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Ryder Cup: Steve Stricker wird dritter Vizekapitän des US-Teams

07. Aug 2014
US-Ryder-Cup-Kapitän Tom Watson hat seinen letzten Vize benannt: Steve Stricker (li.) soll helfen, den Ryder Cup zurückzuholen. (Foto: Getty)
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Tom Watson komplettiert seinen Trainerstab mit einem erfahrenen Ryder-Cup-Spieler und sendet ein kleines, feines Signal an Woods.

Das Kapitänsteam der USA für den Ryder Cup ist seit gestern Nacht vollständig. Tom Watson hat im Rahmen einer Pressekonferenz zur PGA Championship seinen dritten Vizekapitän im Bunde ernannt: den US-Amerikaner Steve Stricker.

Dass der US-Kapitän ihn ausgerechnet an diesem Wochenende benennt, ist kein Zufall. Denn das Zeichen, das er damit setzen will, ist unmissverständlich: Valhalla ist der Ort, an dem die USA zuletzt den Ryder Cup gewann – 2008 nämlich, und der 47-jährige Stricker war mit von der Partie. So wie hier vor sechs Jahren möchte Watson nun auch in Gleneagles gewinnen und nimmt dafür einen erfahrenen Partner und echten Teamplayer mit.


Steve Strickers Match gegen Martin Kaymer 2012

Stricker hat drei Ryder-Cup-Teilnahmen (2008, 2010 und 2012) mit einer Bilanz von 3-1-6 (gewonnen – geteilt – verloren) vorzuweisen. An den letzten Auftritt von Stricker werden sich vor allem die deutschen Golffans noch gut erinnern. In Medinah musste Stricker bei seinem letzten Ryder-Cup-Match eine überaus knappe Niederlage gegen Martin Kaymer hinnehmen, mit der Kaymer Europa den Sieg sicherte. Dabei hatte Stricker es dem Deutschen während des gesamten Matches nicht leicht gemacht – und im Team noch eine wichtige andere Aufgabe erfüllt. Er war der gesetzte und einzig gute Partner für seinen Teamkameraden Tiger Woods, mit dem er 2010 und 2012 alle Matches zusammenspielte.

Sollte Woods sich also doch noch für einen Captain’s Pick empfehlen, ist für ihn nun vorgesorgt. Mit Stricker hätte Woods einen Wohlfühlfaktor im Team, den er sehr zu schätzen weiß, denn die beiden verstehen sich auch außerhalb des Ryder Cups hervorragend. Kleiner Rückblick: 2013 half Stricker Woods auf den Grüns und gab ihm im Vorfeld der WGC Cadillac Championship wertvolle Putting-Tipps. „Ich habe zu Hause trainiert und das Putten hat sich nicht gut angefühlt“, erzählte Woods damals nach dem Turnier. „Steve hat mich dann in die gleiche Körperposition gebracht, mit der ich bei der Farmers Insurance Open 2013 gewonnen habe. Es war sofort viel besser.“ Und sieh‘ an: Tiger Woods gewinnt daraufhin das WGC  – zwei Schläge vor Stricker, der Zweiter wird. Ironie ja, aber eben auch eine Uneigennützigkeit und Freundlichkeit von Stricker, von der nun auch Watson profitieren möchte.

„Steve kennt alle Spieler gut und weiß um ihre Fähigkeiten“

„Steve bringt eine große Vertrautheit mit den Spielern mit, die gerade auf der Tour spielen“, so der US-Kapitän.“Er hat gegen sie gespielt, mit ihnen, in Ryder-Cup- und Presidents-Cup-Teams. Er kennt sie alle gut und hat ein breites Wissen darüber, was sie können.“ Der Wehrmutstropfen: Für’s gemeinsame Spiel fällt Stricker nun aus. Neben Stricker sind außerdem Andy North, der im letzten Jahr schon nominiert wurde, und Raymond Floyd, Vizekapitän seit Februar 2014, mit im Trainerstab.

PGA Championship entscheidend für’s US-Team

Nach der Finalrunde der PGA Championship wird Watson seine ersten neun Spieler benennen, die sich über die offizielle Ryder-Cup-Punkteliste qualifizieren. Für das US-Team ist die PGA Championship deshalb doppelt bedeutsam; es ist die letzte Chance auf einen sicheren Qualifikationsplatz für den Kontinentalwettbewerb gegen Europa.

Das europäische Team hat für die Qualifikation noch etwas mehr Zeit. Ende August, direkt nach der Italian Open, werden die ersten neun Spieler über die europäische Ryder-Cup-Punkteliste feststehen. Die Captain’s Picks beider Kapitäne werden dann am 2. September folgen, sodass die Teams drei Wochen vor dem Ryder Cup (26. bis 28. September) vollständig sind.

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Juliane Bender

Juliane Bender - Leitende Redakteurin bei Golf Post von Juli 2012 bis Februar 2016

Juliane ist Diplom-Sportwissenschaftlerin. Für sie ist das Faszinierende an Golf: Der Sport ist ein guter Lehrmeister, nicht nur, wenn man gerade den Schläger schwingt. Sie finden Juliane Bender auch unter Google+
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