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Rory McIlroy fit für Titelverteidigung: „Knöchel kein Thema“

10. Aug 2015
Rory McIlroy in der Finalrunde der PGA Championship 2010 in Whistling Straits. (Foto: Getty)
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Wertlose Punkte für Shane Lowry, John Daly wäre gerne US-„Skipper“, adidas stellt Golfsparte auf den Prüfstand. Die Back Nine.

Er muss nicht nennen und kann bis zu seiner ersten Teetime noch absagen: Aber Rory McIlroy hat sich fit gemeldet und tritt zur Titelverteidigung bei der PGA Championship an. Nachdem der Nordire bereits seine Auftakt-Gruppierung mit den diesjährigen Majorsiegern Jordan Spieth und Zach Johnson per Re-Tweet bestätigt hatte, absolvierte der 26-Jährige am Samstag auch eine Proberunde über die 18 Loch von Whistling Straits. „Es fühlte sich gut an“, berichtete McIlroy der Presse: „Der Knöchel war kein Thema.“ Genau fünf Wochen zuvor hatte sich der Weltranglistenerste bei einem privaten Kick einen Bänderriss im linken Knöchel zugezogen, „es war ein langer und harter Weg bis hierhin“, sagte „Rors“. Ursprünglich hatten ihm die Ärzte eine dreimonatige Pause prophezeit, aber wenn er am Donnerstag um 21.20 Uhr deutscher Zeit abschlägt, ist der Fußball-Unfall genau 40 Tage her.

Jordan Spieth ist der Favorit

Die Buchmacher haben gesprochen: Jordan Spieth ist (natürlich) der erklärte Favorit für Whistling Straits. Der zweifache Majorsieger liegt mit Quoten zwischen 5:1 und 7:1 auf den Gewinn der PGA Championship klar vor Rory McIlroy, der zumeist mit 8:1 oder 9:1 gehandelt wird. Auf den Plätzen folgen die „üblichen Verdächtigen“ Jason Day und Dustin Johnson, für deren ersten Majortriumph mehrheitlich zwischen 12:1 und 14:1 gezahlt würden. Etwas abgeschlagen rangiert Rickie Fowler mit rund 20:1 noch hinter Bubba Watson und Justin Rose.

Shane Lowry trotz Siegs noch nicht in FedExCup-Playoffs

Wertlose Punkte: Sieg beim Top-Turnier, das WGC-Bridgestone Invitational als erster PGA-Tour-Erfolg, neuer Status als ordentliches Tour-Mitglied für die nächsten drei Jahre, und dennoch könnten die Playoffs um den FedExCup ohne Shane Lowry stattfinden. Denn erst ab jetzt gilt es! Alle Punkte, die sich der Ire als zeitweises Tour-Mitglied dieses Jahr bei World Golf Championships erspielt hat, werden nicht – entgegen den Punkten bei sonstigen Turnieren – rückwirkend in Zählbares umgewandelt, wenn der offizielle Tour-Status erreicht ist. Ohne die 550 Punkte vom Sonntag und die für den geteilten 34. Platz beim WGC-Cadillac Match Play im Mai bringt es Lowry bloß auf 222 Zähler und wird damit 165ter des FedExCup-Rankings, das die ersten 125 zum Playoff zulässt.

Oosthuizen und Co. wieder um „Long-Drive“-Titel

Weitenjagd: Auch bei dieser 97. PGA Championship wird wieder ein „Long Drive“-Wettbewerb ausgetragen. Die Wertung findet während des zweiten Trainingstags auf Loch Nummer zwei statt, einem 542 Meter langen Par fünf. Titelverteidiger ist Louis Oosthuizen, der vergangenes Jahr in Pinehurst mit rund 311 Metern gewonnen hatte, knapp zwei Meter vor Jason Day. Für die Schlagzeilen aber sorgte damals ausgerechnet Longhitter Bubba Watson, der sich weigerte, seine Konzentration auf die Übungsrunde wegen des „Unsinns“ zu unterbrechen.

John Daly: Mein Ryder-Cup-Team würde explodieren

Initiativbewerbung: John Daly hat schon mal prophylaktisch seinen Hut als Ryder-Cup-Kapitän für „20??“ in den Ring geworfen. „Ich weiß nicht, ob ich jemand bin, den die PGA of America als ,Skipper‘ will“, sagt „The Wild Thing“ in einem Anflug von Selbsterkenntnis. „Aber ich weiß, dass mein Team ein Knaller wäre. Ich würde dafür sorgen, dass sie explodieren. Wer keinen Schlips tragen will, der muss das nicht tun. Sie sollen einfach nur Spaß haben! Es geht nur um Spaß!“ Dazu passt Dalys jüngstes Twitterfoto mit seiner Verloben Anna Cladakis.

Investmentbank überprüft adidas-Golfgeschäft

Trennungsgerüchte: Sportartikelkonzern adidas stellt seine kriselnde Golfsparte um Top-Marke TaylorMade, von der die ansonsten positiven Zahlen belastet werden, auf den Prüfstand. Auch Verkäufe sind wohl nicht ausgeschlossen. Besonders gilt das für Ashworth und Adams. „Wir schauen uns alle Optionen an“, sagte adidas-Chef Herbert Hainer. Die New Yorker Investmentbank Guggenheim Partners soll entsprechende Möglichkeiten ausloten.

Trauer um LPGA-Mitbegründerin Louise Suggs

Legende: Im Alter von 91 Jahren ist Louise Suggs, eine der „Grandes Dames“ des Golfsports, in St. Augustine/Florida verstorben. Die elffache Majorsiegerin war in den 1950er-Jahren Mitbegründerin der Ladies Professional Golf Association (LPGA), 1955 bis 1957 deren Präsidentin, erstes weibliches Mitglied der World Golf Hall of Fame und seit Anfang des Jahres auch Ehrenmitglied des Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews.

Erfinder des Pimento-Käse-Sandwichs gestorben

Das berühmte Pimento Cheese Sandwich beim Masters. (Foto: Getty)

Kostet in Augusta nur 1,50$ und genießt Kultstatus: Das berühmte Pimento Cheese Sandwich. (Foto: Getty)

Noch ein Trauerfall bewegt die Golfwelt: Nick Rangos ist tot. Der 86-Jährige war der ursprüngliche Erfinder des berühmten Pimento-Käse-Sandwichs, des Traditionssnacks beim Masters in Augusta. Über 40 Jahre lang mischte der Mann aus Aiken/South Carolina die spezielle Käse-Rezeptur zusammen, bevor der Club den Auftrag an das Unternehmen „Wife Saver“ vergab. Der darob erboste Rangos weigerte sich zeitlebens, das Originalrezept rauszurücken und hat es jetzt mit ins Grab genommen.

Tiger Woods bittet zu Tisch

Guten Appetit: Vielleicht trudelt Tiger Woods etwas später zur PGA Championship in Whistling Straits ein, denn heute eröffnet sein Restaurant in Jupiter/Florida. Acht Millionen Dollar hat der 14-malige Majorsieger investiert: „The Woods Jupiter: Sports & Dining Club“ prunkt auf 550 Quadratmetern mit Industriedesign, viel Leder und jeder Menge Fernseher für Sportübertragungen. Einen Eindruck vom kulinarischen Angebot vermittelt Woods selbst via Twitter:

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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