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Revolte in Wentworth: Chinesen scheitern mit Luxus-Plänen

21. Mrz 2016
Das Cubhaus in Wentworth bleibt unangetastet. Die chinesischen Investoren rudern zurück. (Foto: Getty)
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„Bryan-Bros“ als „echte“ Golfer, Palmer muss für Masters-Abschlag passen, ein Siebenjähriger als großer Sportsmann. Die Back Nine.

Leg‘ Dich nicht mit den Mitgliedern an! Mit denen im Wentworth Golf Club jedenfalls nicht. Die chinesische Reignwood-Gruppe als neuer Besitzer hat ihre Luxus-Pläne für die Nobelanlage vor den Toren Londons ad acta gelegt. Ursprünglich sollten die Clubangehörigen eine Anleihe über 130.000 Euro zahlen oder austreten, die Jahresgebühr wurde auf 22.000 Euro p. A. verdoppelt, so sollte die Mitgliederzahl drastisch reduziert und Platz für schwerreiche Neuzugänge geschaffen werden. Nach fünfmonatiger Revolte, während der die Mitglieder sogar das englische Parlament anschrieben, kam nun die Kehrtwende. „Das ist ein sehr positives Zeichen“, sagte Nigel Moss als Sprecher der „Protestler“. „Es gibt noch etliches zu klären, aber viele unserer Sorgen sind angesprochen.“

Dabei hatten sich Reignwood-Chef Dr. Chanchai Ruayrungruang und seine Tochter Woraphanit, die in Wentworth als Vorstandsmitglied installiert wurde, Gerüchten zufolge sogar in London mit Golfanlagen-Tycoon Donald Trump zum Erfahrungsaustausch bezüglich Luxusanlagen getroffen. Jetzt können sich vielleicht alle Beteiligten darauf konzentrieren, Wentworth für das von European-Tour-Chef Keith Pelley geforderte „echte“ Flaggschiff-Turnier PGA Championship fit zu machen.


„Aussie“ versemmelt 58, Deutscher siegt

„Down Under“ macht Schlagzeilen: Neben Jason Day sorgte am Wochenende noch ein anderer Australier für Furore. Am Sonntag der Queensland PGA Championship auf der PGA Tour of Australasia peilte Tim Hart bis zur 18 eine sagenhafte 58er-Runde an, der 26-Jährige hätte das Schlussloch im Toowoomba City Golf Club bloß Par spielen müssen. Stattdessen leistete sich Hart ein Triple-Bogey und musste mit der vielleicht schlechtesten 61 der Golfgeschichte ins Play-off gegen den Deutschen David Klein (25), der im Alter von sieben Jahren mit seiner Familie nach Neuseeland ausgewandert war und sich am ersten Extraloch den ersten Profisieg sicherte.

Trickgolf-Stars auch auf dem Platz top

Golfkünstler: Die berühmten „Bryan-Brothers“ können‘s nicht nur in Sachen Trickshots. Mit Bruder George an der Tasche gewann Wesley Bryan die Louisiana Open auf der Web.com-Tour. Hier der Siegputt:

Arnold Palmer: Kein Abschlag zur Masters-Eröffnung

Verzicht: Wegen einer Entzündung in der Schulter muss Arnold Palmer beim Masters auf die aktive Teilnahme am zeremoniellen ersten Abschlag mit den beiden anderen Ehrenstartern Jack Nicklaus und Gary Player verzichten. „Ich bin physisch einfach nicht mehr in der Lage, den Ball so zu schlagen wie ich möchte“, sagte der 86-Jährige bedauernd: „Das ist der Lauf der Zeit.“ Bis 2004 spielte Palmer 50 Mal in Folge in Augusta (Rekord), seit 2007 gehörte er zu den Ehrenstartern und versprach, auf jeden Fall dabei zu sein, wenn Nicklaus und Player das 80. Masters eröffnen.

Arthritis: Olazábal fehlt in Augusta

Noch eine Absage: José María Olazábal, Masters-Sieger von 1994 und 1999, ist dieses Jahr in Augusta National nicht dabei. Der 50-jährige Spanier, Europas siegreicher Ryder-Cup-Kapitän von 2012, leidet an rheumatischer Arthritis und ist zwar auf dem Weg der Besserung, aber seine Rekonvaleszenz lässt einen Start noch nicht zu.

Kleiner Spanier mit großer Geste

Fairness: Der Titel „Sportsmann des Jahres“ geht jetzt schon nach Spanien, und dabei ist Yago Horno Mateo erst sieben Jahre alt. Am 12. März gewann Yago in Isla Canela bei einem „Benjamin“-Turnier des andalusischen Golfverbands seine Handikapklasse mit 50 Schlägen über neun Loch. Zuhause jedoch, als er mit seinem Vater Kostka Horno die Scorekarte noch mal durchging, fiel ihm ein Fehler auf, er hatte tatsächlich 51 Schläge benötigt. Also schrieb Yago selbst dem Verband einen Brief, meldete das „Vergehen“ und erklärte, den Pokal zurück geben zu wollen, damit der Spieler ausgezeichnet werden könne, „der es wirklich verdient“. Große Geste eines kleinen Golfers!

Gabel oder Löffel: Caddie hilft Spieth beim Essen

Beistand: In einem Werbevideo für das „Sports Center“ des TV-Senders „ESPN“ verlagern Jordan Spieth und Caddie Michael Greller ihre Zusammenarbeit ins Restaurant. Greller berät seinen Chef also nicht nur bei den Schlägern, sondern auch bei der Wahl des Esswerkzeugs:

Watson und Fowler: Persönliche Absage beim „King“

Reverenz an den „King“: Bubba Watson und Rickie Fowler erschienen persönlich bei Arnold Palmer im Bay Hill Club & Lodge, um ihre Nichtteilnahme an seinem „Invitational“ zu begründen und sich Arnies Dispens abzuholen. Während Watson vorsichtshalber pausierte, um seinen leicht angeschlagenen Rücken vor dem Masters zu schonen, erklärte Fowler beim Lunch mit Palmer seine Terminüberschneidungen. Das ist mal ein Ausdruck von Hochachtung!

Wenn die Pros mit Arnies Schlägern …

Nostalgie: Im Vorfeld von Arnold Palmers „Bay Hill Invitational“ versuchten sich die Pros an Replikas der Schläger, mit denen der „King“ 1960 seine einzige US Open gewonnen hat, hier die Einschätzungen:

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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