Farmers Insurance Open, ohne am entscheidenden Tag einen Schlag spielen zu müssen. (Foto: Getty)
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Brandt Snedeker wartet, spielt dann keinen Schlag und gewinnt trotzdem die Farmers Insurance Open. Das Wetter mischt kräftig mit.

Brandt Snedeker musste nichts anderes machen als warten. Er hatte als einer der wenigen seine letzte Runde bei der Farmers Insurance Open am Sonntag beenden können, bevor wegen starker Winde, Regens und am Ende einbrechender Dunkelheit abgebrochen und die Entscheidung im kalifornischen San Diego auf Montag verschoben werden musste. Vorgelegt hatte der Amerikaner jedoch die nach eigener Aussage „beste Golfrunde“ seit langem.

Brandt Snedeker mit Traumrunde zum Sieg

Snedeker zeigte sich unbeeindruckt von den zum Teil widrigen Bedingungen, welche Abschläge verwehten oder Putts in falsche Richtungen ablenkten. Am Ende des Tages unterschrieb er eine 69er Runde – drei unter Par für den Tag. Ein Ergebnis welches von keinem der anderen 70 Spieler im Cut auch nur annähernd erreicht werden sollte.


Schon im Verlauf des Sonntags zeichnete sich ab, dass das Feld mit Ausnahme Brandt Snedekers teilweise weit über Par unterwegs war. Vom 27. Platz gestartet machte der deshalb einen riesen Satz nach vorne und fand sich bei Abbruch schlaggleich an der Spitze des Feldes wieder. Die noch auf dem Platz verbliebenen Akteure hatten jedoch die Chance, bei Neuaufnahme der Runde am Montag ihrerseits den Sieg zu sichern, während Snedeker tatenlos zusehen musste.

Wetterkapriolen im sonnenverwöhnten Kalifornien

Doch auch am Montag verstand das Wetter im sonst so sonnenverwöhnten Kalifornien keinen Spaß. Erneut musste der Start der Entscheidung mehrfach verschoben werden. Als doch gespielt wurde, wollte oder konnte keiner Brandt Snedeker wirklich gefährden. Der stand abseits, guckte sich das Geschenen an und durfte schließlich jubeln, ohne den Schläger noch einmal für ein Stechen rausholen zu müssen.

Brandt Snedeker siegte also tatsächlich mit sechs unter Par vor dem Südkoreaner K.J. Choi, der mit einer 76 gleich vier Schläge einbüßte und insgesamt bei fünf unter Par landete, und seinem Landsmann Kevin Streelman bei vier unter Par. Die zweitbeste Finalrunde nach Snedeker verbuchte übrigens Robert Streb mit Even Par. Damit machte er 39 Positionen gut und landete noch in den Top 20.

Alle anderen 69 Spieler kamen über Par ins Clubhaus, insgesamt spielte das Feld dabei sage und schreibe 419 (!) Schläge über Par. Das ergab einen Rundendurchschnitt von 77,9 Schlägen (Par 72). Seit 1983 gab es auf der PGA Tour – abgesehen von den Majors – keine Schlussrunde, die einen schlechteren Schnitt aufwies.

Alex Cejka war als einziger deutscher Starter bei der Farmers Insurance Open ebenso bereits früh am Cut gescheitert, wie überraschend Titelverteidiger Jason Day, Phil Mickelson oder der Sieger der Vorwoche aus Abu Dhabi Rickie Fowler.

Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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