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Insektenalarm beim Golfen? Das sollten Sie beachten

30. Jun 2016
Wenn es zu warm wird für die lange Hose, helfen Abwehrsprays gegen Insektenstiche. Der sicherste Schutz gegen dadurch übertragene Krankheiten ist jedoch die Impfung. (Foto: Getty)
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Mit dem Sommer kommen die Insekten. Im tiefen Rough sitzen sie und oft nicht ganz harmlos. Was der Golfer tun kann und sollte.

In der Natur lauern Gefahren für den Golfer, die nicht zu unterschätzen sind. Neben den eher lästigen, aber in der Regel ungefährlichen Insektenstichen ist die größte Gefahr die Zecke. Diese kann die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine spezielle Form der Hirnhautentzündung und die Lyme-Borreliose übertragen.

Risikoregionen vor allem im Süden Deutschlands

Die Wahrscheinlichkeit durch einen Zeckenstich mit dem FSME-Virus infiziert zu werden, ist weitgehend auf süddeutsche Regionen begrenzt. Die „Ständige Impfkommission“ (STIKO) empfiehlt die FSME-Schutzimpfung für Personen, die in Risikogebieten wohnen oder sich dort aufhalten. Auch Urlauber aus anderen Bundesländern sollten das Infektionsrisiko berücksichtigen. Ein zeitlich begrenzter Schutz benötigt mindestens zwei Gaben des Impfstoffs, mit drei Gaben hält die Wirkung drei bis fünf Jahre. Danach sollte die Impfung aufgefrischt werden. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für die Impfung.


Lange Hosen gegen kleine Sauger

Wer sich noch nicht hat impfen lassen und am Wochenende für eine Runde verabredet ist: Es gibt auch andere Formen, mit denen man sich jederzeit schützen kann.

Der Bösewicht: Eine Zecke saugt nicht nur, sie kann auch Krankheiten übertragen. (Foto: Andreas März)

Zecken halten sich gern in hohem Gras oder in feuchtem Laub auf, speziell auf dauerhaft beschatteten Wiesen und auch entlang von Waldrändern. Wenig gefährdet dürfte man auf trockenen, offenen Flächen, zum Beispiel von der Sonne exponierten Kurzgrasrasen sein – akurate Fairwayspieler sind also deutlich im Vorteil. Denn beim Suchen im Rough streift man die Zecke im Vorbeigehen mit den Beinen ab, sie können sich an der Haut festsetzen und mit ihrem Stich die gefährlichen Erreger übertragen.

Nun gibt es verschiedene Maßnahmen, das zu verhindern. Am besten schützt lange Kleidung, insbesondere lange Hosen. Auch der Einsatz von Abwehrsprays hilft, allerdings wirkt so ein Spray nicht ewig. Je nachdem, wie lange die Golfrunde dauert, kann ein Abwehrspray nicht den kompletten Schutz bieten. In jedem Fall ist es wichtig, die Kleidung und den Körper nach der Golfrunde auf Zecken abzusuchen. Sollte man fündig werden gilt:

• Mit Pinzette oder Zeckenkarte die Zecken so nah wie möglich an der Haut fassen und vorsichtig nach oben ziehen – ein Herausdrehen ist nicht notwendig.

• Die Zecke auf keinen Fall verletzen, da so Krankheitserreger in den Körper gelangen können.

• Achtung: Hausmittel wie Klebstoff und Öl sind wirkungslos und beschädigen die Zecke, so dass Krankheitserreger noch wahrscheinlicher in den menschlichen Organismus gelangen.

Borrelien sind in deutschen Gefilden weit verbreitet

Borreliose ist eine Krankheit, die aus einem Zeckenbiss resultieren kann. Hat man sich infiziert, kann Borreliose lange Zeit unbemerkt bleiben, über lange Sicht aber schleichend zu nervalen Beschwerden und Rheuma führen. Bundesweit gibt es laut Robert-Koch-Institut mehr als 200.000 Erkrankungen pro Jahr. Ist sie einmal diagnostiziert, lässt sie sich gut behandeln – sofern nicht schon Schäden entstanden sind.

Anders als Borreliose wird die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) von einem Virus verursacht. Dieser kann sich über Fieber bis zur Hirnentzündung entwickeln. Leider sterben immer noch einige Menschen an dieser zunächst harmlos wirkenden ‚Erkältung‘, die sich als gefährlicher Virus entpuppt. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, Vorsorge zu betreiben und sich impfen zu lassen – dazu rät auch das Robert-Koch-Institut in Berlin.

Impfung für Golfer in Risikogebieten sinnvoll

Bei der Entscheidung für oder gegen die Impfung muss der einzelne sein Verhalten berücksichtigen. Spielt man in Risikogebieten? Trägt man gerne kurze Kleidung? Verwendet man entsprechende Abwehrsprays? Sucht man seine Bälle auch im tiefsten Rough? Kommen die Risikofaktoren zum Tragen gehört man sicherlich zu dem Personenkreis, dem die STIKO die Impfung empfiehlt. Für den Golfer in den Risikogebieten ist es absolut sinnvoll.

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