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Golf in Frankreich – Deutsches Karrieresprungbrett Frankreich

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04. Jul 2013
Drei Deutsche, drei Sieger der Open de France (v.l.n.r.): Martin Kaymer (2009), Marcel Siem (2012) und Bernhard Langer (1984). (Bild: Getty/Golf Post)
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Bernhard Langer, Martin Kaymer und Marcel Siem haben die Open de France schon gewonnen. Ein Turnier voller Gelegenheiten.

Die European Tour macht Halt in Frankreich. Es ist das älteste nationale Turnier in Kontinentaleuropa und gleichzeitig das, bei dem es das meiste Preisgeld abzugreifen gibt. In dem illustren Feld wollen auch Marcel Siem und Martin Kaymer ein Wörtchen um den Turniersieg und die insgesamt drei Millionen Euro Preisgeld mitreden. Umso mehr, da beide bereits im Le Golf National triumphieren konnten.


Deutschlands Nummer eins und zwei gehen beide mit verschiedenen Voraussetzungen aber hoffnungsvoll an den ersten Abschlag der diesjährigen Alstom Open de France.

Martin Kaymer – Über Frankreich zur Nr.1 der Welt

Martin Kaymer gewann das Traditions-Turnier 2009 im Stechen gegen Lee Westwood. Nachdem der Brite am ersten Extra-Loch (18) seinen Ball ins Wasser gedroschen hatte, hatte Martin ein Par gereicht, um den bis dato größten Erfolg seiner noch jungen Karriere zu feiern. In der Retrospektive steht der Turniersieg bei der Open de France als Fingerzeig für zwei weitere turbulente, erfolgreiche Jahre, an deren Ende der Mettmanner die Nummer eins der Welt und Major-Sieger sein sollte.

Doch seitdem stagniert die Karriere von Martin, wenn auch auf hohem Niveau, und der letzte offizielle Turniersieg liegt bereits zwei Jahre zurück. Nicht wenige attestieren dem Deutschen einen Masters-Fluch. Wie ein Reporter von ESPN es ausdrückte: „Augusta ruiniert Karrieren. Alle versuchen den Draw zu lernen“ – so auch Martin Kaymer. Die Schwungprobleme, die durch sein Justierungsvorhaben auftraten, scheint Marin Kaymer allmählich in den Griff zu bekommen. Mit besser werdenden Ergebnissen auf der US PGA Tour und seinem starken vierten Rang bei den BMW International Open in Eichenried konnte er seine ansteigende Form unter Beweis stellen. Golf lehrt auch Geduld und vielleicht gelingt in dieser Woche der lang erwartete Befreiungsschlag.


Die Alstom Open de France in Bildern

Open den France – Sprungbrett für Marcel Siem

Musste Marcel Siem bei Kaymers Sieg 2009 ncoh verletzt und als abgeschlagen Letzter die Segel streichen, gewann er die Open de France im Vorjahr in souveräner Manier und verwies Francesco Molinaro auf den zweiten Rang. Nach acht Jahren gewann er seinen bis dato zweiten Titel nach 281 Starts. Der einst unstete Marcel Siem bewies, dass er auf höchstem Niveau bestehen kann und krönte eine starke Saison. Nach Bernhard Langer (1984) und Martin Kaymer (2009) war er der dritte Deutsche, der dieses Turnier gewinnen konnte.

Auch 2013 konnte Marcel bereits einen Sieg (Trophée Hasan II.) einheimsen und spielt konstantes Golf. Anfang April verpasste er um 0,3 Weltranglistenpunkte die Teilnahme am diesjährigen Masters-Turnier, aber er hat diesen Traum noch lange nicht aufgegeben und sich mit ambitionierten Zielen neu motiviert. Es soll mittel- bis langfristig unter die Top 15 der Welt gehen und über kurz oder lang möchte sich der Ratinger die Spielberechtigung für die amerikanische Tour sichern. Vom Trauma ist also nichts zu spüren. Mit dem Versprechen eines guten zehnten Ranges in München vor zwei Wochen und einer soliden Saison-Form ist ein erneuter Triumph in Frankreich nicht unmöglich.

62er Runde von Kaymer noch immer Platzrekord

Es verspricht aus deutscher Sicht eine spannende Open de France zu werden. Als Titelverteidiger dürfte Marcel Siem vor Motivation nur so strotzen. Kann Kaymer seine ansteigende Form bestätigen und an alte Glanzleistungen anknüpfen? Noch immer steht seine 62, aus der ersten Runde 2009, als Platzrekord.

Mit den anderen deutschen Florian Fritsch und Maximilian Kieffer gibt es ja auch noch zwei weitere Eisen im Feuer, um möglicherweise einem vierten deutschen Sieger bei der 97. Ausgabe dieses Turnieres zu gratulieren.

Janek Weiss

Janek Weiss - Freier Autor für Golf Post

Janek Weiß ist studierter Historiker und Journalist. Seine Liebe gilt der kleinen weißen Kugel. Als autodidaktischer „Golfoholic“ ein Verfechter des Bubba-Style und selten ohne Schläger anzutreffen.

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