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Rezension: „Nie wieder slicen“ – Der Heilsbringer für unkontrollierte Flugkurven?

Ein Slice kostet nicht nur Länge, sondern auch Nerven. Das neue E-Book von Christophe Speroni und Fabian Bünker will ihre Flugbahn ins Lot bringen.

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12. Okt 2017
"Nie wieder slicen" soll dabei helfen, unkontrollierte Flugkurven zu eliminieren. (Foto: Getty)


Mit "Nie wieder slicen" legt der E-Book-Verlag Golfstunde sein neues Werk zur Verbesserung Ihres Golfspiels vor. Als Autor hat Christophe Speroni diesmal Fabian Bünker gewonnen, der auch regelmäßig Trainingstipps für Golf Post schreibt. Gemeinsam wollen Speroni und Bünker dafür sorgen, dass "aus Deinem Slice ein Draw" wird (das Trainingsbuch bietet uns gleich im Untertitel das Golfer-Du an). Kein E-Book zuvor dürfte eine potenziell so große Zielgruppe gehabt haben.

Bevor am Wunsch vieler Golfer, endlich den Slice zu heilen, gearbeitet wird, erklären der Autor sorgfältig, wie der Slice entsteht und wo seine Ursachen zu suchen sind. Überhastete Quicktips sind die Sache von Speroni und Bünker nicht. Nur wer die Basics beherrscht, kann auch seine Fehler ausmerzen. Daher sind der eigentlichen Behandlung des Slice weitere drei Kapitel vorangestellt, die das Setup, die Trainingsvoraussetzungen und weitere Grundlagen beschreiben. Das mag langwierig erscheinen, macht aber absolut Sinn. Wer seinen Stand, seinen Griff und seine Schwungbahn so verinnerlicht hat, dass er hier keinen Verbesserungsbedarf mehr sieht, kann auch direkt zum fünften Kapitel springen.

Welcher "Slice-Typ" sind Sie?

In diesem folgt ein Fragebogen, der präzise bestimmen soll, welcher der drei "Slice-Typ" Sie sind. Mit dem Ergebnis, ein Fader zu sein, dürften die meisten zufrieden sein. Wer kontrollierte Rechtskurven spielen kann, wird über kurz oder lang auch den Draw beherrschen - zumindest verspricht das das Autorenteam. Dabei wollen sie keinesweg, dass Sie Ihren Fade "los werden", sondern als Golfer sollen Sie variabler werden. Wie schwierig das allerdings ist, zeigt besipielsweise der Werdegang von Martin Kaymer.

Sollten Sie unkontrollierte Flugkurven produzieren, gehören Sie in die Gruppe der "Pull-Slicer" oder sind ein "Hardcore-Slicer". Die Unterschiede werden schlüssig erklärt, dennoch kann ein solcher Test natürlich nur eine Verallgemeinerung zahlreicher unterschiedlicher Varianten sein. Trotzdem: Um Ihr Golfspiel zu verbessern, reicht diese Einteilung aus.


Die halbe Miete beim Drive - Die richtige Ausrichtung

Für jedermann der richtige Trainingsplan

Für alle drei Gruppen folgen eigene Trainingspläne und Drills, die an den spezifischen Problemen der drei Gruppen arbeiten. Die Zielsetzung ist dabei nicht, aus einem Hardcore-Slicer einen Draw-Spieler zu machen, sondern jedem die Chance zu geben, gerade Bälle zu spielen und die maximale Länge aus seinen Schlägen zu holen - der Weitenverlust, alle Betroffenen wissen es, ist beim Slice enorm. Mit Videos, Bildern und hilfreichen Texten erklärt Bünker die heilsamen Übungen gegen den Slice. Zudem bietet er bei jedem Drill eine Variation an, mit der man bei Bedarf den Schwierigkeitsgrad der Übung anpassen kann.

Dem Drive haben Bünker und Speroni ein eigenes Kapitel gewidmet, denn "der Driver ist der Schläger, der am schwierigsten zu spielen ist." Gegebüber den anderen Kapiteln fällt das zum Driver aber etwas ab. Es gibt nur eine Übung und der Ratschlag, sich einen Driver zu kaufen, der eine Draw-Einstellung bietet, bedarf keines E-Books. Hilfreich sind hingegen die Tipps, wie man einige der Übungen auch bei schlechtem Wetter zuhause absolvieren kann.

Das E-Book enthält 136 Seiten und ist als IBook bei ITunes erhältlich oder als PDF im Onlineshop des Verlages Golfstunde. "Nie wieder slicen - So wird aus Deinem Slice ein Draw" wird für 29,99 Euro angeboten.

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Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
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