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Stableford – Punkte und Berechnung im Golf mit langer Tradition

13. Aug 2012
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Stableford wurde als Zählweise 1898 von Dr. Gordon Stableford entwickelt. Seit 1968 zählt diese Spielweise zu den offiziellen Golfregeln.

Stableford macht das Spiel schneller und schützt vor allem Golfanfänger vor abschreckend hohen Lochergebnissen. Ein Spieler darf bei dieser Zählweise bei einem Loch, an dem er zwei Schläge über seinem individuellen Par (Erklärung siehe unten) spielt, den Ball aufnehmen und sofort am nächsten Loch weiterspielen. Der Spieler erhält dann für dieses Loch null Punkte und muss nicht (wie z.B. beim Zählspiel) das Loch zu Ende spielen. Auf diese Art und Weise wird zudem auch das Golfspiel beschleunigt.

Punkte-Berechnung bei der Stableford Zählweise

Nachdem alle Löcher gespielt wurden, entscheidet die Gesamtzahl an erreichten Punkten über Sieg und Niederlage. Die Punkte werden nach Stableford nach der Bruttowertung wie folgt verteilt.


Die Stableford-Zählweise:

  • Doublebogey: zwei über Par oder schlechter = 0 Punkte
  • Bogey: eins über Par = 1 Punkt
  • Par = 2 Punkte
  • Birdie: eins unter Par = 3 Punkte
  • Eagle: zwei unter Par = 4 Punkte
  • Albatross: drei unter Par = 5 Punkte

Abhängig vom persönlichen Handicap erhält jeder Golfer für ein Loch eine unterschiedliche Punktzahl. So ist das Par nach Stableford stets individuell.
So erhält zum Beispiel ein Golfer mit einem Handicap von -54 für ein gespieltes Par fünf Punkte. Da er aufgrund seines Handicaps an jedem Loch drei Schläge über Par spielen darf , um sein „persönliches Par“ zu erreichen, käme er in diesem Fallbeispiel auf die besagten fünf Punkte.

Beispiel-Rechnung für das Stableford System

54 (Handicap) / 18 (Anzahl der Löcher) = 3
2 Punkte (für das Erreichen des persönlichen Pars) + 3 Punkte (für die 3 gespielten Schläge unter dem persönlichen Par) = 5 Punkte

Nach Absolvierung des Kurses sollte jeder Golfspieler 36 Punkte nach Stableford erreicht haben. Dies würde bedeuten, dass er durchschnittlich für jedes Loch 2 Punkte erhalten hat und demnach sein Handicap bestätigen würde.
Je nach Einstufung des Platzes variiert das individuelle Par bzw. die Vorgabe für jeden einzelnen Spieler. Dies ist abhängig vom Coure Rating (=Schwierigkeit) des jeweiligen Platzes. So kann z.B. bei einem besonders schweren 18-Loch Golfplatz die Spielvorgabe für einen Hcp-54 Spieler 58 Schläge betragen, d.h. dieser Spieler erhält vier weitere Schläge zu seine Vorgabe hinzu.

Beispiele für Stableford-Vorgaben:

  • DGV-Handicap 6 (Spielvorgabe 6): Der/die Spieler/in erhält jeweils einen Schlag Vorgabe an den sechs schwersten Löchern des Platzes
  • DGV-Handicap 17 (Spielvorgabe 17): Der/die Spieler/in erhält jeweils einen Schlag Vorgabe an den 17 schwersten Löchern des Platzes
  • DGV-Handicap 17 (Spielvorgabe 20): Der/die Spieler/in erhält jeweils zwei Schläge Vorgabe an den schwersten zwei Löchern des Platzes sowie einen Schlag Vorgabe an den restlichen 16 Löchern
  • DGV-Handicap 30 (Spielvorgabe 28): Der/die Spieler/in erhält jeweils zwei Schläge Vorgabe an den schwersten zehn Löchern des Platzes sowie einen Schlag Vorgabe an den restlichen acht Löchern
  • DGV-Handicap 45 (Spielvorgabe 45): Der/die Spieler/in erhält jeweils drei Schläge Vorgabe an den schwersten neun Löchern des Platzes sowie zwei Schläge Vorgabe an den restlichen neun Löchern
  • DGV-Handicap 54 (Spielvorgabe 54): Der/die Spieler/in erhält jeweils drei Schläge Vorgabe an den allen 18 Löchern des Platzes

Der Erfinder – Dr. Stableford

 

Nach der Berechnung der Vorgabe können dann während oder nach der Golfrunde die Punkte für den jeweiligen Spieler berechnet werden.

Abwandlungen des Stableford-Spielsystems sind bekannt als Modified Stableford System oder Modified Stableford Competition.

So lässt sich abschließend sagen, dass die Stableford-Spielweise besonders für Golfer mit unterschiedlichem Handicap ein schönes System ist. Da es u.a. zur transparenten Vergleichbarkeit unter Golfern mit unterschiedlichem Niveau dient.

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Matthias Gräf

Matthias Gräf - Gründer und Geschäftsführer von Golf Post

Er spielt seit 15 Jahren leidenschaftlich Golf und bewegt sich seit Jahren um die Single-Hcp-Marke. Er ist der Initiator hinter dem Golf Post Onlinemagazin und verfolgt damit das Ziel den Golfsport in Deutschland voranzubringen. Sie finden Matthias Gräf auch auf Google+.
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