Aktuell. Unabhängig. Nah.

„Shirt Gate“: Phil Mickelson kontert Ballyhoo um sein Hemd mit Humor

Fowler und sein kleiner größter Fan, Bangemachen vor Paris gilt nicht, Mäkelei an Woods, dazu tierische Notizen. Die Back Nine.

Phil Mickelson sorgte bei der Players Championship mit seinem Outfit für reichlich Diskussionen. (Foto: Getty)
Phil Mickelson sorgte bei der Players Championship mit seinem Outfit für reichlich Diskussionen. (Foto: Getty)

Die Golfwelt hat ein Problem, nennen wir es „Shirt Gate“: Erst überrascht Rickie Fowler beim Tournament of Champions auf Hawaii nicht nur mit der passenden Oberbekleidung, sondern vor allem mit für viele grenzwertig losen Hemdzipfeln. Jetzt integrierte Phil Mickelson sein langärmelige Buchhalter-Hemd mit geknöpftem Kragen und geschlossenen Manschetten aus der Masters-Proberunde in den Turnier-Alltag der Players Championship. Und prompt wogt der Diskurs.

Für die einen soll „Lefty“ halt tragen, worin er sich wohl fühlt; andere ereifern sich über einen golfmodischen Fauxpas oder attestieren, dass der konservative Dresscode des Sports einen neuen Level erreicht habe. Scherzbold Donal Hughes vom Portal „GolfCentralDaily“ gar stellte den 47-jährigen fünffachen Majorsieger als erschöpften Bürohengst dar, der zwischen zwei Meetings und dem Einkauf fürs Abendessen noch mal schnell auf den Golfplatz muss. Mickelson freilich nahm es mit Humor: „Niemand kann wohl den leicht übergewichtigen Mittvierziger so gut geben wie ich“, grinste er. „Denn genau das bin ich.“ Natürlich kam ihm das Ballyhoo gerade recht, denn das Hemd stammt von seinem neuen Sponsor, dem Herrenausstatter „Mizzen & Main“, Mickelson hält auch Anteile an dem Unternehmen. „Ich habe auf den richtigen Partner gewartet, mit dessen Kleidung ich aus dem Sitzungssaal direkt auf den Platz gehen kann. Wenn man damit Golf auf höchstem Niveau spielen kann, wie bequem ist es erst im Büro!" Mit Golf auf höchstem Niveau war‘s im TPC Sawgrass freilich nichts, „Phil the Thrill“ scheiterte krachend am Cut. So gebührt das letzte Wort in der Causa Oberhemd erneut Donal Hughes, der anlässlich des freien Wochenendes eine Fotomontage von Mickelson im Feinripp-Outfit bastelte:

„Players funktioniert genau so gut im März“

Zur Erinnerung: Webb Simpson geht als letzter Mai-Sieger der Players Championship in die Geschichte des Flaggschiff-Turniers der PGA Tour ein. Das inoffizielle fünfte Major findet ab kommendem Jahr wieder im März statt, so wie es bis 2006 war, bevor der damalige Commissioner Tim Finchem es wegen des konstanteren Wetters in den Wonnemonat verschob. „Dieses Produkt funktioniert im März ebenso gut wie im Mai“, sagt sein Nachfolger Jay Monahan. Letztlich ist die Terminverlegung dem Bemühen der PGA Tour um einen ausgeglichenen Turnierkalender in der Hochsaison von März bis zum Labour Day am ersten Montag im September geschuldet, mit dem man auch anderen Sportarten wie American Football aus dem Weg gehen und jeden Monat für besondere Höhepunkte sorgen will. Dafür wandert die PGA Championship von August in den Mai. Die nächste Players Championship steigt demnach vom 14. bis bis 17. März 2019, die nächste PGA Championship vom 16. bis 19. Mai 2019.

Wenn Redick Rickie seinen Golfschwung zeigt...

Sehenswert! Kleiner Fan, große Begeisterung: Die PGA Tour hat ein hübsches Filmchen über gelebte Fankultur zwischen Zuschauern und Golfstars veröffentlicht. Die Hauptrolle hat ein blonder Knirps namens Redick, der seiner Golfbegeisterung gern lautstark Ausdruck verleiht. In Nebenrollen agieren Sergio Garcia und vor allem Redicks Liebling Rickie Fowler. Aber sehen Sie selbst:



Rahm: Majorsiege zählen beim Ryder Cup nicht

Team Building: Es ist schon eine kleine Tradition, dass sich in Ryder-Cup-Jahren die potenziellen Mitglieder des US-Teams zu einem gemeinsamen Dinner treffen. Kapitän Davis Love III handhabte es 2016 so, der aktuelle Skipper Jim Furyk tat es ihm jetzt am Mittwoch der Players-Woche gleich. Es ist schon beeindruckend, wie viel personifizierte Golf-Power sich da auf dem obligatorischen Gruppenfoto versammelt. Zumal derzeit durch Patrick Reed –der Spitzenreiter der US-Ryder-Cup-Punkteliste fehlte bei dem Team-Meeting allerdings –, den neuen Weltranglistenersten Justin Thomas sowie Jordan Spieth und Brooks Koepka alle vier Majortitel in amerikanischer Hand sind. Den besten Europäer in der Weltrangliste schreckt das indes nicht. „Es ist unerheblich, wer die Majors oder den letzten Ryder Cup gewonnen hat“, sagt Jon Rahm. Für den Spanier, der auf Platz vier rangiert, zählt vor allem der Heimvorteil: „Wir gehen nach Frankreich, und das ist europäisches Terrain!“

Google macht Tigers Heim zum Touri-Hotspot

Man kann es ihm nicht recht machen: TV-Analyst Brandel Chamblee findet aber wirklich in jeder Suppe von Tiger Woods ein Haar. Selbst die samstägliche 65er Runde des wiedererstarkten Superstars im TPC Sawgrass, Woods bester Players-Durchgang „ever“, löste beim „Golf-Channel“-Mann keine ungeteilte Begeisterung aus. „Ich sah viel Gutes, aber es blieben auch Fragen offen“, sagte Chamblee, der vor allem das Spiel auf den letzten vier Bahnen kritisierte. In Kurzform: Als es um nichts ging, habe Tiger Birdies erzielt, doch das nicht fortsetzen können, als er dadurch in Schlagdistanz zur Spitze gelangt sei. Derweil gibt es noch eine andere Nachricht von fragwürdiger Erfreulichkeit für Woods: Google hat sein 44,5-Millionen-Dollar-Anwesen in Jupiter/Florida als Touristen-Attraktion eingestuft und weist sogar die genaue Adresse aus. Da heißt es demnächst wohl öfters: Guck mal, wer da klingelt…



Ziegen-Caddie jetzt im Einsatz

Tierisch zum Ersten: Vor einiger Zeit wurde an dieser Stelle schon berichtet, dass im Silvies-Golfresort in Oregon Ziegen als Caddies eingesetzt werden. Jetzt gibt es auch Bildmaterial von den tierischen Helfern, die auf einem benachbarten Bauernhof für ihr Aufgaben trainiert werden. Entgegen ersten Meldungen tragen die Ziegen mittlerweile auch die Schläger der Spieler, nachdem erfolgreich mit den Satteltaschen experimentiert wurde. Jetzt buckel „Bruce“, der erste Ziegen-Caddie seiner Art nicht nur zwei Bags, sondern auch ein Sechserpack Bier und andere Accessoires, nicht zuletzt eine Tüte Erdnüsse, mit der er auf der Runde bei Laune gehalten wird.

GOAT CADDIE from SEAMUS GOLF on Vimeo.

Erst die Gans, nun der Truthahn

Tierisch die Zweite: Neulich war‘s ein Gans, die einen Golfer ziemlich in Bedrängnis gebracht hat, diesmal ist es ein wilder Truthahn, der ein golfendes Paar in die Flucht schlägt – ganz ohne Gewalteinwirkung übrigens.





McIlroy reichster britischer Sportler unter 30

Vermögend: Was es alles für Rankings gibt... Zum Beispiel das der reichsten Sportstars unter 30 Jahren in Großbritannien, gerade zum 30. Mal erstellt von der Zeitung „Sunday Times“. Und es dürfte kaum verwundern, dass Rory McIlroy dabei den ersten Platz belegt. Mit einem Vermögen von 110 Millionen Pfund (124,8 Millionen Euro) rangiert der 29-jährige Nordire vor Englands zweifachem Wimbledon-Gewinner Andy Murray (94 Millionen Euro) und Real Madrids walisischem Star Gareth Bale (84 Millionen Euro).

Bälle versenken mal anders

Zum Schluss: Manchmal scheint es, als gäbe es nichts, was Trickgolfer wie Joshua Kelley von „holeinone trickshots“ nicht können. Billard kann er auf jeden Fall, und das mit gleich drei Golfbällen:

Mit Turkish Airlines in der Business Class nach Dubai

Zusammen mit unserem Partner Turkish Airlines verlosen wir einen unvergesslichen Trip für zwei Personen in der Business Class nach Dubai.

Noch keine Kommentare Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab