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Si Woo Kim: Zu jung für die Tour und nun „Players“-Champion

Gefrässige 17, rechtsdrehender Rory McIlroy, erweckte Golfplatz-Ikone, gescheiterter Ex-Footballer und hackender „Pro“. Die Back Nine.

Si Woo Kim trägt sich mit seinem Sieg bei der Players Championship gleich mehrfach in die Geschichtsbücher ein.
Si Woo Kim trägt sich mit seinem Sieg bei der Players Championship gleich mehrfach in die Geschichtsbücher ein. (Foto: Getty)

Sogenannte „Wunderkinder“ gibt es immer wieder, nicht alle bestätigen den Vorschusslorbeer: Doch bei Si Woo Kim scheint das anders zu sein. Bereits in der Vorsaison gewann der Südkoreaner die Wyndham Championship, jetzt legte er mit einer fehler- und bogeylosen 69er Finalrunde und dem Triumph bei der Players Championship einen beeindruckenden Erfolg nach, knöpfte Adam Scott (23 im Jahr 2004) mit seinen 21 Jahren, zehn Monaten und 16 Tagen den Rang als jüngster Sieger im TPC Sawgrass ab und ist nach Tiger Woods, Sergio Garcia und Jordan Spieth der vierte Profi, der unter 22 zwei Mal auf der Tour gewann.

Dabei war Kim 2012 nicht mal alt genug für die PGA Tour, als er sich mit 17 Jahren auf der „Web.com“ für die erste Liga qualifizierte. Gemäß den Tour-Regeln musste der Fan von K.J. Choi, Landsmann und „Players“-Gewinner 2011, bis zum 18. Geburtstag am 28. Juni warten, um oben mitzuspielen. Jetzt hat er fünf Jahre auf der PGA Tour sicher, Einladungen zum Masters und zur US Open, dazu den Trip zur PGA Championship und zum Tournament of Champions auf Hawaii. Gelegenheit genug, um an der Cut-Bilanz zu arbeiten: Denn sieben Mal verpasste Kim in dieser Saison bereits das Wochenende, unter anderem beim Masters, vier Mal zog er zudem vorzeitig zurück.

Die 17: Stanleys Birdies und 69 versenkte Bälle

Schlaggewinne und Ballverluste: Die 44. Players Championship ist vorbei, Zeit zur Fortschreibung der Loch-17-Statistiken. Kyle Stanley hat sich nicht nur als geteilter Vierter in die Annalen des TPC Sawgrass eingetragen: Der 29-jährige US-Pro ist nach Paul Azinger 1987 auch der erst zweite Spieler, der in jeder Runde eines Turniers über den Stadium Course ein Birdie auf dem Inselgrün erzielte. Insgesamt „fraß“ das Par-3 heuer 69 Bälle, seit 2003 gingen nur 2007 mehr „Murmeln“ ins Wasser, nämlich 93.



Spanier liefern die Schläge der Woche

Wiederholung verdient: Weil‘s so gut war, hier nochmals die Schläge der „Players“-Woche. Beim Erstrunden-Ass von Masters-Champion Sergio Garcia auf der berühmten Insel-17 des TPC Sawgrass, dem achten in der Turniergeschichte, gibt‘s in der spanischen TV-Übertragung auch „richtig was auf die Ohren“: „Si Senor!“. Und sein spanischer Landsmann Rafael Cabrera Bello spielte am Sonntag schlichtweg mit zwei Schlägen das erste Albatros „ever“ auf der Par-5-16 des TPC Sawgrass. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass Rickie Fowler während einer Einspielrunde ebenfalls ein Hole-in-One auf der 17 „geschossen“ hat.

Rory McIlroy zeigt seiner Erica die kalte Schulter

Bettgeflüster: Frisch verheiratet und der Angetrauten nächtens schon die kalte Schulter zeigen? Mit dieser Nachricht überraschte jedenfalls Rory McIlroy bei einer Pressekonferenz während der „Players“. Und ließ schnell die Erklärung folgen. Der Nordire hat bekanntlich Rücken und schläft deswegen auf der rechten Seite und damit abgewandt von Ehefrau Erica Stoll. Die habe ihn bereits gefragt, ob er sie schon nicht mehr sehen könne: „Bist Du nicht mehr glücklich mit mir?“ Das Gelächter der Medienleute war McIlroy sicher.

Der Weltranglistenzweite ist nach seinem geteilten 35. Platz mittlerweile in Belfast und wird sich dort einer Kernspintomografie unterziehen.



Vijay Singhs Caddie sucht „erfreulichen“ Job

Hingeschmissen: Nach 36 Loch im TPC Sawgrass galt Vijay Singh noch als Aspirant auf den Titel des Players Champion, doch am Ende des Turniers war der 54-jährige dreifache Majorsieger von den Fidschi-Inseln nach Schlussrunden von 79 und 70 Schlägen bloß geteilter 17. – und hat auch keinen Caddie mehr. „Looper“ Kip Henley, noch keine zwei Monate an Singhs Tasche, kündigte unmittelbar nach Turnierende und erklärte via Twitter: „Ich bin auf der Suche nach einer erfreulichen Anstellung. Bitte fragt nicht nach Details.“ Das macht neugierig…

Make Musselburgh great again!

Denkmalpflege: Musselburgh ist ein großer Name im Golf. Die neun Loch nahe Schottlands Hauptstadt Edinburgh gelten als ältester Golfplatz der Welt und waren einer von drei Kursen in der ersten Rota der Open Championship. Zwischen 1874 und 1889 wurde das älteste Major sechs Mal auf dem Ursitz der Honourable Company of Edinburgh Golfers (heute Muirfield) ausgetragen, bevor der Platz mit dem Open-Boom nicht mehr Schritt halten konnte.

Jetzt soll Musselburgh reanimiert werden. Die Investmentfirma Blue Thistle aus Edinburgh will zehn Millionen Pfund in eine Sanierung stecken und den Parcours gehörig aufpolieren. „Die Links spielen in der Historie des Spiels, das Schottland der Welt spendierte, eine immens wichtige Rolle“, sagt Blue-Thistle-Chef Robin McGregor: „Unsere Devise lautet: ,Make Musselburgh great again!‘.“





US Open ohne Football-Star Tony Romo

Knapp daneben: Der „vielbesungene“ Versuch von Football-Star Tony Romo, sich für die US Open in Erin Hills zu qualifizieren, ist nach einer 75er Runde (+3) im Split Rail Links & Golf Club/Texas gescheitert. Dem Ex-Quarterback der Dallas Cowboys fehlten sechs Schläge zur nächsten Quali-Stufe. Freilich, das macht sich vergleichsweise haarscharf aus gegenüber den 127 Schlägen oder 55 über Par von Clifton McDonald aus Mississippi in Silver Lakes/Alabama. Da Amateure ein Handicap von maximal 1,4 haben müssen, hatte der „Hacker“ als Professional gemeldet.

Trump-Golfplätze heimgesucht

Protest: Die Golfplätze von US-Präsident Donald Trump waren mal wieder Bühne für seine Gegner. Während es bei einem Flashmob auf dem Trump International im kalifornischen Rancho Palos Verdes noch weitgehend spurlos zuging, als Demonstranten sich zum Wort „Resist“ („Leistet Widerstand) auf den Boden legten, machten sich in Trumps Ferry Point in der New Yorker Bronx zwei vermutliche Aktivisten mit einer Kettensäge über vier Bäume nahe des 15. Lochs her – als ob die was für die Politik und die Haltung von „The Donald“ könnten…

Ein Ball, zwei Schläge

Zum Schluss: Er wurde schon mal als „Bester Golfer auf Instagram“ beschrieben. Da gibt es gewiss mittlerweile einige Konkurrenz, aber mit diesem Kunststück ist der norwegische Pro und Trickgolfer Mathias Schjoelberg sicher weiterhin vorn dabei:

So many different ways to hit a ball! . . . @whistlesports @golf_gods @golfballed @sportbible @houseofhighlights @super_athletes

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