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Nach Ryder-Cup-Schlappe: Rory McIlroy fordert Veränderungen

Europas Golfer Nummer eins knabbert noch an der Niederlage von Hazeltine. Der Nordire fordert ein Umdenken in Sachen Ryder-Cup-Nominierungen.

Rory McIlroy hat noch an der Ryder-Cup-Niederlage zu knabbern und fordert ein Umdenken beim Nominierungsverfahren zum Ryder Cup. (Foto: Getty)
Rory McIlroy hat noch an der Ryder-Cup-Niederlage zu knabbern und fordert ein Umdenken beim Nominierungsverfahren zum Ryder Cup. (Foto: Getty)

Er war der Leader von Team Europa beim Ryder Cup in Hazeltine, doch auch Rory McIlroy konnte die Niederlage in den USA nicht verhindern. Den Nordiren scheint die Packung aus dem Oktober nicht loszulassen - nun drängt er auf Veränderungen. Am Nominierungsverfahren soll gefeilt werden, damit auch wirklich die besten zwölf Spieler beim kontinentalen Vergleich auf dem Platz stehen.

Umstrukturierung nach Schiffbruch am Lake Hazeltine?

Rory McIlroy beklagte die Abwesenheit von Paul Casey. Dass sich der Engländer nicht für den Kader qualifizieren konnte, sei "definitv schmerzhaft" gewesen. Paul Casey entschied sich 2015 dazu, sich auf die PGA Tour zu konzentrieren und beraubte sich dadurch der Möglichkeit einer Ryder-Cup-Teilnahme, da nur Spieler mit einer gültigen Mitgliedschaft der European Tour spielberechtigt sind. Neben Paul Casey fehlte Team Europe beim Ryder Cup 2016 auch Russel Knox aus vergleichbarem Grund.

"Aus meiner Sicht sollte die Tour-Zugehörigkeit keine Rolle spielen", fand McIlroy klare Worte in dieser Thematik, "es sollten schlicht die besten zwölf Spieler Europas gegen die besten zwölf Amerikaner antreten. Einen Spieler wie Paul Casey nicht im Team zu haben, der aktuell zu den besten der Welt gehört - das hat uns in Hazeltine definitiv geschadet!"

Änderung gegen European Tour Interesse?

Rückendeckung erhält Rory McIlroy von einem Mitstreiter des diesjährigen Ryder Cups. Lee Westwood sprang seinem Teamkollegen bei und stellte klar: "Am Ende des Tages sind wir alle Europäer und spielen aus Leidenschaft für Europa. Wer seine Klasse unter Beweis stellen kann - ob auf der PGA Tour oder in Europa - das sollte für die Nominierung nicht von Belang sein."



Eine Veränderung des Procederes wäre allerdings gar nicht nach dem Geschmack der European Tour. Das aktuelle Verfahren bindet hochklassige Spieler an Auftritte in Europa und sorgt dafür, dass Ausnahmespieler wie McIlroy nicht zur PGA Tour abwandern. Im Zweikampf der besten Golf-Ligen hat die European Tour aufgrund geringerer Preisgelder ohnehin einen schlechten Stand - der Verlust von Aushängeschildern ließe sich wohl nur schwer kompensieren.

 

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