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TaylorMade komplementiert mit der M2-Serie seine Produktfamilie

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28. Jan 2016
TaylorMade stellte auf der PGA Merchandise Show in Orlando seine neue M2-Serie vor. (Foto: Golf Post)
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TaylorMade präsentiert die neue M2-Serie in Orlando. Im Fokus steht die Schwerpunktveränderung des Schlägerkopfes.

Ein großer Teil der Golfwelt blickt derzeit an die Ostküste der USA nach Orlando, Florida. Dort findet mit der PGA Merchandise Show die jährlich größte Golfmesse der Welt statt. Vier Tage lang präsentieren über 1000 Aussteller sämtliche Produkte rund um den Golfsport.

Natürlich ist auch TaylorMade dort vertreten. Der US-Schlägerhersteller nutzt die Messe, um (wieder) eine neue Schlägerserie vorzustellen: Nur wenige Monate nach der M1-Serie bringt TaylorMade die M2-Schlägerserie auf den Markt und „vervollständigt damit seine Produktfamilie“, so der Hersteller diese Woche in Orlando. Das heißt: Der M2 soll das Produktportfolio ergänzen und nicht ersetzen.


Interessant ist außerdem, dass TaylorMade mit dem Launch gleichzeitig ein weiteres Versprechen abgibt: Es soll in 2016 keine neuen Produkte (bis auf Putter) mehr geben.

Der M2-Driver: Für eine andere Zielgruppe als der M1

Auf den ersten Blick sieht der neue M2-Driver von oben aus wie ein Zwilling des alten M1-Modells. Er ist genauso groß, besitzt aber etwas andere Eigenschaften. Während der M1 für Spieler entwickelt wurde, die sich mehr Personalisierung und individuelle Einstellungen wünschen, ist der M2 eher für diejenigen vorgesehen, die auf der Suche nach mehr Länge bei gleichzeitig maximaler Fehlerverzeihung sind und dabei keine großartigen Einstellungen selbst vornehmen wollen.

Neuer Driver, neue Zielgruppe: Der TaylorMade M2. (Foto: Golf Post)

Neuer Driver, neue Zielgruppe: Der TaylorMade M2. (Foto: Golf Post)

Durch eine Gewichtseinsparung im Bereich der Krone (fünf Gramm) konnte die Sohle des Driverkopfes weiter nach unten verlagert werden. Daraus resultiert ein um 26 Prozent tieferer und weiter nach hinten verlagerter Schwerpunkt des Schlägerkopfes. Neben einer erhöhten Ballgeschwindigkeit und einer größeren Fehlerverzeihung soll der neue Schwerpunkt zudem den Treffmoment verbessern.

Benoit Vincent, Technischer Direktor bei TaylorMade, fasst die Neuerungen wie folgt zusammen: „Auch wenn die beiden Driver sich äußerlich nicht unterscheiden, gehen wir mit dem M2 neue Wege“, so Vincent. „Ich denke, er ist leichter spielbar für viele Spieler, weil das Schlägerkopfgewicht weiter nach hinten verlagert wurde […]. Wir nähern uns dem Thema Fehlerverzeihung somit in einem maßgeblichen Weg an.“

Die M2-Fairwayhölzer und Hybrids

Bezüglich der Fairwayhölzer hat TaylorMade sich bei den M2-Modellen stark am Driver orientiert. Um noch mehr Länge zu ermöglichen, wurde die gesamte Driver-Technologie auch bei der Entwicklung der Fairwayhölzer verwendet. Gerade bei den Tourprofessionals soll diese Neuerung Anklang finden. TaylorMade erwartet, dass das M2-Modell innerhalb weniger Wochen das meist genutzte Fairwayholz auf der PGA Tour sein wird. Auch hinsichtlich der Werbemaßnahmen setzten die US-Amerikaner in ihrem Werbespot auf den Längenaspekt.

Die M2-Hybrids von TaylorMade beinhalten die gleichen sogennanten Speed-Pockets und Hosels (Verbindungsstück zwischen Schaft und Schlägerkopf) wie die Fairwayhölzer. Verglichen mit dem vorherigen M1-Modell besitzt das M2-Hybrid einen größeren Schlägerkopf mit einem tieferen Schwerpunkt. Dadurch soll sich der anfallende Spin reduzieren und der Ballflug automatisch länger werden. Der neue Schlägerkopf setzt sich, ebenso wie der des M1, ausschließlich aus Stahl zusammen. Auf eine Visualierungshilfe in Form eines Zielstriches wurde verzichtet, um ein ungestörtes Ansprechen zu gewährleisten.

Die M2-Eisen

Mehr Länge und Höhe als die Vorgänger: TaylorMade stellt die neuen M2-Eisen in Orlando vor. (Foto: Golf Post)

Mehr Länge und Höhe als die Vorgänger: TaylorMade stellt die neuen M2-Eisen in Orlando vor. (Foto: Golf Post)

Im Gegensatz zu den Hölzern liegt TaylorMade im Eisensegment nicht an der Spitze der Verkaufszahlen. Mit den M2-Eisen will TaylorMade dies nun ändern. Die Eisen sollen weiter und höher fliegen als vergleichbare Modelle (z.B. Callaway XR). TaylorMade ist es gelungen, den Schwerpunkt der Schlägerköpfe zwei Millimeter tiefer zu legen und somit niedrigere Lofts zu nutzen.

In Folge dessen weisen alle Schläger der M2-Eisenserie zwei Grad weniger Loft auf als zuvor. So wurde beispielsweise das Pitching Wedge mit lediglich 44-Grad entworfen. Durch den niedrigeren Schlägerkopfschwerpunkt ist die Flugkurve trotzdem genauso hoch wie vorher, während durch den geringeren Loft der Ball gleichzeitig weiter fliegt. Gerade längere Eisen sollen sich dadurch einfacher spielen lassen.

Für die Spieler, denen diese Neuerungen nicht reichen und die ein hohes spielerisches Level aufweisen, wurden zudem die M2 Tour-Eisen entwickelt. Diese Serie nimmt noch mehr den Aspekt der Fehlerverzeihung in den Fokus, unterscheidet sich aber nur leicht von den M2-Eisen wie Tomo Bystedt, Direktor für die Entwicklung von Eisen bei TaylorMade, erklärt: “Die Unterschiede sind klein, aber signifikant“, so Bystedt. […] „Lofts, die 1,5 Grad geringer sind als bei der M2-Serie und eine dünnere Sohle, die sich allerdings größer spielen lässt als sie ist, sind Dinge, die bessere Spieler wollen.“

Längere Produktlebenszyklen angepeilt

„Und täglich grüßt das Murmeltier“, kann man jetzt denken. Wiedermal hat TaylorMade neue Schläger gelauncht, nachdem sie erst im Herbst 2015 die neue M-Produktfamilie eingeführt haben. In den USA liegen sie mit der M1-Familie seitdem auf Platz eins der Liste für verkaufte Driver und Fairwayhölzer. Trotzdem wurde jetzt die neue M2-Serie vorgestellt.

Es ist eine Reaktion auf die technischen Neuerungen in der Branche und die sich permanent weiterentwickelnde Konkurrenz: Mit der M2-Serie kann TaylorMade nun eine noch größere Zielgruppe ansprechen und hofft außerdem darauf, den Vorsprung auf die Konkurrenz im Bereich der Hölzer zu vergrößern und im Eisensegment Boden auf den Marktführer Callaway gut zu machen.

TaylorMade verspricht jedoch einen längeren Produktzyklus für die nun gelaunchten Schläger: Für die Saison 2016 soll es keine Neuheiten mehr bei Eisen und Hölzern geben. Der Schlägerhersteller möchte somit die Nutzungsdauer der eigenen Serien verlängern. Lediglich bei den Puttern werden Ausnahmen gemacht und im Laufe des Jahres neue Modelle präsentiert.

TaylorMade: Die neue M2-Serie im Überblick

Schläger Preis
M2-Driver: Loft: 9,5°, 10,5° und 12° 400 US-Dollar
M2-Fairwayholz: Loft: 3er-Holz: 15˚, 16,5˚, 5er-Holz: 18˚, 21°, 7er-Holz: 24° 249 US-Dollar
M2-Hybrid: Loft: 19°, 22°, 25° und 28° 199 US-Dollar
M2-Eisen: Eisen 4 bis LW verfügbar: 8-teiliges Set mit Stahlschaft 799 US-Dollar
M2-Eisen: Eisen 4 bis LW verfügbar: 8-teiliges Set mit Graphitschaft 899 US-Dollar
M2 Tour-Eisen: Eisen 3 bis SW verfügbar: 8-teiliges Set mit Stahlschaft 899 US-Dollar

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Yannick Beyss

Yannick Beyss - Autor bei Golf Post

Den ballsportverrückten Yannick hat schon früh die Liebe zur kleinen weißen Kugel gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen. Inzwischen hat der Longhitter mit dem Hang zum Risiko das einstellige Handicap auf Grund seines langen Spiels geknackt. Rund ums Grün wechseln sich  aber in gewisser Regelmässigkeit Weltklasse und Kreisklasse ab.

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