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Tiger Woods sagt seine Ryder-Cup-Teilnahme ab

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14. Aug 2014
Tiger Woods wird 2014 nicht am Ryder Cup teilnehmen. Seine Rückenprobleme zwingen ihn zur Golfpause. (Foto: Getty)
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Tiger Woods muss Tom Watson und dem Ryder Cup 2014 verletzungsbedingt absagen. Die US-Auswahl wird nun immer kleiner.

Tiger Woods wird nicht beim Ryder Cup 2014 mitspielen. In einer Erklärung nimmt der US-Amerikaner sich selbst aus dem Wettbewerb um die letzten Plätze im US-Ryder-Cup-Team und begründet seine Entscheidung mit seinen zuletzt starken Rückenproblemen: „Meine Ärzte und Trainer haben mir geraten, meinen Rücken und meine Muskeln auszuruhen und heilen zu lassen und erst einmal nicht zu üben oder zu trainieren. Es war schon Glück, dass meine letzte Rückenverletzung nichts mit meiner Operation im März zu tun hatte, sondern nur muskulär bedingt war“, so Woods über seinen letzten verletzungsbedingten Rückschlag.

Tiger Woods: „Ich werde das US-Team anfeuern“

„Ich habe schon mit Tom [Watson] über den Ryder Cup gesprochen. Auch wenn ich es sehr zu schätzen weiß, dass er mich für einen Captain’s Pick in Erwägung gezogen hat, musste ich mich ihm nun absagen“, so Woods, der den Mannschafts-Kapitän noch vor einigen Tagen gebeten hatte, ihn nach Schottland mitzunehmen, obwohl er noch beim Bridgestone Invitational verletzungsbedingt aufgeben musste und bei der PGA Championship den Cut verpasste. „Das US-Team und der Ryder Cup sind mir jedoch zu wichtig, als dass ich nicht in der Lage bin, dort mein Bestes zu geben. Ich werde das US-Team anfeuern. Ich denke, wir haben einen hervorragenden Kader, mit dem wir in die Matches gehen können.“


Für Tiger Woods ist damit die Golfsaison 2014 zuende. Für den FedExCup hat er sich nicht qualifiziert und bis auf einige Einladungen im Herbst, die er nun auch nicht wahrnehmen wird, steht in Tigers Kalender kein „Pflichtspiel“ mehr an. Vielmehr will Woods in der ersten Dezemberwoche bei seinem eigenen Turnier wieder fit sein: „Bei meiner World Challenge in möchte ich wieder am Wettbewerb teilnehmen. Das Turnier ist sehr wichtig für mich und meine Stiftung. Es wird toll sein, dann wieder spielen zu können.“

US-Team im Verletzungspech

Für Tom Watson hingegen geht die harte Arbeit jetzt erst richtig los: Neun US-amerikanische Spieler stehen zwar bereits für die Teilnahme am diesjährigen Ryder Cup fest, aber selbst unter diesen neun Spielern gibt es Wackelkandidaten. Matt Kuchar hatte die PGA Championship wegen quälender Rückenprobleme gar nicht erst angetreten – ob er in sechs Wochen in Topform ist, ist fraglich. Nun kann Team Kapitän Tom Watson noch weitere drei Golfprofis auswählen, um seine Mannschaft zu komplettieren. Doch auch unter den Aspiranten für diese drei Picks wird es langsam dünn.

Denn neben Tiger Woods haben sich auch andere US-amerikanische Golfprofis verletzt, die im Normalfall beim Ryder Cup 2014 gespielt hätten. Jason Dufner wurde bei der PGA Championship durch einen Bandscheibenvorfall im Nackenbereich gezwungen aufzuhören. Somit fiel er aus den vorderen neun Rängen des Rankings und muss nun auf eine Nominierung durch Tom Watson vertrauen, stellte aber im Zuge der PGA Championship auch gleich klar, dass seine Gesundheit vorgehe. Es ist ohnehin zweifelhaft, ob er mit einer frischen Verletzung in die Mannschaft gewählt wird.

Darüber hinaus verließ US-Profi Dustin Johnson „freiwillig“ die Tour aus „persönlichen Gründen“ und steht Tom Watson in dieser Saison somit auch nicht mehr zur Verfügung. All dies hätte für eine Nominierung Tiger Woods‘ gesprochen, aber nun ist auch diese Personalie verpufft.

Stricker als spielender Vizekapitän?

Tom Watson nimmt die Angelegenheit mit Humor und hält sich an seinen Co-Kapitän Steve Stricker. „Ich habe Steve gesagt, dass er seine Golfschläger mit nach Schottland bringen soll“, feixte der Kapitän im Interview.

Stricker wäre ein willkommener Partner für Woods gewesen. Die beiden US-Amerikaner spielten seit 2010 alle Matches beim Ryder Cup zusammen und besiegten unter anderem Ian Poulter und Ross Fisher. Aber Stricker ist ein ein umgänglicher und erfahrener Spieler, er wird sich auch mit anderen Nominées und Rookies gut verstehen und wertvolle Tipps geben können. Das wird er auch müssen. Next in line sind Spieler wie Youngstar Keegan Bradley, Rookies Ryan Moore und Brendon Todd, Webb Simpson oder Brandt Snedeker. Immerhin keine ganz schlechte „Ersatzbank“.

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Carina Olszak

Carina Olszak - Freie Autorin bei Golf Post

Profigolf ist Carinas Spezialgebiet. Jede Woche verfolgt sie die Geschicke der Profis auf den internationalen Touren und hat besonders viel Spaß am Aufstieg der jungen Wilden. Ihr Wunschflightpartner für eine Golfrunde: Rory McIlroy.
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