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The Players: Inselgrün im TPC Sawgrass gibt‘s jetzt doppelt

Erhebliche Umbauten vor der 44. Players Championship prägen das „fünfte Major“. Bernhard Langer zum dritten Mal in Folge ältester Spieler im Feld.

Loch 17 im TPC Sawgrass ist häufig einer der
Loch 17 im TPC Sawgrass ist häufig einer der "Stolpersteine" auf dem Weg zum Sieg bei der Players Championship. (Foto: Getty)

Die Par-3-Bahnen sind weit vorn, wenn es um berühmte Golflöcher geht: Augustas „Golden Bell“, Pebble Beach mit seiner Sieben am Pazifik, die „Briefmarke“ von Royal Troon – und natürlich die 17 im TPC Sawgrass, das Inselgrün, weit weniger schlimm als ihr Ruf, aber Spektakel auf jeden Fall. Allerhand Kopien gibt‘s von den großen Dreiern, doch eine Replika direkt auf der jeweiligen Anlage ist neu.

Bei der Players Championship freilich können die Pros schon mal kräftig für den 125-Meter-Schlag übers Wasser trainieren. Die PGA Tour hat bei den umfangreichen Umbaumaßnahmen im TPC Sawgrass auch eine Anmutung des Inselgrüns an den Rand der Übungseinrichtungen „pflanzen“ lassen.

TPC Sawgrass: Neues Gesicht für Players Championship

Vor 35 Jahren gab‘s die erste „Tournament Players Championship“ im einstigen Sumpfgebiet nahe Ponte Vedra Beach, initiiert vom damaligen PGA-Tour-Commissioner Deane Beman ebenso wie der Platz selbst. Jetzt erstrahlt das Flaggschiff der toureigenen „Tournament Players Clubs“ (TPC) in neuem Glanz. Schon früher wurde immer wieder am Stadium Course geschliffen, vor allem, um den maximal 36.000 Zuschauern durch zusätzliche Hügel die Sicht aufs Geschehen zu erleichtern. Nach Jason Days Sieg 2016 indes ging‘s kräftig ans Design.


Bei fünf Löchern (1, 4, 9, 11 und 13) vergrößerte man die Grüns, um neue Fahnenpositionen zu ermöglichen. Das achte Grün erhielt neue Konturen, die Grüns 3 und 6 bekamen dafür ihre originären Maße zurück, so wie der legendäre Pete Dye sie damals konzipiert hatte. Sämtliche Grüns wurden renoviert und mit einer speziellen Mischung des Bermuda-Grases eingesät, alle Bunker saniert und ihre Umgebung ebenfalls mit Bermuda-Rasen bestückt.



Der 15. Abschlag wurde nach hinten verlegt. Zudem entstand zwischen den Löchern 6 und 7 statt des bisherigen Teichs ein neuer See. Als gäbe es nicht schon genug Wasser im TPC Sawgrass, der auf seinen 6.597 Metern (Par 72) mit 93 Bunkern und nunmehr 25 „nassen“ Hindernissen aufwartet.

Legendäres Inselgrün entstand durch Zufall

Und dann ist da noch die Zwölf. Das vormals 327 Meter lange Par-4-Loch wurde in Zusammenarbeit mit Architekt Dye zu einem leichten Dogleg nach links umgestaltet und durch eine neue Teebox auf rund 275 Meter verkürzt. So ist das Grün mit dem Drive erreichbar. Allerdings lauert unter der idealen Anspiellinie per Fade (für Rechtshänder) ein Wasserhindernis, überdies wanderte der Fairwaybunker auf die linke Seite. „Die neue Herausforderung auf der Zwölf bringt schon früher auf der Runde zusätzliches Drama“, sagt Pete Dye zu den Änderungen.

Die beiden Schlusslöcher wenigstens blieben unangetastet. Es wäre auch „verschlimmbessern“ gewesen, denn sie sind schlichtweg perfekt. Die Finalbahn ist ohnehin seit Jahr und Tag das schwierigste Loch auf dem Platz. Und die 17 entstand bekanntermaßen per Zufall, war ursprünglich als „normales“ Par 3 gedacht, weit entfernt von ihrer heutigen Gestalt.



Doch genau an dieser Stelle gab‘s den einzigen Sand, der für die Trockenlegung und Gestaltung des Geländes so dringend benötigt wurde, und irgendwann gähnte mitten auf der Finalstrecke des neuen Kurses ein riesiges Loch. Es war der Geniestreich von Pete Dyes Frau Alice, ebenfalls eine Golfplatz-Architektin von hohen Graden, den Krater mit Wasser zu füllen und ein Inselgrün darin zu platzieren. Der Rest ist Geschichte.

Logische Favoriten und ehemalige Sieger

Bleibt noch die Frage nach den Favoriten für diese 44. Auflage des „fünften Majors“. Dustin Johnson natürlich, nicht nur, weil er Weltranglistenerster ist. Wer nach drei Siegen in Serie und einem Treppensturz vor dem Masters auf Anhieb bei der Wells Fargo Championship wieder Platz zwei belegt, ist zwingend ein Titelaspirant. Obwohl der schlaksige Longhitter bislang nie über einen 28. Platz hinauskam.

Masters-Champion Sergio Garcia gewann 2008 und zeigt sich erstmals nach seinem Augusta-Triumph wieder auf der Turnierbühne. Rory McIlroy kommt als frischgebackener Ehemann und mit neuem Driver. Auch Jason Day, Rickie Fowler und Martin Kaymer wissen spätestens seit ihren Players-Erfolgen in den vergangenen drei Jahren wie man den TPC Sawgrass bezwingt. Die üblichen Verdächtigen halt.





Schließlich muss Bernhard Langer noch erwähnt werden. Der 59-Jährige sicherte sich seine 26. Teilnahme durch den Sieg bei der Senior Players Championship 2016 und ist zum dritten Mal in Folge ältester Spieler im Feld.

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